Beiträge von miamaus2013

    ich brauche mal eine realistische Einschätzung wie schnell Wildschweine wirklich angreifen.

    Problem: unser Mini-Spazierweg morgens führt, wie ich letzte Woche feststellen durfte, scheinbar direkt an dem Schlafplatz einer Wildschweinrotte vorbei. Distanz zwischen dem Weg und dem Schlafplatz der Rotte schätzungsweise weniger als 20 Meter. Ich hatte meine Stirnlampe vergessen, habe also nicht reinleuchten können, aber ich hab sie grunzen hören. Da machten sie auch einen 'ruhigen' Eindruck auf mich. Ich habe keine großen Bewegungen gehört, nur das Grunzen.

    Wir gehen dort morgens im (im Winter) im Dunkeln lang.

    Meine beiden Hunde tragen Leuchtie, ich habe im Normalfall ne Jogginglampe dabei. Die Hündin läuft frei, den Rüden werde ich an der Flexi lassen. (Der hat bei der ersten Sichtung letzte Woche mit massiv Schutztrieb reagiert :tropf: )


    Der Jagdpächter weiß Bescheid, kann aber da nix machen, das ist maximal 200 m von nem Wohnhaus weg. In der minimalen Entfernung zu den Wohnhäusern ist schon ein Hochsitz aufgebaut.
    Die Wildschweine sind scheu, gehen nicht in die Wohnstraße.

    Wie wahrscheinlich ist es, dass wir angegriffen werden, wenn wir da vorbei laufen?
    ich kann mit lauten Geräuschen auf uns aufmerksam machen, das ist kein Problem.

    Und bitte nur realistische Einschätzungen. Das Wildschweine gefährlich sind und angreifen können weiß ich selbst, mir gehts wirklich nur darum, ob eine solche Situation einen Angriff provozieren kann.
    Achso, die Rotte liegt in einem kleinen Waldstück, sie könnten also zum einen in dem Waldstück woanders hin laufen, aber auch über eine angrenzende Wiese flüchten. Sie laufen auch über die Wiese zu ihrem Schlafplatz, den Weg auf dem wir laufen, benutzen sie scheinbar nicht.


    @Sus.scrofa, kannst du da vlt was zu sagen?

    Anderen Weg laufen wäre theoretisch möglich, aber dann sind wir viel viel länger unterwegs, dann müsste ich noch früher aufstehen, das würde ich gerne vermeiden.

    Daß ein Mali ziemlich halterfixiert ist, dürfte dabei aber auch seinen Anteil haben.
    Ich finde Dobis und Malis lassen sich nicht so wirklich vergleichen, aber in dem Punkt sind sie oft nicht unähnlich. In Beitrag 15 Dobermann u. Ridgeback charakterliche Unterschiede
    finde ich Leistungsdobis ziemlich gut beschrieben.
    Die Übergänge sind zwar mitunter fliessend, aber es wurde glaube ich noch gar nicht gesagt ob es sich um einen Schaudobi handelt. Der wäre wahrscheinlich noch schlechter vergleichbar.

    sorry, das ist gefühlt schon ewig her, aber ich kam nicht eher zum antworten..

    mir ging es gar nicht um den Vergleich Malinois-Dobermann.. Ich wollte nur sagen, dass man die Einordnung eines Hundes als 'leichtführig' oder 'einfach' nicht pauschal treffen kann, sondern dass man das immer in Relation zu dem jeweiligen Mensch sehen muss..

    und natürlich ist mein Mali halterfixiert, gar keine Frage, der ist ein Muttersöhnchen durch und durch.
    Aber der spielt sich bei Leuten, die selbst auch solche Hunde haben, und daher auch mit deren Art zurecht kommen, nicht mal annähernd so auf, wie bei meiner Mama. Und die kennt er teilweise deutlich weniger, sieht sie seltener, als meine Mama..

    @Cookie0305, wie hat dein Freund denn die ersten Male danach reagiert? Hat er irgendwas positives gemacht?

    Der Grund weshalb ich frage: Mia knurrt und bellt meine Eltern an, wann immer sie sie sieht..
    Das fing so an: Mia hat sie als junger Hund wohl mal im Keller angetroffen und sich (ich nehme an) erschreckt und darauf hin geknurrt und gebellt. Reaktion meiner Eltern 'ja, was bist du denn für eine Süße? Du muss doch keine Angst haben.. *Kekse in den Hund*'.

