Beiträge von miamaus2013


    Ich bin mir sicher, wir meinen das Gleiche und haben es nur unterschiedlich ausgedrückt.


    Zur Verdeutlichung: meine Hunde kennen auch ein Signal, bei dem sie nicht mich anschauen sollen, sondern eine Hürde oder ein Gerät in den Fokus nehmen sollen und egal was ich mache, der Fokus soll auf der Hürde oder dem Gerät bleiben.

    Das Gegenteil will ich natürlich beim Spaziergang. Da dürfen und sollen sie natürlich Reize wahrnehmen, aber dann eben ihre Aufmerksamkeit vom Reiz weg zu mir lenken.

    Manchmal muss man beim Training improvisieren :D


    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.



    Gestern war der kleine Hund so brav.

    Waren mit einer Freundin spazieren. Die Hunde sind ein bisschen vor gelaufen. Loki war am weitesten vorne, schaut in einen Tampelpfad rein, bleibt stehen, dreht sich zu mir um und kommt zu mir. Durch Gebüsch konnten wir nicht in den Trampelpfad schauen.
    Er ist noch auf dem Weg zu mir, da läuft ein Mann mit angeleintem Hund aus dem Trampelpfad.
    Loki hat also den Hund gesehen und sich aktiv dazu entschieden, zu mir zu kommen. :applaus:
    Es geschehen noch Zeichen und Wunder. :D

    Warum soll dein Hund dich bei Ablenkung anschauen?

    Was ist das für eine Ablenkung?


    Ich nehme zb ganz gerne das Bellen anderer Hunde als Signal, das meine Hunde mich anschauen, weil das zum einen den Fokus vom anderen Hund nimmt und mir die Möglichkeit gibt, andere Signale zu geben.
    Und weil es die Erwartungshaltung vom Hund weg zu mir bringt.
    Ist für mich und meinen Alltag einfach angenehmer, wenn der Mali zb mich anschaut, wenn er angepöbelt wird, als dass er die imaginären Ärmel hochkrempelt und sich den anderen vorknöpfen will.

    Genauso wenn meine Hund ein Stück vorlaufen und ihnen zb ein Fahrrad entgegen kommt, dass sie zuerst sehen. Dann schauen sie mich auch an, nehmen so Kontakt zu mir auf und sind dann bereit für weitere Signale. Entweder nen Rückruf oder ein „bleib wo du bist“.
    Auch da: ist für mich und meinen Alltag mit mehreren Hunden einfacher, wenn sie dann selbstständig Kontakt zu mir aufnehmen. Weil ich dann nicht so die Umgebung scannen muss, sondern die Hunde sich um Zweifel selbstständig zu mir umorientieren.

    Sie dürfen den Reiz natürlich auch ruhig anschauen, das belohne ich durchaus im jungen Alter auch. Aber das von mir gewünschte Endergebnis ist eine Umorientierung zu mir, schlicht weils für mich einfacher ist.

    Mal als Beispiel: Rehsichtung mit Ares und Kalle. Ares schaut das Reh ja auch an. Aber die Belohnung gibt’s für die Umorientierung zu mir.

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Mal als Beispiel:

    Mein Hund kann zB bis heute kein zuverlassiges "Platz". Ich brauche es einfach nicht. Ich weiß, wie man es trainiert, mir sind aber andere Dinge wichtiger. 🤷🏻


    Meine Hunde lernen das zb nur, weil wir für den Sport die BH brauchen.. aber ich bin mir sicher, so adhoc können das meine erwachsenen Hunde sicherlich nicht mehr. Brauchen wir eben auch einfach nicht.

    Ist es wirklich wichtig, dass ein junger Hund lange sitzen kann? Ein Hund lernt ein Leben lang. Lange sitzen können ist am Ende auch nur ein Trick.


    Ganz genau das.
    Mein junger Border (9 Monate) kann weder ein sicheres Sitz noch ein sicheres Platz. Es sind halt einfach nur Tricks und ich bin mir sicher, er lernt das noch. Für die BH. Danach reicht mir ein Alltagssitz völlig.

    Wir haben dafür andere Dinge schön geübt, die für uns und unseren Alltag wichtig sind. Wie zb ruhiges Verhalten in ner Hundesportumgebung. „Einfach“ nur rum liegen, zu niemandem hingehen. Aber auch das: wir brauchen das für unseren Alltag. Andere brauchen das in einem anderen Alltag natürlich nicht.
    Daraus entwickelt sich dann die Zusammenarbeit in einer solchen Umgebung, der Fokus auf mich.
    Es wäre halt ziemlich vermessen, Zusammenarbeit und Fokus auf mich in einer solchen Umgebung zu verlangen, wenn die reine Situation den Hund schon komplett überfordert.
    Daher: ein Schritt nach dem andern.

