Also, ob ich hier die ultimativen Tipps geben kann, weiß ich nicht, da es bei uns ja auch eine "upps-"Geschichte war. Sprich ich hatte auch nur genau genommen 58 Tage Zeit, mich zu informieren. Aber bei uns lief jedenfalls alles glatt und alle 8 sind muntere, gesunde Hunde geworden.
Zunächst, vor der Geburt:
Eine Futterumstellung wäre wirklich nicht schlecht gewesen, weil da natürlich ein ganz anderer Bedarf ist. Bitte sag ihr das, damit sie wenigstens sofort umstellen kann, denn in der Säugezeit ist der Bedarf natürlich auch noch immens hoch. Es gibt spezielles Futter für tragende/säugende Hündinnen. Sofort geben!
Fieber gemessen habe ich nicht ständig. Man merkt schon auch so, wann es so weit ist, keine Angst.
Normalerweise tragen Hunde 63 Tage, wenn ich mich nicht irre und ab dem 57. Tag sind die Kleinis lebensfähig. Mias Welpen kamen am 58., also recht früh, da hatte ich eh noch nicht damit gerechnet. Bei deinen Bekannten kann es ja auch bald so weit sein, wenn du sagst, kommendes WE. Ich würde jetzt einfach sehr auf die Hündin achten: Beim Spazieren gehen gucken, wie viel sie mag und kann, so viel ist auch ok. Nicht mehr alleine in den Garten schicken zB, weil es sein kann, dass sie sonst in irgendeinem Gebüsch wirft. Also einfach wirklich immer da sein, immer auf die Befindlichkeiten von ihr achten. Man merkt dann wie gesagt sehr deutlich, wann es los geht. Mia war zB schon zwei Tage davor nachts eher unruhig, aber nicht so arg. Und als es dann los ging (5:30 morgens), war sie richtig unruhig. Rumlaufen, Hecheln und schließlich ist (auf der Couch
) ihre Fruchtblase geplatzt - das übersieht man nicht.
Ich hab sie dann in die Wurfbox gelotst und dann ging's auch schon los.
Ach und: Ich habe im Vorfeld vom sämtlichen Bekannten alte Handtücher, Decken, Bettlaken etc. geschnorrt und das war goldwert! Die Waschmaschine lief nämlich nonstop, weil man das dauernd auswechseln muss und eben Nachschub braucht.
Während der Geburt dann, wie schon gesagt wurde: Einfach ruhig daneben sitzen und die Hündin machen lassen. Ich hab da gar nicht eingegriffen. Mia war da auch sehr instinktsicher. Schön sauber gemacht, Nachgeburten alle gefressen (da sagen manche, man solle die nicht fressen lassen - würde ich definitiv schon lassen!) und dann hat sich's langsam an die Zitze gewurschtelt. Wenn es der Hündin gut geht und alles so abläuft, wie es soll - am besten echt gar nicht eingreifen mMn. Und auch zB nicht hektisch werden, wenn es länger dauert zwischen den Welpen. Ich hatte zB gelesen, dass es ab 1,5 Stunden Pause kritisch wird. Bei Mia waren dann 2 Stunden Pause... und nach 2,5 Stunden kam das nächste ganz wunderbar. Also auch wenn mal was nicht nach Buch läuft, die Hündin aber ok und gut aussieht, ruhig Blut.
Gewogen hab ich jeden Welpen tatsächlich, nachdem er ein paar Minuten getrunken hat, einfach dass man das Startgewicht hat.
Tierarzt habe ich nicht drüber schauen lassen. Alle waren offensichtlich gesund und munter, Mutter wie Kinder. Ich dachte, das wäre dann eher stressig für alle Beteiligten, da wen rumeiern zu lassen. Würde ich auch im Nachhinein nicht anders machen.
In den ersten Tagen/Wochen wollte Mia gar nicht raus zum Pipikacka machen. Da musste ich ihr paar mal am Tag erkläre, dass das jetzt echt sein muss. Dann ist sie mit, hat in Windeseile alles verrichtet und ist wieder reingerast zur Brut. Also auch da würde ich die Hündin keinesfalls zum Spazierengehen zwingen oder zum länger draußen Bleiben. Gucken, dass sie regelmäßig Geschäfte macht und sonst einfach bei den Babies lassen.
Auch Futter und Wasser habe ich Mia immer so hingestellt, dass sie sich gar nicht vom Fleck bewegen muss.
Die ersten zwei Wochen sind dann von den Babies her relativ ruhig. Sie sind ja noch blind und taub und können nix außer superduperniedliche Geräusche machen, trinken und schlafen. Da ist wirklich angesagt: Putzen, waschen, waschen, putzen, Laken wechseln, waschen, waschen usw. usf. Und natürlich 24/7 den Zwergen beim Schlafen zuschauen... es gibt nichts Schöneres...
Ich habe die ersten drei Wochen keinen Besuch empfangen (außer Familie).
Dann öffnen sie eben, wie geschrieben, langsam Augen und Ohren und werden mobiler. Und zwar gefühlt von Tag zu Tag mobiler, dann geht die anstrengende Zeit los.
Aber es wird natürlich auch immer interessanter und toller.
Zur Sozialisation kann ich nachher noch was schreiben. Das war es erstmal von Geburt bis Woche 2. 
Ich überleg grad, ob ich irgendwas vergessen hab... glaube nicht.
Oh Gott, ich könnte stundenlang über die Minis schreiben. 