Beiträge von Chatterbox

    Hatte ja extra mehrere Möglichkeiten bzgl. SDU genannt und bin selbst der Meinung, dass ein mit Sensibilisierung zu tun hat. Ich halte SDU nicht für einen "Trend". Wohl aber das häufige Untersuchen darauf, aber eben ein sinnvoller Trend.

    Ich dachte auch lange, Bademäntel, Regenmäntel, Wintermäntel, Pullover & co wären ein (alberner) Trend... bis mein Hund all das selber brauchte und ich mich näher damit befasst habe. Vor allem, dass es auch gesunde Hunde gibt, die einfach ohne Kleidung frieren.

    Das ist ein gutes Beispiel, danke! Bademantel, Regenmäntel ... hat auch bissel gedauert, bis ich diesen "Trend" als für mich bzw. für den Hund sinnvoll erkannt habe. :nicken:

    Vielleicht fällt mir im Laufe des Abends oder morgen neben den Schwimmwesten noch was ein, dessen Sinn mir sich nicht so ganz erschließt.

    Hi!

    Jetzt muss ich es doch mal tun, weil mit dem zugegebenermaßen recht ketzerischen Titel doch immer mal ein paar ernsthafte Fragen bei mir aufkommen. Woran erkennt man die Sinn- oder Unsinnigkeit von "Trends" rund um die Hundehaltung? Und vorher schon: Wie erkennt man überhaupt, ob es sich bei XY um ein tatsächlich weit verbreitetes Phänomen handelt oder man bloß grad in eine Bubble reingerutscht ist?

    SDU und Schwimmweste sind Beispiele, bei denne ich mir das schon öfter dachte. Ich finde es wahnsinn, wie oft man von Hunden hier liest, dass sie ne SDU haben, bei so vielen Verhaltensweisen ist so der Standardtip, SDU checken zu lassen. Kommt SDU inzwischen häufiger vor als früher, ist man nur sensibilisierter dafür oder wird es überdiagnostiziert?

    Bei Schwimmwesten denk ich mir immer, dass grad echt viele Hunde, auch wenn sie nur mal paar Minuten am Ufer rumplanschen unbedingt die Schwimmweste brauchen. Finde ich persönlich total albern, aber jeder wie er mag. Nur - ist das echt ein Trend, oder ist das meine Insta-Outdoor-Bubble, wo man ja alles (un)mögliche an Hundezubehör für viel, viel Geld erwerben kann? Und davon ab, wenn SUP gefahren wird oder so, finde ich die Schwimmwesten mega sinnvoll.

    Sind jetzt zwei unterschiedliche Themen, aber vielleicht kommt rüber, was ich damit fragen/diskutieren will. Edit: Mir geht es vor allem wirklich um das Erkennen, ab wann ein "Trend" sinnvoll und auf jeden Fall mitmachenswert ist und wann es sich eher um vernachlässigbaren, vielleicht bissel übertriebenen Quatsch handelt. Weil natürlich will ich mir und meinem Hund das Leben so einfach/angenehm wie möglich machen, aber jetzt auch nicht jeden Mist mitmachen. Würd mich da auch über eure Einschätzungen oder weitere Beispiele freuen. :smile:

    Entweder sitzt das, oder sie ist einfach zu etepetete dafür, sie macht sie ja auch möglichst nicht dreckig.

    Meine Prinzessin macht sich auch nicht dreckig mit Matsch oder so, aber wälzen in Ekelscheiße von irgendwelchen Viechern findet er riesengroßeklasse (trotz Verbot! Auf Brüller unterlässt er es sofort, aber eine Millisekunde reicht, dass eine Dusche unumgänglich ist).

    Ich beneide jeden Hundebesitzer mit Hund ohne Kackaaffinität. :omg:

    Ich kann ehrlich gesagt schon verstehen, dass man mit kreischendem/schreienden/dauerbellenden Hund heim geschickt wird im Verein. Glaub, das Thema hatten wir hier auch schon mal. :denker:

    So eine Akustik stört halt schon enorm. Völlig unabhängig davon, ob es die anderen Hunde "verrückt macht" oder ablenkt. Es ist einfach extrem nervig und ätzend für die anderen Trainierenden, die ja auch aus Spaß und Freizeitvergnügen da sind und die am Platz eine gute Zeit haben wollen, und nicht mit durchrissenem Trommelfell, klirrenden Ohren und aufgebrauchten Nerven heimkommen wollen. Und ein Hundesportverein ist halt keine Hundeschule, bei der man jetzt ewig an eigenen Problemchen rumdoktort, sondern da kommen alle hin zum Trainieren. Nicht falsch verstehen, es ist absolut bescheiden, wenn man mit (zu) lautem Hund weggeschickt wird. Und ich fände es auch mindestens nett, vielleicht sogar zu erwarten, dass man als Verein nicht Heim schickt mit "Ciao, komm vielleicht in drei Jahren wieder, wenn der Hund leiser ist", sondern Heim schickt mit "Hey, du könntest das so und so angehen, es gibt Weg X - Z, ich kann mit nächstes Mal bisschen Zeit nehmen, ich kann dir Trainer xy empfehlen" oder irgendwie so was. Und dass man dem Hund-Mensch-Gespann schon auch bissel Zeit gibt und vor allem es immer wieder probieren lässt und nicht nach einer akustischen Eskalation für immer und ewig die Platzverbannung ausspricht.

