Das Problem bei diesen Erziehungsmethoden ist ja das der Hund nicht lernt etwas zu tun oder zu unterlassen, sondern er lernt einfach nichts zu tun. Radfahrer findet er z.B. deswegen nicht toller und im Grunde wird ein Hund, bei dem man das Verhalten nur unterdrückt, zur tickenden Zeitbombe. Wie man daran arbeitet hängt vom jeweiligen Hund ab. Bei meiner Hündin hat das arbeiten aus sicherer Entfernung viel gebracht, z.B. ruhiges Verhalten belohnen in einem Abstand wo sie sich noch wohl fühlt und meinetwegen auch noch ein Sitz oder anderes Kommando ohne Probleme ausführen kann. Langsam tastet man sich näher dran und der Hund nimmt Fahrräder/Menschen oder was auch immer positiv wahr und lernt ein Alternativverhalten. Bei meinem Rüden, der panische Angst vor Fahrrädern hat, haben wir über zeigen und benennen gearbeitet. Bei ihm ist das Problem nicht vollständig gelöst, aber wenn ich Fahrrad sage gibt ihm das Sicherheit und er entspannt.
Natürlich kann ich das gleiche auch über negative Verstärkung erreichen, vielleicht sogar schneller. Aber findet der Hund Fahrräder deswegen besser ? Nö, eher immer blöder. Also macht das wenig Sinn.