    Mia hat das abgespeichert. Sie knurrt und bellt und es gibt Futter. (Alle Versuche der Gegenkonditioniertung scheitern daran, dass es meine Eltern einfach Null stört.)
    Das Knurren und Bellen ist durchaus sehr massiv, laut, energisch, vom tiefsten Inneren.. An ihrer Körperhaltung sieht man aber deutlich, dass es einfach nur ein Schauspiel ist, die ist durch und durch freundlich in der Situation.

    ganz ehrlich: ich würde mir da einen Trainer suchen, der WIRKLICH Ahnung von diesem Hundetyp hat.. Die Gebrauchshunde sind ja doch was spezieller, was du ja jetzt schon festgestellt hast... mit welchen Qualifikationen hat die Tierärztin ihn denn empfohlen?
    Und ja, mich würde es auch stutzig machen, wenn man über ihn so gar nichts findet.. einfach, weil man dann auch keinen Überblick über seine Qualifikationen hat, darüber, mit welchen Hunden er so arbeitet..

    und was ich vor ein paar Tagen über nen anderen Trainerbesuch gelesen habe: du erwatest eine genaue Auflistung was du mit diesem Hund machen kann, wie viel spazieren gehen, wie viel trainieren, wie viel was auch immer..

    mach dich davon frei, dass das Training so aussehen wird, dass der Trainer dem Hund irgendwas beibringen wird..
    in erster Linie müsst ihr lernen, einen solchen Hund zu führen..
    ihr werdet euren ganzen Umgang, euer ganzes Denken in Bezug auf diesen Hund umstellen müssen. Es wird nicht einfach damit getan sein, dem Hund ein Abbruchkommando beizubringen. Ihr müsst viel mehr in der Lage sein, dass auch IMMER durch zu setzen..
    Und zwar nicht nur, wenn der Junghund mal rumhüpft, sondern auch, wenn der erwachsenen Hund darauf mal absolut keinen Bock hat..

    Irgendwie klingen die Beiträge nicht so, als wäre euch klar, dass ihr wirklich ALLES umstellen müsst :ka: Aber da kommt kein Trainer, trainiert mich euch ein paar Mal und der Hund ist wie ausgewechselt.. ihr müsst euch ändern..

    Irgendwo habe ich gelesen, dass andere Besitzer von Dobermännern nicht solche Probleme haben, da sie wohl einfach 'mehr Glück' hatten. Macht euch davon frei, dass immer die anderen die einfachen Hunde haben..
    Ich dachte auch sehr lange, mein Mali wäre totaaaal einfach. Ich weiß nicht, wie oft ich das hier geschrieben habe.. Dass er total einfach ist im handling, leichtführig, hat mich nie in Frage gestellt, quasi Mali-light.
    Joa und dann war ich drei Monate unter der Woche weg und meine Mama hat ihn in den Garten gelassen (keine Sorge, sie hat mit ihm NIE das umzäunte Grundstück verlassen). |) Fragt man sie, ist er die Vorstufe zur Hölle. :hust: Er nimmt sie halt Null ernst, tanzt ihr auf der Nase rum und macht, was ER will. Er nimmt sich bei ihr Sachen raus, die er bei mir nie auch nur angetestet hat.. Und jetzt ist meine Mama (logisch) deutlich älter als ich und sicher kein inkonsequenter Mensch. Aber sie kommt halt einfach gar nicht mit diesem Hundetyp zurecht.
    Der gleiche Hund, aber eine völlig gegensätzliche Beschreibung und ein komplett anderes Verhalten.


    und auch wenn du das jetzt sicher nicht hören willst: wenn du dich bzw alle, die mit dem Hund umgehen sich, nicht komplett ändern kannst und willst, dann wäre es wirklich das Beste für den Hund, ein neues zu Hause zu suchen. Und zwar besser noch heute als morgen.
    Noch ist es ein Junghund, noch bekommt man das Verhalten wahrscheinlich verhältnismäßig leicht in den Griff. Aber je älter er wird, und je mehr sich das festsetzt und umso massiver das wird, umso schwerer wird es..
    Und wenn es nen Vorfall gab und der Hund eventuell Auflagen bekommt, wird es natürlich noch ungleich schwerer...