Beiträge von miamaus2013

    Das ist aber physiologisch völlig unlogisch.
    In der Haut befinden sich verschiedene Rezeptoren. Tast-rezeptoren, Druck-Rezeptoren ... und Schmerzrezeptoren. Letztere sind besonders dicht verteilt, sprechen aber erst bei sehr starken Reizen an. Die anderen (die Tast- und Druckrezeptoren) sind weniger dicht verteilt, sprechen aber schon auf sehr leichte Veränderung an. Außerdem ist eine Wahrnehmung umso stärker, je mehr Rezeptoren angesprochen werden.

    Deshalb spürt man ein 5x5cm Blatt besser auf auf der Haut als eine Nadel. Die Nadel kann nämlich an den Tastrezeptoren vorbeipieken und spricht dann erst die Schmerzrezeptoren an.

    Das bedeutet: je größer die Fläche ist, auf der eine "Einwirkung" stattfindet, umso schneller kann das Individuum diese Einwirkung wahrnehmen. Je kleiner die Fläche der Einwirkung ist, umso intensiver muss die Einwirkung sein, um überhaupt wahrgenommen zu werden und umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt erst die Schmerzrezeptoren ansprechen und nicht die Tastrezeptoren.
    Richtig ist auch (wie bereits erwähnt): wenn die Fläche zu groß ist, dann wird die Information ungenau. Aber ein normales Halsband von 2-3cm Breite ist gerade mal in dem Bereich, wo Information zuverlässig von den Tastrezeptoren lokalisiert wird, das Problem mit der Genauigkeit hat man erst bei viel größeren Flächen. Wenn man zusätzlich noch die Druckrezeptoren ansprechen will. die tatsächlich genauere Wahrnehmung liefern als die Tastrezeptoren, dann wären die bereits erwähnten Gumminoppen (ohne Kralle drunter, einfach nur kleine runde Erhebungen am Halsband) eine sinnvolle und sehr missbrauchsichere Ergänzung.

    Der Stachel spricht im Idealfall die Druckrezeptoren der Haut an (die reagieren z.B. auf Verformung der Haut). Ein breites Halsband spricht Tast- und Druckrezeptoren an, wird also im Idealfall besser wahrgenommen. Sollte der Mensch (oder die Situation) den Idealfall verlassen, kann der Stachel nur noch auf die Schmerzrezeptoren wirken. Es mag sein, dass die Hunde in dem Bereich in dem das Halsband verwendet werden soll, nur noch auf solche Reize ansprechen. Ich finde es aber wichtig, dass man sich darüber im klaren ist, dass die gelobte Punktgenauigkeit der Krallen tatsächlich nur im (neuronalen) Schmerzbereich Vorteile bieten kann.
    (nicht missverstehen: nicht jedes Ansprechen von Schmerzrezeptoren ist einen Aufschrei wert. Aber wer sagt, das Hilfsmittel würde nicht über Schmerzreize wirken, der sollte sich noch mal mit den verschiedenen Rezeptoren der Haut beschäftigen und überlegen, welche davon beim konkreten Hilfsmittel tatsächlich angesprochen werden.)


    und wie erklärt sich dann das teils heftige Hautzucken bis hin zu Kopfschlagen und Aufstampfen von Pferden, wenn eine Mücke auf ihnen landet? Das müssten sie doch dann eigentlich gar nicht spüren... :???:

    vlt mal um die Dimensionen zu verdeutlichen:

    ich habe ne Weile allein mit Mia trainiert und hatte keinen Spiegel. Um zu kontrollieren, ob sie sich bei den Positionen aus der Bewegung auch in die entsprechende Position bewegt, habe ich mir angewöhnt eine kurze Drehung meines Kopfes zu machen. Ich habe mich nicht ganz umgedreht, es war maximal ne halbe Drehung.
    (nur zur Verdeutlichung: Hund trägt bei dieser Übung keine Leine)

    und weil der Mensch ja auch so ein schönes Gewohnheitstier ist, habe ich diese Kopfdrehung auch in der Prüfung gemacht. Gab Punkteabzug wegen Führerhilfe, ich meine dafür waren 4 von 10 Punkten weg.

    Wer ist denn keiner? Ich hab gesagt ich nehme eine Gerte oder einen Stab.
    Außerdem habe ich den Unterschied erklärt. Wenn es keiner liest oder nicht versteht, tut mir das nach all den Seiten und Versuchen jetzt dann auch leid. Mehr als freundlich erklären wie man einem Blinden versucht zu erklären was Farbe ist, kann und will ich auch nicht leisten von meiner Seite aus.


    zumal man eine Gerte doch auch genauso falsch einsetzen kann, wie das Leute mit dem Stachler machen...

    ich bin als Kind am Reitstall aufgewachsen und kann aus eigener Erfahrung sagen: eine Gerte tut richtig weh und hinterlässt mitunter sogar blaue Flecken und aufgeplatzte Haut..

    Also bei falscher Benutzung kann man einem Hund damit auch richtig weh tun und ihn verletzen..

    Wieso das jetzt dann aber grundstäzlich besser ist als ein Stachler erschließt sich mir nicht..

    ich lehne beides nicht ab, aber ich verstehe einfach nicht, wieso eine Gerte per se besser sein soll.

    @Helfstyna: Wenn es normal für den Platz ist - ist es doch gut - so meine ich es ja auch. Da ist es eben das 'Werkzeug der Wahl' dann. Wenn man es für das Werkzeug für den Platz wählt, warum eben braucht man dann nochmal was 'aggressiveres' für den 'letzten Schliff'.
    Wenn das Kettenhalsband anders ist, als andere Halsbänder... - die Glieder üben ja auch einen anderen Druck aus - das kann man doch nutzen(?).