    Schwierig, so oder so, und total blöder Kreislauf, wenn man dann nicht mehr auf den Platz kann. Aber vielleicht gibt es ja auch Plätze, wo man trotzdem willkommen ist. Ich würde immer weiter suchen.

    Ich schreibe jetzt auch mal was. Hatte es mir schon die ganze Zeit überlegt, aber nach den Videos bin ich "bestärkt" in dem, was ich schreiben wollte.

    Ich bin auch Team viel engere Führung, viel mehr Klarheit (und dadurch mehr Hilfe). Niemals nicht würde ich so ein Gefiepe oder Geschreie laufen lassen und für irgendjemanden filmen, sondern sofort was dagegen tun. Und eigentlich von Tag 1 an mit einem lauten Hund.

    Bisschen komisch fühle ich mich, wenn ich so was schreibe, weil ich ja selber erst seit einem guten Jahr Erfahrung mit "so einem" Typ Hund habe - aber ich schreibe jetzt trotzdem mal meinen Weg, weil ich glaube, so falsch machen kann ich es nicht, weil der Zwerg echt super ist (haha eh der allerbeste Zwergenhund von Welt, eh klar, aber ich mein auch "super" im Sinne von nicht laut, klar in der Birne). Natürlich spielen da 1001 Sachen rein (Genetik, Umfeld, Lebensumstände usw.), und Cattles und Collies unterscheiden sich ja schon arg in Vielem, aber Rémys Geschwister zum Beispiel sind teils auch richtige Schreihälse. Und Rémy kann auch alle (un)möglichen Tonlagen von Frustfiepen bis zu Jagdschreien oder Stressjodeln. Macht er aber zum Glück selten und es wurde stetig (noch) besser.

    Mein Weg war immer, entweder vehement abbrechen oder ihm aktiv durch die Situation helfen (beruhigend reden, in den safe space packen, seitlich abstreichen). NIE einfach laufen lassen. Leider habe ich nicht immer auf Anhieb erkannt, ob Abbruch oder Hilfe das richtige wäre in der jeweiligen Situation (habe das immer besser erkannt, man lernt sich ja kennen, aber noch immer gelingt es mir nicht zu 100%). Manchmal habe ich ihn saftig abgebrochen und habe im Nachhinein gemerkt, oh fuck, das war jetzt unfair, der Kerl konnte grad nicht anders. Oder andersrum, ich hab es mit Hilfe probiert und gemerkt, ne, also der hätte grad keine ruhigen Worte, sondern ein "lass den Müll" gebraucht. Ich wünschte, ich könnte immer richtig reagieren, aber das ist nunmal leider nicht so. Bin aber überzeugt davon, dass diese beiden Schienen grds. das Richtige sind. Es ist nur absolut nicht übers Internet zu erklären, wann wo wie in welcher Intensität Abbruch oder Hilfe, weil es sooo unterschiedlich ist.

    Und es geht mir nicht darum, aus einem von Natur aus lautem Hund ein stilles Mäuschen zu machen. Aber ich glaube, dass doch oft das "der ist halt laut" als "Ausrede" oder Erklärung vorschnell akzeptiert wird. Auch ein lauter Hund kann das doch lernen (Ausnahmen mögen die Regel bestätigen) und/oder es sind Hundetypen, die man nicht jeder Situation beliebig aussetzen kann, ohne dass sie in Stress verfallen. Oder die eben ganz penibel lernen müssen, mit Stress umzugehen (bzw. eben keinen zu haben).

    Edit: Keine Ahnung, wie schnell man damit Luci zum Erfolg kommen kann, wenn sich das schon so eingeschliffen hat. Aber ich könnte mir sogar vorstellen, dass doch recht schnell, wenn er eigentlich ein Typ mit WTP ist und der Führung sucht.

    Ich würde echt keine Videos fürs Netz mehr machen, sondern nur noch Leute live draufgucken lassen, damit sofort reagiert werden kann.

    Ich wollte nichts triggern bei dir, sorry. :sweet:

    Alles gut.

    Ich glaub nur, bisweilen kann sich jemand, der nur alle paar Jahre einmal eine BH startet einfach gar nicht vorstellen, womit sich Prüfer und wir Veranstalter da teilweise rumschlagen müssen, so weit über den Tellerrand blicken da leider die wenigsten, drum ruf ich das allgemein einfach mal ganz gern ins Gedächtnis.

    Wie gesagt, bei manchen ist es einfach die Nervosität, aber auch das ist für alle Beteiligtten irgendwann anstrengend, wenn von 15 Startern 10 nicht mal wissen, wie sie sich richtig anmelden, weil das allen egal war bis zum Prüfungstag.

    Ja, das versteh ich. Das Thema war hier ja neulich(?) schon mal, glaub ich. Versteh's auch nicht, warum sich manche für eine Prüfung anmelden und das komplett larifari sehen, sich 0 informieren und wie es scheint weder Bock auf die Prüfung, noch Bock auf die Unterordnung oder sonst was haben ... jo, versteh ich, dass einen das nervt als jemand, der da viel Zeit und Spucke reininvestiert.