ganz ehrlich: ich würde mir da einen Trainer suchen, der WIRKLICH Ahnung von diesem Hundetyp hat.. Die Gebrauchshunde sind ja doch was spezieller, was du ja jetzt schon festgestellt hast... mit welchen Qualifikationen hat die Tierärztin ihn denn empfohlen?
Und ja, mich würde es auch stutzig machen, wenn man über ihn so gar nichts findet.. einfach, weil man dann auch keinen Überblick über seine Qualifikationen hat, darüber, mit welchen Hunden er so arbeitet..
und was ich vor ein paar Tagen über nen anderen Trainerbesuch gelesen habe: du erwatest eine genaue Auflistung was du mit diesem Hund machen kann, wie viel spazieren gehen, wie viel trainieren, wie viel was auch immer..
mach dich davon frei, dass das Training so aussehen wird, dass der Trainer dem Hund irgendwas beibringen wird..
in erster Linie müsst ihr lernen, einen solchen Hund zu führen..
ihr werdet euren ganzen Umgang, euer ganzes Denken in Bezug auf diesen Hund umstellen müssen. Es wird nicht einfach damit getan sein, dem Hund ein Abbruchkommando beizubringen. Ihr müsst viel mehr in der Lage sein, dass auch IMMER durch zu setzen..
Und zwar nicht nur, wenn der Junghund mal rumhüpft, sondern auch, wenn der erwachsenen Hund darauf mal absolut keinen Bock hat..
Irgendwie klingen die Beiträge nicht so, als wäre euch klar, dass ihr wirklich ALLES umstellen müsst
Aber da kommt kein Trainer, trainiert mich euch ein paar Mal und der Hund ist wie ausgewechselt.. ihr müsst euch ändern..
Irgendwo habe ich gelesen, dass andere Besitzer von Dobermännern nicht solche Probleme haben, da sie wohl einfach 'mehr Glück' hatten. Macht euch davon frei, dass immer die anderen die einfachen Hunde haben..
Ich dachte auch sehr lange, mein Mali wäre totaaaal einfach. Ich weiß nicht, wie oft ich das hier geschrieben habe.. Dass er total einfach ist im handling, leichtführig, hat mich nie in Frage gestellt, quasi Mali-light.
Joa und dann war ich drei Monate unter der Woche weg und meine Mama hat ihn in den Garten gelassen (keine Sorge, sie hat mit ihm NIE das umzäunte Grundstück verlassen).
Fragt man sie, ist er die Vorstufe zur Hölle.
Er nimmt sie halt Null ernst, tanzt ihr auf der Nase rum und macht, was ER will. Er nimmt sich bei ihr Sachen raus, die er bei mir nie auch nur angetestet hat.. Und jetzt ist meine Mama (logisch) deutlich älter als ich und sicher kein inkonsequenter Mensch. Aber sie kommt halt einfach gar nicht mit diesem Hundetyp zurecht.
Der gleiche Hund, aber eine völlig gegensätzliche Beschreibung und ein komplett anderes Verhalten.
und auch wenn du das jetzt sicher nicht hören willst: wenn du dich bzw alle, die mit dem Hund umgehen sich, nicht komplett ändern kannst und willst, dann wäre es wirklich das Beste für den Hund, ein neues zu Hause zu suchen. Und zwar besser noch heute als morgen.
Noch ist es ein Junghund, noch bekommt man das Verhalten wahrscheinlich verhältnismäßig leicht in den Griff. Aber je älter er wird, und je mehr sich das festsetzt und umso massiver das wird, umso schwerer wird es..
Und wenn es nen Vorfall gab und der Hund eventuell Auflagen bekommt, wird es natürlich noch ungleich schwerer...