Beiträge von Ninma

    Na dann sollten wir Leinenführigkeit definieren :D Für mich bedeutet Leinenführigkeit das der Hund nicht ziehen darf, aber die Gesamtlänge der Leine ausnutzen darf. Nicht mehr und nicht weniger. Schnüffeln dürfen die Hunde immer. Möchte ich das nicht nehme ich die Leine kürzer und wir gehen zügig, die Hunde laufen dann automatisch in meinem Tempo mit. Hat bei all meinen Hunden immer gut funktioniert und ist mein Anspruch und für mich wichtig, wie schon gesagt ist mir Halsband zu gefährlich und kommt nicht in Frage.

    Meine Hunde laufen nur am Geschirr. Am Halsband geht zumindestest meine Hündin ein wenig ins Meideverhalten, obwohl wir nie über Leinenruck gearbeitet haben, für meinen ängstlichen Rüden wäre mir Halsband zu gefährlich.

    Für den Hund sollte es keine Rolle spielen, leinenführig ist leinenführig, egal ob Halsband oder Geschirr.

    Habe mir auch ein paar Videos angesehen, irgendwie ohne gutes Gefühl, keine Ahnung warum. Sieht natürlich beeindruckend aus wenn so viele Hunde neben einem gehen.

    Allerdings sind mir Hundeschulen wo ich meinen Hund einfach abgeben kann und ihn erzogen zurückbekomme immer suspekt.

    Vielleicht regt er sich darüber auf wenn die anderen ihn keine Aufmerksamkeit schenken und seine Schönheit nicht bewundern :D

    Ich würde mal Tagebuch führen, vielleicht findest du einen gemeinsamen Nenner.

    Meine Hündin hasst Hunde an Flexieleinen, am Fahrrad und Hunde die unerzogen erscheinen. Hat auch eine Weile gedauert bis ich das rausgefiltert habe.

    Voraussetzungen sind die gleichen als wenn Du einen Hund adoptieren möchtest. Der Verein führt eine Vorkontrolle bei Dir durch und schaut welcher Hund zu Euch passt.
    Ich bin durch Zufall durch Bekannte von Bekannten an den Verein gekommen. Wichtig das Du darauf achtest das der Hund alle nötigen Einreisepapiere hat, je nachdem aus welchem Land er kommt. Theoretisch sollten Dir keine Kosten entstehen, bei meinem Verein werden Futter, Tierarztkosten und Haftpflicht übernommen. Wobei Futter die meisten selbst zahlen. Die Hunde müssen vom Flughafen abgeholt werden.
    Ansonsten hatte ich schon die verschiedensten Hunde hier, ich wusste vorher immer relativ viel, aber trotzdem sind es kleine Überraschungspakte. Die ersten zwei Wochen sind oft anstrengend und rauben einem die Nerven. Du brauchst Geduld und darfst nicht zu viel erwarten. Wenn alles sich eingespielt hat kommen meistens Interessenten und Du solltest den Hund auch abgeben können. Es ist nicht immer leicht, aber auch schön.
    Wir haben auch Pflegefamilien die ohne Garten im Mehrfamilienhaus wohnen, da muss nur der richtige Hund hin. Ich persönlich finde meinen Garten viel schöner, gerade wenn ich Welpen in Pflege habe oder ängstliche Hunde.
    Ob Du zum Pflegestellenversager wirst liegt an Dir, ich glaube es ist schon relativ häufig. Ich habe einen Angsthund der kaum vermittelbar war behalten, ihn hätte ich nie gehen lassen können. Seither weiß ich das ein dritter Hund auf Dauer nicht geht und kann die Pflegies prima in ihr neues Glück ziehen lassen.

    Lob ist doch eine Belohnung und eine Belohnung ist Lob ... jedenfalls für mich.

    Was Lob oder und Belohnung ist hängt doch vom Hund und von der Situation ab. Meinen Rüden kann man super über Streicheleinheiten belohnen, das ist sein höchstes Glück. Meine Hündin würde mir zumindest im Arbeitsmodus einen Vogel zeigen wenn ich sie streichele, da tut ein Leckerlie bessere Dienste. Bei ihr darf ich auch nicht zu sehr stimmlich loben, entweder überdreht sie oder bricht ihr Verhalten ab. Mein Rüde ist super durch Stimme zu motivieren. Was aber beide lieben, wenn wir uns nach einer längeren Trainingseinheit (Belohnung mit Leckerlies) einfach freuen, eine kleine Party mit hüpfen und springen oder auch mal ganz leise glücklich sein und kuscheln.
    Wobei mir ehrlicherweise auch manchmal auffällt das es gerade im Alltag viel leichter ist fix ein Leckerlie zu geben, hinterher denke ich oft das ein wenig mehr Emotion besser wäre. Ich arbeite dran :)

    Ich habe damals ein Jahr rumgehampelt bei der Auswahl eines Zweithundes und am Ende kam es doch ganz anders :D Zu meiner Schäferhündin wollte ich gerne einen Collie oder Colliemix, ich dachte das passt gut vom Temperament zusammen, gleiche Interessen, ein wenig Sport und sonst zwei Mädels für die Familie. Irgendwann kam wirklich ein Colliemix aus dem Tierschutz, ca 5 Monate .... nur das sie irgendwie zu klein blieb und ganz schön Pfeffer im Hintern hatte, gerne kläffte ... hatte man wohl das Border vor dem Collie nicht erkannt :shocked: Aber im Grunde war es perfekt, mit 50 cm die perfekte Größe, aktiv, lernbereit und eine Lebensaufgabe, das was ich immer wollte. Das die Mädels so unterschiedliche Interessen haben war nie ein Problem, man findet immer etwas was gemeinsam Spaß macht. Inzwischen lebt noch ein großer Rüde hier Husky-Podimix, wieder ein völlig anderer Hund, mit anderen Interessen, aber er passt perfekt zu Borderömi.
    Mit meinen beiden Hunden lebt ja öfter ein Pflegewuffi hier, da hatte ich schon alles vom Chi bis Schäferhund. Ich muss aber sagen 3 große Hunde sind nicht meine Welt, schon alleine weil wir auf dem Bürgersteig Überbreite haben, das Auto ist voll, die Couch ist voll und mal fix durch den Ort wird schwierig. So ein kleiner Dritter ist kein Problem, zur Not läuft der unterm dem Bauch von meinen Rüden.

    Die unterschiedlichen Wesenseigenschaften waren nie ein Problem, sondern eher eine Bereicherung.

    Dieses Schwein das grunzt hatten wir auch mal, es war furchtbar. Wie gesagt meine Hündin liebt Quitschies, aber mit diesem Schwein rannte sie stundenlang heulend durch die Wohnung, sie hat es behütet und kaum aus den Augen gelassen. Etwas ähnliches hatten wir mal mit einer Ente, die hat sie dann irgendwann eingegraben und die Stelle auch verteidigt. Wir haben die Viecher dann entsorgt, das war mir zu extrem. Keine Ahnung, das erinnerte schon an Scheinschwangerschaften, aber da war sie schon fast 10 Jahre kastriert.