Beiträge von Ninma

    Ich denke eher das es daran liegt das die Hunde nicht stubenrein sind. Natürlich reichen weder die Anzahl noch die Länge der Spaziergänge für einen Wohnungshund aus, egal welche Rasse. Theoretisch kann ein Hund 12 Hunde aushalten, aber das ist keineswegs gesund und für die Hunde keineswegs angenehm.

    Ich würde auch ertmal keine Kritik üben, damit stösst du wahrscheinlich nur auf Abwehr. Aber erzähl doch das Du Spaß daran hättest mit den Hunden rauszugehen und zieh mit den Hunden los. Weder Dir noch den Hunden ist es zuzumuten mit den Hinterlassenschaften in der Wohnung zu leben. Stört das den Besitzer nicht ?

    Bauchgurt oder Umhängeleine sind sicher gut, aber ich sehe das Problem eher im Leinengetütel. Ich hatte letztes Jahr eine Angsthündin in Pflege, für sie hatte ich die Leine um den Körper (also Umhängeleine ), dazu meinen Rüden der nicht frei laufen kann und meine Ömi . Das wäre alles kein Problem gewesen, wenn ich die Hälfte des Spazierganges nicht damit beschäftigt wäre die Leinen zu entwirren. Und das obwohl kein Hund an der Leine gezogen hat. Mit dem Bauchgurt fand ich mich noch unbeweglicher, wären 2 Leinen fixiert gewesen wäre das unmöglich gewesen. Halte ich sie in der Hand ist mir das entwirren schon in Fleisch und Blut übergegangen.
    Ich denke das wäre nur möglich wenn jeder Hund lernt auf seiner Seite zu bleiben.

    Ich habe ja nun eine Hündin hier die an der Leine pöbelt und einen Rüden der Angst vor Menschen hat. Wir gehen immer mal wieder in eine Hundebegegnungsgruppe in der Hundeschule. Und ja natürlich klappt das super, die Hunde kennen die Trainingssituation und spulen ihr Programm ab. Sie wissen das die anderen Hunde unter Kontrolle sind und nichts passieren kann. Trotzdem denke ich das es etwas bringt und sei es nur eine positive Erfahrung. Im Alltag macht sich das bemerkbar. Meine Hündin pöbelt inzwischen nur noch in sehr engen Situationen und bei unerzogenen Hunden, vorrangig Labbis ;)

    Ich gehöre auch zu den Kandidaten die dann die Straßenseite wechseln, wenn meine Hunde sich bedrängt fühlen, möchte ich ihnen den Raum geben, den sie brauchen. Das hat nichts damit zu tun das sie aggressiv sind, sondern das ich ihre Bedürfnisse erkenne und darauf Rücksicht nehme. Warum jemand die Straßenseite wechselt kann auch tausend andere Gründe haben und muss überhaupt nichts mit dem entgegenkommenden Hund zu tun haben. Schön sind dann die Hundehalter die einem hinterherlaufen und Guten Tag sagen wollen oder ihre Hunde extra ableinen, weil ich sonst zu schnell weg bin. Das hat mich gerade bei meiner Hündin um Monate zurückgeworfen.

    Sehr hübsche Maus. Die Mama sieht sehr ängstlich aus ?

    Ich würde auch auf Pointer-Brackemix tippen, vielleicht Kurzhaar. Ich hatte einmal ein Pointermädel in dem Alter in Pflege, ihr werdet Euren Spaß haben :D

    Mit Jagdtrieb würde ich rechnen, zum einen ist sie noch sehr jung, zum anderen fehlt im Ausland oft die Möglichkeit das zu testen. Selbst in Pflegefamilien wird selten spazierengegangen und Rehchen hüpfen da nicht so viel rum. Aber Pointer sind tolle Hunde.

    Das ist natürlich blöd und ich kann verstehen das Du Dich nicht unter Druck setzten lassen willst. Etwas Bedenkzeit sollte schon selbstverständlich sein.

    Versprich Dir von einem Zusammentreffen von Deiner Hündin und einem Welpen aber nicht zu viel. Als ich damals zu meiner Hündin einen Welpen holte ( war aber ein älterer Tierschutzwelpe aus einer Pflegestelle ) sind versehentlich alle Welpen auf sie zugestürmt. Das war so nicht geplant, aber passiert. Meine Hündin ist vor Schreck unter die Couch geflüchtet und als Welpeline nur noch alleine da war zeigt sie nicht viel Interesse. Warum auch, Ignoranz ist hier immer noch die beste Welpenerziehung. Meine jetzigen Hunde ignorieren Welpen hier auch erst einige Tage.

