Ich glaube Hunde haben es auch nicht so mit Prozentrechnung
. Es sind eben Lebewesen und wir sind auch nur Menschen. Jeder muss da seinen Weg finden, entsprechend dem Wesen seines Hundes, seinem eigenen Wesen und seines Umfeldes, ein Patentrezept gibt es nicht und auch keine Garantie.
Ich erinnere mich an ein Erlebnis mit meiner vorherigen Hündin ( übrigens brauchte sie auch Jahre um Leinenführig zu werden ). Sie entfernte sich nicht weit von mir und der Rückruf klappte gut. Also machte ich mit ihr den freiwilligen Hundeführerschein bei einer Hundeschule. Madam entfernte sich während der Prüfung nie weiter als 3-5 m von mir, sie kam als ich sie rief und trotzdem bekamen wir für den Rückruf Null Punkte
. Bestanden haben wir trotzdem, aber mit dem Vermerk das eine Prüfung des Rückrufes nicht möglich da, da die Hündin nicht "frei" genug gewesen ist um sich von ihrer Besitzerin zu entfernen. Das gab mir ziemlich zu denken und ich änderte mein Verhalten mit Hunden von Grund auf. Ich lies sie einfach mehr Hund sein und danach war der Rückruf vielleicht nicht mehr perfekt, aber insgesamt war unser Leben stimmiger.
Gerade bei einem Welpen würde ich viel mehr Wert auf Beziehung als Erziehung legen. Lernen kann der Hund immer noch alles. Gerade bei der Leinenführigkeit hilft es oft einfach eine längere Leine zu nehmen, das laufen an der kurzen Leine Step by Step ohne Ablenkung zu üben.