Momo und Lotte ich habe keine Lösung, aber ich bewundere dein Problem ![]()
Beiträge von miamaus2013
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Für mich ist da die Frage dann auch immer, was ist Charakter und was ist das Alter?
Ich habe z.B. das Gefühl, Lima wird nie einfach ignorant an anderen Hunden vorbei laufen. Mit viel Training und Geduld wird es vielleicht irgendwann klappen, dass sie im Kommando an anderen vorbei geht. Aber von sich aus ignorant? Das wäre einfach nicht sie...
Ja diese Ignoranz anderen Hunden gegenüber ist bei Kalle einfach Charakter. Er ist einfach so und ich habe das Gegenteil nie gefördert oder forciert.
Aber wirklich auch das Selbstbewusstsein und die Selbstsicherheit zu haben, „allein“ ohne meine Rückendeckung an für ihn fremden Hunden vorbei zu laufen ohne zu fiddeln oder eine andere Konfliktlösungsstrategie zu zeigen ist für mich auch schon teilweise „erwachsen sein“.
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Kalle benimmt sich mit seinen 13 Monaten schon so erwachsen und abgeklärt, dass es fast erschreckend ist…
Habe am Wochenende mal Hundebegegnungen ohne Leine getestet, auf den Turnieren geht das ganz gut, weil man die Leute ja doch irgendwie kennt und sich gut absprechen kann. Bisher habe ich ihn dann immer zu mir genommen und eng bei mir laufen lassen, das funktioniert problemlos. Aber auch wenn ich ihn ihm Freilauf lasse, lässt er sich problemlos einfach vorbei schicken und läuft einfach komplett ignorant an anderen Hunden vorbei. Engste Distanz waren so zwei Meter zwischen ihm und dem anderen Hund.
Bei nem Spaziergang haben wir zwei andere Junghunde gesehen, die er kennt und die miteinander gespielt haben. Auch da ließ er sich ziemlich einfach davon abhalten, dahin zu flitzen und mit zu spielen.
Und auch sonst bin ich einfach nur zufrieden mit dem kleinen Hund.
Von mir aus dürfte er gerne einfach ganz genau so bleiben.

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Ich habe ja in dem anderen Thread schon was zum Thema Aggressionsverhalten gesagt, aber ich habe mich da am Wochenende auch noch mal mit ner Freundin drüber unterhalten und will dazu noch mal was sagen:
Ich glaube wirklich, wenn man bisher nur Hunde ohne nennenswertes Aggressionsverhalten hatte, kann man sich gar nicht so richtig vorstellen, was das WIRKLICH bedeutet..
Ich hab’s ja umgekehrt: Ares (Mali) als Hund mit Aggressionsverhalten, wo man immer in unterschiedlichem Maß vorsichtig sein muss und aber letztendlich sicher weiß: wenn der Hund im Zweifel mal mit wirklichem Aggressionsverhalten reagiert, endet das in einer Katastrophe und es steht im Endeffekt auch sein Leben auf dem Spiel..
und jetzt seit knapp 10 Monaten Kalle (Border Collie) ohne nennenswertes Aggressionsverhalten..
das ist wirklich eine komplett andere Hausnummer.. so im Sinne von: wie führe ich den Hund, was für ne Verantwortung trage ich, wie schädlich ist mein Hund im Zweifel für die Umwelt, welche und wie viele Freiheiten kann ich meinem Hund zugestehen…
So rum ist die Umstellung glaube ich nicht so tragisch, weil es bei Kalle ja nicht schadet, wenn er genauso eng geführt wird wie ein Hund mit ernsthaftem Aggressionsverhalten..
Aber bei allem Gehorsam, bei aller Umweltsicherheit, bei aller Coolness, bei all seinem grundsätzlich seeehr entspannten Charakter, wird Ares dennoch einfach NIE so viele Freiheiten haben können wie Kalle. Einfach, weil er im Zweifel umschlägt und das in einer Katastrophe enden kann.
Also ich denke, von Hunden ohne Aggressionsverhalten zu Hund mit Aggressionsverhalten ist die Umstellung schon krass.. weil man einfach das gesamte Handling Umstellen muss…
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Froeschle mein erster Fahrradfahr-Versuch mit Ares endete damals auch damit, dass der quasi sofort in den Zug ging (ohne Springer).
Habe das dann gleich abgebrochen, an Richtungskommandos, Lauf- und Stoppkommando gearbeitet und ihn im Zug an nen Scooter gehängt.

