Beiträge von Ninma

    Dackelbenny hat einen tollen Tipp gegeben. Den kann ich vielleicht sogar umsetzen und ich kann mir vorstellen, dass er funktioniert. Aber Leckerlies suchen, Sitz beibringen... das hilft nicht. Ich habs durch, wirklich. Das checkt der Hund nicht mal.

    Denn beides setzt ein Stück weit Aufmerksamkeit voraus. Der Hund ist aber 0 aufnahmefähig.

    Hat Dackelbenny nicht den Tipp gegeben ruhig zu bleiben bis das Anspringen weniger wird und dann Leckerlies suchen und Sitz ? Natürlich musst Du das erst aufbauen und ruhig trainieren. Wenn er sonst so super hört wird das doch möglich sein, denn das setzt ja ein gewisses Maß an Impulskontrolle voraus. Das bekommt ihr schon hin und nimm den Besitzer mit ins Boot.

    Nach 2 Wochen kann man noch überhaupt nichts sagen, die Maus wird noch einige Monate brauchen um überhaupt anzukommen. Ich hätte mit der Adoption auch noch gewartet, wenn ich weiß das gleich danach wieder ewig weg bin. Für den Hund, der sich dann gerade beginnt einzugewöhnen, sehr unschön. Aber gut da hilft nun kein jammern.

    Das Zusammenführen von Hund und Katze braucht oft Zeit, bei meinen damals hat es ca. 6 Monate gedauert. In den ersten Wochen war Hund immer angeleint wenn Katze ins Zimmer kam, jedes ruhige Verhalten wurde belohnt. Die Katze brauchte immer Rückzugsorte und Hund durfte keine Gelegenheit bekommen sie zu jagen. Nach einem halben Jahr waren sie dicke Freunde, bis dahin war striktes Management und Training nötig.


    Bei derartig überdrehtem Verhalten würde der Hund von mir einmal einen deftigen Anschiss (sorry für die Ausdrucksweise) bekommen und dann hat sich das.

    Das wird bei den meisten Hunden das Gegenteil bewirken, entweder springt der Hund bei so einem "aggressiven" Verhalten des Besitzer noch mehr um ihn zu beschwichtigen oder Du verstärkst das Verhalten weil es ein tolles Spiel für ihn ist. Wichtig ist die Ursache für das Verhalten zu erkennen und daran zu arbeiten. Gerade wenn der Hund überdreht ist es wichtig das der Besitzer extrem ruhig und souverän ist.

    Wenn Ihr euch draußen trefft würde ich auch versuchen ein Sitz aufzubauen. Natürlich braucht das seine Zeit. Wie wäre es zuerst ihn zuerst einige Leckerlies suchen zu lassen ? Dabei wird er Energie los und konzentriert sich auf eine kleine Aufgabe. Beim suchen sollte er ruhig werden und Du kannst evt. ein Sitz fordern, das nach und nach. Die Sucheinheiten werden nach und nach immer kürzer. Hört sich für mich an als ob der Hund nicht ausgelastet ist.

    Das ist mir in den letzten 20 Jahren zum Glück nicht passiert und wir laufen hier viel gemeinsam mit befreundeten Hunden an der Schlepp, da hier sehr viel Wild ist. Und Mehrhundehalter haben automatisch Leinenkontakte. Wobei ich Dir recht gebe, es gibt natürlich ein Risiko, genau wie ich Hunde kenne die sich beim spielen am Halsband die Luft abgeschnürt haben, noch schlimmer war verheddern im Geschirr beim Hund einer Bekannten.
    Hundeausläufe meide ich wie die Pest, solche Kontakte braucht kein Hund und zu Raufbolden lasse ich keine Kontakte zu. Würde bei einem Hund der Angst vor fremden Menschen hat auch nichts bringen, der läuft auch im umzäunten Auslauf mit einem Stück Leine dran.

