Beiträge von Ninma

    Das Problem bei diesen Erziehungsmethoden ist ja das der Hund nicht lernt etwas zu tun oder zu unterlassen, sondern er lernt einfach nichts zu tun. Radfahrer findet er z.B. deswegen nicht toller und im Grunde wird ein Hund, bei dem man das Verhalten nur unterdrückt, zur tickenden Zeitbombe. Wie man daran arbeitet hängt vom jeweiligen Hund ab. Bei meiner Hündin hat das arbeiten aus sicherer Entfernung viel gebracht, z.B. ruhiges Verhalten belohnen in einem Abstand wo sie sich noch wohl fühlt und meinetwegen auch noch ein Sitz oder anderes Kommando ohne Probleme ausführen kann. Langsam tastet man sich näher dran und der Hund nimmt Fahrräder/Menschen oder was auch immer positiv wahr und lernt ein Alternativverhalten. Bei meinem Rüden, der panische Angst vor Fahrrädern hat, haben wir über zeigen und benennen gearbeitet. Bei ihm ist das Problem nicht vollständig gelöst, aber wenn ich Fahrrad sage gibt ihm das Sicherheit und er entspannt.

    Natürlich kann ich das gleiche auch über negative Verstärkung erreichen, vielleicht sogar schneller. Aber findet der Hund Fahrräder deswegen besser ? Nö, eher immer blöder. Also macht das wenig Sinn.

    Gerade wenn es nicht die ersten Mixwelpen sind würde ich so eine Zucht nicht unterstützen. Warum züchtet man gerade diese Rassekombi ?

    300 Euro wären mir für einen ungeimpften Welpen in jedem Fall zu viel.

    Du schreibst auch viel ..... vielleicht, ich denke .... kläre das doch erstmal ab. Über den Preis diskutieren würde ich niemals, warum ?

    Ob der Welpe ruhig bleibt kann dir niemand sagen. Theoretisch könnte er auch so ruhig sein weil er krank ist oder ängstlich.

    Ich kenne nur 2 Whippets und das ist sicher nicht repräsentativ. Aber nach Skepsis von meiner Seite habe ich sie als total unkomplizierte, recht gehorsame Familienhunde erlebt. Leben beide auch in Familien mit recht kleinen, etwas wilden, Kindern. Das passt ausgezeichnet.

    Du klingst wie ich damals vor 13 Jahren :D Ewig nach einem Zweithund gesucht, dann war da die kleine Maus auf einer Pflegestelle. Hingefahren und verliebt, wieder Zuhause Zweifel. Ich hatte einen fast perfekten Hund und die kleene war das was ich suchte, aktives kleines Bordermixwelpi, mit der ich Sport machen wollte und die einfach nur toll war. Trotzdem wusste ich damals schon das es nicht so easy werden würde und zwei sind halt einfach einer mehr als einer :headbash: Nach 3 Tagen fragte die Pflegestelle nach, jaaaaa ich wusste ja das die Interessenten Schlange standen.... Ich wollte einen zweiten Hund, warum also nicht ? Und es war die richtige Entscheidung, denn inzwischen ist sie eine Ömi und einfach nur toll. ABER , es war niemals einfach mit ihr und meine Träume vom Agility konnte ich schnell vergessen, da sie viel zu überdreht dafür war. Die Mädels waren wie Schwestern, mal zanken, mal große Liebe, perfekt war es nicht, aber trotzdem schön. Wie sagt mal ein schlauer Mensch ... Man kann nicht alles haben.

    Meine Hündin war als Junghund sehr unsicher. Aus diesem Grund habe ich auch mit der Kastration lange gezögert, weil es ja immer hieß das gerade bei Hündinnen sich Unsicherheiten verstärken. Nun war es aber so das es während ihrer Scheinschwangerschaft massive Konflikte zwischen meinen Hündinnen gab, bei der zweiten Läufigkeit war das so schlimm, das ich mich entschloß zu kastrieren. Bei ihr war das gut, das Verhältnis der Mädels normalisierte sich und sie wurde ausgeglichener und entspannte. An den Unsicherheiten mussten wir natürlich weiter arbeiten, die kastriert man ja nicht weg, aber wir haben ihr viel Stress genommen und das war der Weg zum Ziel. Heute ist sie ein total relaxter Hund, der vielleicht gerne mal kläfft :D
    Ich hatte auch schon einige Angst/unsichere Hunde in Pflege, die entweder schon kastriert waren oder dann wurden. Charakterlich haben sie sich eigentlich nie verändert, das lag aber nicht an der Kastration, sondern weil mit ihnen gearbeitet wurde.

    Ist immer eine schwierige Entscheidung, da man nie weiß wie sich ein Hund ohne Kastration entwickelt hätte. Oder sie werden in einem Alter kastriert wo eh ein Entwicklungssprung stattfindet und dann kann nur die Kastration schuld sein, so die Meinung mancher Menschen. Ich bin weder dafür noch dagegen, man muss nur einfach abwägen.

    Der Hund ist 8 Jahre alt und hat wahrscheinlich noch nie richtige Erziehung genossen, das braucht Zeit und Geduld. Wenn er erst 4 Wochen da ist und ihr so viel versucht habt, kann ja nichts funktionieren. Sucht euch eine (positive) Trainingsmethode aus und trainiert konsequent ein paar Wochen danach. 8 Jahre hat an der Leine ziehen wahrscheinlich funktioniert, er wird ein pfiffiger Kerl sein und das nach 4 Wochen nicht aufgeben.
    Einen neuen Hund und einen Hund der nicht hört würde ich auch niemals ableinen. Schleppleine an den Hund und erstmal den Rückruf üben.
    Bis die Hundeschule beginnt würde ich erstmal versuchen Ruhe in den Hund zu bekommen. Das klingt alles so als ob ihr und der Hund total gestresst seid. Macht ruhige Spaziergänge in einer ruhigen Gegend, vielleicht ein paar Leckerliesuchspiele und lernt Euch erstmal kennen.
    Betreibt erstmal Management, spazieren gehen wo wenig Ablenkung ist, wenn er im Garten bellt ihn reinrufen, ruhiges Verhalten belohnen, alleine bleiben üben wie beim Welpen. Das reicht erstmal und den Rest sollte sich ein Trainer anschauen.

    Worum man sich bei so jungen Hunden schon Gedanken macht ;)

    Ich habe jetzt schon das zweite Mal Hunde mit einem Altersunterschied von 7 Jahren, das ist mehr Zufall. Das hat seine Vor -und Nachteile. Die ersten Jahre waren immer unproblematisch, Du hast einen Hund bei dem alles läuft und der jüngere Hund fügt sich gut ein. Schwierig finde ich es wenn der ältere Hund krank oder einfach gebrechlich wird. Meine alte Dame ist noch total fit und möchte immer unbedingt mit, trotzdem braucht der jüngere Hund mehr. Und da stehe ich immer vor der Frage Ömi traurig Zuhause lassen oder das irgendwie mit beiden Hunden managen. Trotzdem ist es für mich die optimale Kombination. Übrigens wenn ein Hund geht ist es so oder so schmerzhaft, da ändert auch kein vorhandener Hund etwas dran.

    Gelegentlich habe ich noch einen Pflegehund hier, also zeitweise 3 Hunde. Ich persönlich muss sagen mit 2 Hunden ist vieles einfacher, ich mag die kleinen Wuffel, bin aber auch froh wenn sie ihren Weg gehen. Wahrscheinlich muss man dafür auch gemacht sein.