    Ich glaube vieles liegt auch daran was man aus seinem Hund macht, wie man ihn fördert und fordert. Mein Rüde Podencomix ist ja recht ängstlich und im ersten Jahr sagte man ihm nach er könnte nichts lernen. Selbst ich habe immer gesagt, er ist ein wenig doof :headbash: Er schien nichts zu begreifen, vielleicht Sitz, aber Leckerlie suchen, apportieren, Tricks nööööö. Da ich ja noch eine typische Bordermixhündin habe ( immer übermotiviert ) habe ich ihm einfach immer wieder mit motiviert, ihm einfach immer und immer wieder neue Dinge angeboten, kleinste Schritte belohnt ... wenn nicht dann nicht, wenn doch juchuuuuuu. Nach 2 Jahren hat es klack gemacht und von da an entwickelte er sich zu einer Intelligenzbestie. Ich führe ihn Just for Fun in verschiedenen Hundesportarten und er macht seine Sache immer Klasse, viel durchdachter als Frau Border. Er lernt gerne und kann viele Tricks, ist ein Nasentier und an guten Tagen apportiert er sogar. Es gibt aber auch Dinge die er nicht lernt, das hängt mit seinen Ängsten zusammen und hat nichts mit Intelligenz zu tun.

    Ja und zu mir hat mal eine Trainerin, die ich wegen Problemen mit meiner Bordermaus aufgesucht habe, gesagt : Schaff Dir einen doofen Hund an, dann hast Du diese Probleme nicht . Du hast einen pfiffigen Hund, also mach etwas draus.

    Ich denke beides ist für Hunde ok, soweit er trotzdem Hundekontakte hat. Es hat alles seine Vor und Nachteile und man muss auch schauen was für ein Hundehaltertyp man ist. Aber das ist ein anderes Thema.
    Meine Mädels waren auch immer als Einzelhunde glücklich, mein Rüde kennt es nur als Zweithund. Es gibt einfach Dinge die ich als Menschen meinem Hund nicht geben kann, es ist eine andere Qualität ( nicht besser und nicht schlechter). Selbst meine Mädels, die sich nicht immer grün waren liebten sich sehr und sind zusammengewachsen, das hat halt gedauert.
    Ich höre immer wie toll zwei Hunde sind, sie kuscheln zusammen und spielen jeden Tag stundenlang. Davon haben meine Beiden noch nie etwas gehört, trotzdem denkt jeder sie sind das ideale Paar. Jeder liegt auf seinem Platz und gerade meine Hündin findet Körperkontakt eher doof. Sie spielen nur alle Jubeljahre mal und dann auch nur 1 Minute. Aaaaaber sie lieben sich über alles, ich sag immer sie sind wie ein altes Ehepaar, das sich ohne Worte versteht. Sie machen alles zusammen und einer wirkt ohne den anderen allein, sie sind so verschieden und doch so ähnlich, das ist so schwer zu beschreiben.
    Ob ich wieder zwei Hunde haben werde wenn einer geht kann ich nicht sagen. Es kommt wie es kommt.

    Wenn der Hund an der Leine immer hinter mir oder neben mir gehen muss, kann er ja nicht an der Leine ziehen , woher weiß ich dann das er Leinenführig ist ?

    Meine Hunde kennen hinter mir oder neben mir gehen als Kommando für enge Situationen, für wenige Minuten, entspanntes spazieren gehen ist das nicht. Für mich ist ein Hund erst leinenführig wenn er gelernt hat sich sofort zu korrigieren sobald Druck auf die Leine kommt ... egal ob Halsband, Geschirr, 2 m Leine oder 20 m. Für alles andere gibt es ein Fusskommando, hinter mir oder Freilauf.

    Aber jeder wie es für ihn am besten passt. Ich finde schon interessant wie verschieden man das definiert.

    Bei uns ist es so das die Interessenten sich bei dem jeweiligen Vermittler melden, der schaut schon mal ob das passen könnte und trifft eine Vorauswahl. Danach wird der Kontakt zur Pflegestelle hergestellt und wir entscheiden gemeinsam.

    Der Wechsel einer Pflegefamilie sollte natürlich vermieden werden und nur im allergrößten Notfall erfolgen. Es gibt ja auch nicht immer gleich eine passende Alternative. Deshalb gut vorher überlegen.