Erst später haben wir dann auch ordentliches am Fahrrad laufen geübt, ohne Zug. Da gabs dann schlicht ein anderes Kommando und nen sofortigen Abbruch, wenn er doch mal in den Zug fallen wollte.
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So als Außenstehender kriegt man da ja recht wenig mit, aber gerade jetzt wieder hat man ja eine Gruppe die ins Erdbebengebiet geht auch im TV gesehen und da waren dann doch recht wenige Jagdhunde in der Staffel (und dass man für Trümmer eh nochmal andere Anforderungen, allein schon körperlich, an den Hund hat wie sonst auf der Fläche ist mir auch klar). Und das liegt wohl nicht daran, dass ein Jagdhund so prinzipiell nicht für Nasenarbeit geeignet ist (hab ja selbst aus genau diesem Grund einen Jagdhund).
Auf den Bildern aus der Türkei habe ich zb recht viele Malis und andere Schäferhunde gesehen.
Macht für mich bei Trümmern auch Sinn. Irgendwie haben speziell Malis schon ein anderes Gefahreinschätzungsbewusstsein wie andere Hunde und sind eh irgendwie leicht suizidal veranlagt.

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Habe ich auch schon erlebt.
Nicht immer, nicht überall, aber ja auch schon.
Diskussionen hat es auch nach sich gezogen, verständlicherweise.
In der Regel laufen im Training die Hunde, die ein Jagdproblem haben am Ende. Dann ist alles Wild draußen. In der Prüfung muss immer ein weißer Hund als erster (außer Konkurrenz) laufen, damit alle Prüflinge die gleichen Bedingungen haben.
Sorry aber das schockiert mich grade echt..,
Das kann doch nicht der Sinn der Sache sein..
Mal ganz deutlich gesagt: der Hund wird in künstlich wildreinem Gelände geprüft und geht danach in den Realeinsatz, um ein Menschenleben zu retten..
Und wenn das Gebiet nicht wildrein ist, kann es passieren, dass der Hund lieber lustig hetzen geht, statt seinen Job zu machen und den Menschen zu finden, weil man in den Prüfungen eben nie dahingehend geprüft und überprüft hat, wie der Hund auf eine solche Ablenkung regiert?

Ich glaube ich packe mir in Zukunft mal lieber nen GPS-Tracker ein, wenn ich in abgelegenen Gebieten wandern gehe

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Die Erkenntnis des (Turnier)Wochenendes: Kalle ist wie ein Gasherd - aus ist aus und an ist an.

Ausgeschaltet ist er soo entspannt in der Halle. Ist einfach da, bleibt in der Nähe, auch wenn man ihn nicht fest hält, sagt vlt mal nem Hund, der bei ihm rum steht, nett Hallo, aber geht nicht einfach zu vorbei laufenden Hunden hin, er ist so nett und höflich und charmant mit anderen Hunden. Die Atmosphäre macht ihm gar nix aus, weder verunsichert ihn das, noch dreht ihn das auf.
Wenn man ihn so rumliegen sieht, könnte man echt denken, so wirklich Bock hat er auf AGI vlt einfach nicht…
Und dann schaltet man ihn an und er ist einfach SOFORT da und voll fokussiert und gibt einfach alles, ohne auch nur einen Blick rechts und links. Und dann kommt auch wieder sein Motto durch: es gibt nur ein Gas - Vollgas.

Hatte ihn kurz mit im Einspringbereich. Und trotz anderer Hunde um ihn rum arbeitet er einfach, als wäre er komplett alleine auf dem Platz und in der Halle.
Und dann schaltet man ihn wieder aus und er dümpelt wieder rum, liegt entspannt rum, als würde er nie was anderes machen.

So liegt er einfach in der Halle rum
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Wo finde ich schöne, schlichte Lederhalsbände (gerne Zugstopp /Martingale) mit Fettlederleinen?
Und wie dick müssen Fettlederleinen sein, damit sie meine Spinner halten? (Schäferhunde)
Für Ares habe ich ne 8 mm Leine von Maly-Leder.. ich mag Leinen gerne möglichst schmal.
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Lionn wenn du mit deinem jungen Hund eher Ambitionen hast, Turniere zu laufen, dann würde ich auch eher mit ihm das Seminar machen..
10 Monate ist doch eigentlich auch ein gutes Alter, auch um Distanzarbeit zu etablieren.