    Was spricht denn jetzt gegen Noppen innen, oder so Embleme, wie umgedrehte Mokassin-Schuhe oder so.
    Oder Plastikbällchen - wenn die ohne viele Weichmacher sind, sollten sie auch ganz glatt sein und kein Fell eingeklemmt werden o.Ä. ...


    hattest du schon mal ein Gliederhalsband am Hund?

    in der Regel ist es nämlich so, dass man das Gliederhalsband festgestellt benutzt. Das heißt, man hängt die Leine in einen der runden Ringe am Ende der Kette ein und hängt die Leine noch zusätzlich in eines der Glieder ein.
    Das verhindert dann, dass sich das Halsband zuziehen und den Hund würgen kann, wenn Zug auf die Leine kommt.
    Gleichzeitig braucht man aber eben auch eine komplette Handbewegung, damit der Hund davon was merkt. Einfach, weil das Halsband ja festgestellt ist und sich erst durch richtigen Zug der Hund etwas davon merkt.

    Und diese komplette Handbewegung will man ja eben verhindern, weil Hunde sich an so etwas stark orientieren und das in der Prüfung wegen Führerhilfe zum Punktabzug führt.

    @miamaus2013
    Schau doch mal im Stake Out rein. Vllt haben sie ja was?


    leider auch nur Softshell..


    Wäre der hier evtl. was für Ares?Hundemantel Illume Nite Neon günstig bei zooplus

    Schau mal die Kundenbilder an, dort ist ein Mali mit diesem Mantel.


    ich behalte den mal im Auge. Aber eigentlich hatte ich auf etwas Unauffälligeres gehofft. |)

    @miamaus2013
    Vielleicht die von Krämer?
    Die haben einen guten verstellbaren Bauchlatz und an der Brust geht das durch den Klett auch etwas.


    @StellaBond007
    Ich bin schon gespannt auf Fotos! Der steht Stella bestimmt super! =)


    ah danke, an Krämer habe ich gar nicht gedacht. Da schaue ich mal nach. :bindafür:

    @Disney92, nach dem alten Hurtta in seiner Größe habe ich schon geschaut. Aber 90 € sind mir einfach zu viel.
    BoT ist mir dafür eigentlich auch zu teuer, aber wenn sich nix anderes findet könnte ich mich damit noch anfreunden.
    Pomppa hat leider nur Softshell, das ist mir nicht dicht genug.
    SofaDogwear deckt meistens den Popo ab (glaube ich) und ich befürchte, damit kommt er nicht klar :muede:

    • Ein Halsband darf nicht dazu geeignet sein, den Hund zu würgen, der Stopp muss schon auf der richtigen Seite sein.

    Ich würde ein Stachelhalsband eher mit einem Kappzaum mit blankem, gezackten Naseneisen vergleichen. An einem Gebiss kannst du deinem Pferd garantiert nicht so schnell wehtun wie mit einem Stachelhalsband. Und ich glaube immer noch nicht, dass man ohne Stachler nicht gut trainieren kann.


    blöde Frage: hast du einen Bezug zum Reitsport? Das ist nicht böse gemeint, aber mich verwundert die Aussage über das Gebiss sehr....

    ich habe schon Pferde gesehen, denen wurden mit dem Gebiss die Mundwinkel so aufgerissen, dass sie geblutet haben.
    Und ich habe auch schon ein Pferd gesehen, dem mit einem Hebelgebiss der Kiefer gebrochen wurde..
    Also weh tun kann man denen damit bei unsachgemäßer Anwendung ganz ordentlich.


    und 'gutes' Training hat doch hier niemand gemeint.. ich habe auch aktuell einen jungen Mali in Ausbildung. Niemals würde ich ihm im jetzigen Stadium einen Stachler drauf packen.

    eigentlich bin ich ja gut im Mantel-Thema drin aber vlt hat ja jemand ne Empfehlung für mich.

    ich suche nen Regenmantel für Ares. Knapp 14 Monate alt, Rückenlänge 60 cm, Brustumfang müsste ich nachmessen.
    Für ihn würde wirklich ein reiner Regenmantel reichen. Es geht nur drum, dass er ihn morgens bei der Runde bevor ich zur Arbeit muss tragen kann.
    ich mag ihn ungern so lang allein lassen mit Bademantel an und nass zurück lassen finde ich irgendwie auch blöd.
    Hat jemand vlt ne Idee? Toll wäre, verstellbar an Bauch und Brust. Also so ähnlich wie zb der Eisbär Mantel, aber eben ungefüttert.

    ich finde das kommt stark auf das Hund-Halter-Team an und was man so 'erreichen' will, pauschal kann man das nicht sagen..

    Ares kommt mit auf den Hundeplatz zum Sporttraining seit er 8 Wochen alt ist. Aber am Anfang bestand seine Zeit da nur aus zuschauen und sich kraulen lassen.
    Ich habe ihn ganz bewusst sehr früh und oft mitgenommen, weil ich wollte, dass er die Chance hat, zu lernen, dass da nicht alles mit Aufregung verbunden ist und man auch einfach ganz 'ruhig' am Rand warten kann.
    Hat auch geklappt, er wartet bis heute echt brav am Rand (einzige Ausnahme, wenn Mia läuft :hust: ).
    Und er kann sehr schnell umschalten zwischen Ruhe und warten und Action und Training.

    Ich habe ihn dann sportbezogen nach und nach mit kleinen Übungen aufgebaut. Und so ist er dann auch nach und nach weiter ins Training eingestiegen.
    Er ist jetzt (fast) 14 Monate alt und trainiert voll mit.


    achso, wir betreiben den Hundesport auch nur als Hobby. :roll: