Beiträge von Ninma

    Ich glaube Hunde haben es auch nicht so mit Prozentrechnung :D . Es sind eben Lebewesen und wir sind auch nur Menschen. Jeder muss da seinen Weg finden, entsprechend dem Wesen seines Hundes, seinem eigenen Wesen und seines Umfeldes, ein Patentrezept gibt es nicht und auch keine Garantie.

    Ich erinnere mich an ein Erlebnis mit meiner vorherigen Hündin ( übrigens brauchte sie auch Jahre um Leinenführig zu werden ). Sie entfernte sich nicht weit von mir und der Rückruf klappte gut. Also machte ich mit ihr den freiwilligen Hundeführerschein bei einer Hundeschule. Madam entfernte sich während der Prüfung nie weiter als 3-5 m von mir, sie kam als ich sie rief und trotzdem bekamen wir für den Rückruf Null Punkte :shocked: . Bestanden haben wir trotzdem, aber mit dem Vermerk das eine Prüfung des Rückrufes nicht möglich da, da die Hündin nicht "frei" genug gewesen ist um sich von ihrer Besitzerin zu entfernen. Das gab mir ziemlich zu denken und ich änderte mein Verhalten mit Hunden von Grund auf. Ich lies sie einfach mehr Hund sein und danach war der Rückruf vielleicht nicht mehr perfekt, aber insgesamt war unser Leben stimmiger.

    Gerade bei einem Welpen würde ich viel mehr Wert auf Beziehung als Erziehung legen. Lernen kann der Hund immer noch alles. Gerade bei der Leinenführigkeit hilft es oft einfach eine längere Leine zu nehmen, das laufen an der kurzen Leine Step by Step ohne Ablenkung zu üben.

    Vor etlichen Jahren kannte ich das auch mal von einem Goldie, er war recht taff, aber anfassen und knuddeln ... nö. Das ging bis zum beissen. Kam aus einer guten Zucht und hatte einen großartigen Besitzer. Später erwähnte mal die Züchterin das er der niedlichste im Wurf war und sämtliche Besucher ihn knuddeln wollten, schon damals fand er das doof. Ich denke hier wurde der Grundstein für dieses Verhalten gelegt.

    Der Maverick ist so bekloppt, hat Angst vor Menschen, aber wie gesagt sobald er Vertrauen hat ist er der größte Kuschelbär. Wir hatten mal eine Phase da hat er dann auch diese Kuscheleinheiten vor anderen Hunden verteidigt :fear: Ich sage immer in seinem Gehirn sind irgendwelche Drähte falsch gelegt worden. Er kam ja schon als ganz kleiner Welpe zu den Tierschützern und war von Anfang an so panisch. Seine Geschwister waren ängstlich, aber der Maverick setzte immer noch einen drauf. Bis heute versteht kein Mensch warum ich sofort einen Draht zu ihm bekommen konnte .

    Meine würden wahrscheinlich denken wir haben Hundeschule oder ein Vereinstreffen und das wäre ok :D Wenn Ihr Menschen Maverick ignorieren und die Hunde Ninie, hätten wir wahrscheinlich einen entspannten Spaziergang. Maverick vorsichtig vor und zurück, Ninie möchte gerne die Königin sein. Treffen wir Euch einzeln wird es spannend :hilfe:

    @Briesa "dann bellt sie halt " irgendwann kam ich mit Ninie auch an diesen Punkt. Und von diesem Tag an waren wir beide entspannter und sie bellte immer weniger. Keine Frage das vorherige Training war extrem wichtig, aber ich glaube einfach das wir durch dieses ständige tun, machen, kucken, aufpassen .... nicht über diesen Punkt hinauskamen. Aber sie hatte auch keine tiefgreifenden Ängste , sondern ist einfach ein Kläffi.

    Jeder Hund ist verschieden, er eine lernt es schneller als der andere. Hier laufen alle Hunde am Geschirr und lernen recht fix das brave laufen an der Leine. Es wird weder am Halsband noch am Geschirr gezogen.
    Aber ich hatte auch schon eine Hündin bei der es halt Monate gedauert hat, sie wurde auch nicht anders trainiert als die anderen Hunde, es fiel ihr nur schwerer. Nicht immer hat das etwas mit mangelnden Training zu tun und ich finde es auch nicht schön Haltern sowas vorzuwerfen.

    Welpen laufen hier möglichst viel ohne Leine, sie sollen ungestört ihre Umwelt erkunden und lernen auf den Menschen zu achten. Natürlich kommt die Leine an den Hund wenn Straßen oder Gefahrenquellen in der Nähe sind. Das gehen an der Leine wird langsam aufgebaut, das braucht eben Geduld. Das wichtigste ist das der Hund lernt NIE an der Leine zu ziehen und keine Erfolg mit dem ziehen hat.
    Dual würde ich niemals arbeiten, warum dem Hund das ziehen erlauben bzw es beibringen.

    Wenn ich das so lese haben wir hier verdammt viel Glück mit unseren Katzen in der Gegend. Klar kam es schon vor das unsere Tiere von Katzen verletzt wurden, wir hatten auch mal fremde Katzen im Haus, aber das waren immer Katzen die niemanden so recht gehört. Ansonsten hat hier jede Katze/Kater oder Paar ihr Revier und bleibt auch dort. Da gibt es mal gefauche an der Grenze oder wenn mal eine unkastrierte Katze durch die Gegend läuft Geschrei, aber tägliche Kloppereien mit Verletzungen sind doch eher selten. Katzen sind soziale Wesen, die man übrigens auch sehr gut erziehen kann. Unsere Katze hat genau wie die Hunde gelernt stubenrein zu sein, Katzenklo hatten wir nie, sie hat sich einfach gemeldet, sie betrat nie die Straße und kam wenn man sie ruft. Natürlich braucht das Zeit und Geduld.

    In diesem Fall könnte es wirklich das Problem sein das die Katze das Zuhause der jüngeren Katze als Revier ansieht und sie dort vertreiben möchte. Selbst wenn die jüngere Katze im Haus bleibt bis sie wehrhaft wird kann es sein das sich das auch später nicht ändern wird. Und was dann ? Muss die jüngere Katze in der Wohnung leben oder sich ein neues Zuhause suchen ?
    Die Situation ist wirklich ungünstig, ich drücke die Daumen das sich die Lage bald entspannt und die Tiere sich anfreunden oder lernen sich zu ignorieren.

    Das stimmt natürlich, aber da meine Hündin früher nach vorne ging was es mein absolutes Ziel das dies bei Maverick nicht passiert, vom ersten Tag an. Wenn er unter großem Stress steht kann er auch sehr bedrohlich wirken. Letzens hat er sich vor einem Fahrradfahrer erschrocken, da hat er so tief geknurrt das selbst Leute die ihn seit Jahren kennen fast ohnmächtig geworden sind. Ich bin mir immer bewusst das auch ein ängstlicher Hund der normalerweise nach hinten geht in Sekundenschnelle kippen kann. Und hinterm Zaun oder am Fenster ist er eh der Held, also einbrechen wird bei uns keiner :D
    Ich kann mir aber auch vorstellen das es gerade mit einem Goldie total schwer ist, da denkt ja jeder es ist ein Knuddelhund.

    Was mich total nervt, das jeder meint seine Ängste müssen sich doch irgendwann legen. Keiner sieht wieviel mutiger er in den letzten Jahren geworden ist , gerade Hundebesitzer nehmen das schnell persönlich. Na Hauptsache ich weiß das und er ist ein toller Hund :herzen1:

    Mein Rüde ist sehr jung kastriert worden, trotzdem hat er immer wieder einen Vorhautkatarrh. Nicht sehr schlimm, aber er schleckt immer mal wieder. An läufigen Hündinnen hat er keinerlei Interesse, ich denke nicht das dies zusammenhängt. Außer spülen kann man da nicht viel machen.

    Ich kenne keinen Rüden der durch eine Kastration inkontinent geworden ist, aber ein Heilmittel gegen den Katarrh ist es nicht.

    "nur ängstlich " klingt gut. Wenn du einen Hund hast der auf 100 m Entfernung schreit wenn er fremde Menschen sieht, anfangs war das so. Er mag Menschen die er kennt. Ansonsten ist unser Leben eine ständige Achterbahnfahrt, er rennt heute noch panisch in die Leine wenn uns im Wald jemand begegnet und möchte sich verstecken. Wenn er sie nicht kommen sieht erschrickt er, knurrt oder bellt. Stadt geht überhaupt nicht, unser Dorf so naja, kommen mehr als 2 -3 Leute rennt er schon wieder im Quadrat. Kinder fressen Hunde, Fahrräder, Kinderwagen, Inliner, Rollstühle u.ä. auch. In ausreichenden Abstand ist aber alles ok, entspannt ist er nur in der Pampa, wo nur wir sind.

    Wir hatten es sogar schon das Leute die er kennt und mag an einem Ort auftauchten wo sie seiner Meinung nicht sein sollten und er dann wieder Angst vor ihnen hatte, er verstand das auch nach längerer Zeit nicht und drehte durch. Verrückter Hund. In Hundeschule oder Hundetreffen kann er relativ normal sein.

    Aber eines stimmt ........... ich hatte wahnsinniges Glück das er mich vom ersten Tag an mochte und ich ihn anfassen und knuddeln durfte. Er ist der verschmusteste Hunde den ich kenne, ich sage immer wir brauchen eine Streichelmaschine. Schon komisch diese Gegensätze.

    Maverick liebt auch Menschen, er will, aber seine Angst steht ihm im Wege. Wobei der Wille auch sein Glück war, denn sonst hätte niemand bei einem so ängstlichen Hund eine Chance gehabt. Mittlerweile reichen einige Treffen mit Fremden, dann wird er zum Schmusebär. Aber er generalisiert nicht, jeder Fremde ist erstmal ein Hundefresser.