    Wir gehen regelmäßig in Gruppen von 10 - 20 Hunden und Schleppe war noch nie ein Problem - natürlich muss man den Hund im Auge haben und rechtzeitig ausbremsen. Wie gesagt für mich ein wichtiger Punkt in der Erziehung das der Hund lernt an der Leine vernünftig zu kommunizieren. Kontakte im Garten reichen mir persönlich halt nicht aus, dazu wohnen wir zu weit draußen. Aber das muss jeder auch für sich selbst entscheiden und die Freiheit haben ja die Leute, ob sie ihren ihren Hund zu meinen hinlassen.

    Wir leben zum Glück in einem Land wo ich meine Hunde fast überall mitnehmen darf, sie sind meistens gerne gesehen und haben recht viele Freiheiten. Das ist in den meisten anderen Ländern nicht so, darum sollte wir das schätzen und nicht immer mehr fordern.
    Ich erinnere mich an eine Facebook-Diskussion wo sich eine Familie furchtbar darüber aufregte das ihr Hund nicht mit an die reguläre Badestelle eines Sees durfte. Sie empfanden das als Diskriminierung das sie mit Hund eine andere Badestelle nutzen sollten. Und viele andere stimmten ihnen zu. Wer Angst hat sollte halt woanders baden gehen :mute:

    Na ja, Hundekontakt würde ich auch an der Schleppleine nicht zulassen, sondern nur in freier Bewegung und natürlich unter Absprache.

    Und wie sollen dann Hunde die nicht abgeleint werden dürfen Hundekontakte haben ? Das es manchen Hunden zu eng ist verstehe ich auch, ich lasse auch kein wildes toben zu, aber Guten Tag sagen und gemeinsam ein wenig schnüffeln und das Leben genießen ist auch an der Schleppe möglich. Ich gehe oft alleine mit 3 Hunden an der Schleppe, das ist mit ein wenig Erziehung kein Problem. Frei toben können sie dann natürlich im Garten, aber das ist nicht dasselbe wie wichtige Kontakte unterwegs.

    Es kommt immer auf den Hund an. Meine Hündin mag nicht so gerne Fremdhundkontakte, also rufe ich sie ran wenn mir Hunde entgegen kommen und nehmen sie ins Fuss - das ist eine deutliche Ansage. Mein Rüde kann aufgrund seiner Ängste und Jagdtrieb nicht abgeleint werden. Bin ich mit ihm alleine unterwegs läuft er an der 5 m Schleppleine und lasse sie auch lang wenn uns freilaufende Hunde entgegenkommen. Damit signalisiere ich deutlich das Kontakt erwünscht ist. Rufe ich ihn ran , kein Kontakt. Das klappt sehr gut. Ich denke man erkennt deutlich wann jemand Kontakt möchte und wann nicht.

    Sind beide Hunde an der kurzen Leine sollte man sich absprechen. Mir ist es enorm wichtig das Hunde lernen sich an der Leine zu begrüßen und das können sie auch lernen. In unseren heutigen engen Welt mit Leinenzwang lässt sich das nie vermeiden.

    Kontakte an der Flexileine gibt es aber niemals.

    @Michi69 ich kenne solche Phasen von meiner früheren Schäferhündin. Die war eigentlich ein selbstbewußter Sonnenschein, hatte aber immer wieder Phasen von plötzlich auftretender Geräuschempfindlichkeit. Die war weder kastriert noch hatte sie was mit der Schilddrüse, nur wenige Probleme lassen sich damit erklären ;) Ich glaube einfach das sie rassetypisch sensibel war. Das fing an mit 2 Jahren, warum wieso, keine Ahnung. Ich habe gelernt ihr Sicherheit zu geben, einen Moment Zeit und sie dann weiter zu führen. Im Grunde was es kein großes Problem, weil es nur phasenweise auftrat.

    Zum eigentlichen Thema .... die beste Erziehungshilfe ist manche Dinge nicht so ernst zu nehmen. Es gibt tolle Tage und dann wieder solche wo nichts geht. Am besten darüber lachen und es morgen erneut versuchen, wenn ich alles zu verbissen sehe, wird es nur schwerer.