    Sitz und Platz üben wir dann irgendwann kurz vor der BH. :hust:

    Warum ist es dir denn so wichtig, dass dein Hund Tricks wegen „der Beziehung“ zu dir ausführt und nicht, weil er eine Belohnung im Hinterkopf hat?

    Bei Tricks geht’s mir gar nicht so darum. Eher beim unterwegs sein, das er mir folgt, auch ohne das er erwartet gleich ein Leckerli zu bekommen.

    Oder eben auch Sitz und Platz durchhält, ohne Erwartungshaltung.


    Aber Sitz und Platz sind Tricks. Und lange sitzen oder liegen bleiben ist besonders für junge Hunde echt schwierig.

    Was genau meinst du mit „Folgen“. Aus dem Alter des Folgetriebs ist dein Hund ziemlich sicher raus.

    In der Regel ist es schlicht und ergreifend erlerntes Verhalten, wenn der Hund draußen seinem Menschen folgt. Und somit auch wieder ein Trick. =)


    Viele Hunde würden draußen viel lieber was anderes machen, jagen gehen, andere Hunde aufmischen, aber haben gelernt, dass sie bei ihrem Menschen bleiben sollen.

    Ich nehme dafür einfach das echte Leben. Schnupperstellen, Passanten, Autos ... und ich trainiere das immer, wenn ich mit dem Hund unterwegs bin.

    Ok, und was soll der Hund tun? Bringst du ihn in den Sitz und er soll es sich ruhig ansehen? Oder lenkst du ihn ab?

    Ersteres machen wir idr. Bei Autos. Zweites bei Hunden, Fahrradfahrer usw.


    Ich möchte zb einfach nur ruhiges Verhalten. Mir ist egal, ob der Hund steht, sitzt oder liegt, er soll sich einfach ruhig Verhalten. Nicht dahin ziehen, kein Jagdverhalten, kein Hüteverhalten zeigen.
    Mich anschauen gibt extra Kekse. =)

    Ablenken mache ich nicht, also ich halte dem Hund den Keks nicht vor die Nase. Sondern bei gutem Verhalten gibt es mein Markerwort (für Futter kommt zu dir) und meine Hunde bekommen den Keks.

    Ich möchte dir gern glauben. Es würde es auf jeden Fall deutlich einfacher machen. Leider gibt es genau zwei gegenteilige Aussagen, was es ohne Erfahrung schwer macht.


    Warum ist es dir denn so wichtig, dass dein Hund Tricks wegen „der Beziehung“ zu dir ausführt und nicht, weil er eine Belohnung im Hinterkopf hat?


    Das ist nicht provokant gemeint, ich möchte es wirklich gerne verstehen, weil ich das so gar nicht nachvollziehen kann.

    Hier gibt es für Tricks (nichts anderes ist Sitz/Platz/Rückruf) eine Belohnung. Genauso wie meine Hunde auch zb im Agi nach dem Lauf ihre Belohnung bekommen.

    Das heißt nicht, das ich bei meinem 9 Jahre alten Rüden jedes Sitz belohne oder er ohne Keks in der Hand kein Sitz macht. Aber in schwierigen Situationen, zb wenn er aus kurzer Distanz angepöbelt wird und trotzdem sitzen bleibt wie heute Morgen, bekommt er auch mal ne Handvoll Kekse fürs Sitz. Und ja, gelegentlich bekommt er auch mal nur so fürs Sitzen nen Keks.

    Mein junger Border Collie, 9 Monate alt, wird noch in vielen vielen Situationen für sein gutes Verhalten belohnt. Einfach, weil ich persönlich gutes Verhalten gerne großzügig belohne, weil der Hund so weniger „frei fliegt“ und weniger auf schlechte Ideen kommt.
    (Stichwort Lerntheorie: was sich lohnt an Verhalten wird häufiger gezeigt.)


    Beziehung zu seinem Hund hat wenig damit zu tun, wie gut oder schnell oder sicher der Hund Tricks ausführt. Es gibt einige Einsatzgebiete von Hunden, da wird ganz gezielt drauf geachtet, dass diese Hunde auch bei völlig fremden Menschen sehr komplexe Aufgaben erledigen. Da hat das Null mit Beziehung zu tun. Da weiß der Hund einfach, was er machen soll. Und das am Ende seine Belohnung wartet. ;)