Beiträge von Ninma

    Sicherlich war das bei uns nie so krass, aber mein Bordermix julte früher auch ständig vor sich hin wenn wir nur eine Sekunde Pause machten. Mal ruhig auf der Bank sitzen, nööööö, sie war immer im Dienst. Irgendwann war sie so gestresst das sie auch anfing alles anzubellen. Wir haben unser Programm runtergefahren, ruhige Spaziergänge, kein Ball spielen mehr, Beschäftigung ja - aber eher ruhige Nasenarbeit. Tricktraining regte sie damals zu sehr auf. Und dann das ruhige warten unterwegs üben üben üben, anfangs Sekunden. Irgendwann hat sie gelernt zu entspannen und heute gibt es nichts schöneres, wenn wir uns gemeinsam auf eine Wiese setzen und einfach nur schauen.

    Wir habt Ihr denn das warten geübt ? Verbieten würde ich das winseln nicht, denn das behebt ja nicht die Ursache.

    Ich bin auch etwas gespalten mit Maulkorb. Meine Hunde kommunizieren durch ganz feines und kleines Lefzen hochziehen und nein das sehen die anderen Hunde durch den Maulkorb nicht. Werden sie nicht verstanden geht das in abschnappen über und das will ich ja vermeiden. Ich habe auch die Erfahrung gemacht das viele Hunde auf Maulkorbträger unsicher reagieren. Deswegen suche ich die Kontakte in der Regel gut aus und das klappt dann auch ohne Maulkorb.

    Da hast du schon recht und hast es toll geschrieben. Da wir nun dieses Jahr vermehrt Wind und Gewitter haben, ist es schon fast jeden Tag.
    Meiner Meinung nach hat es sich verschlimmert. Wenn die Balkontür offen war, ist sie trotz Windgeräusche auf dem Balkon und hat sich dahin gelegt, seit ein paar Tagen tut sie das nicht mehr. Sobald ich die Balkontür auf mache, geht sie ins Arbeistzimmer und legt sich unterm Schreibtisch.

    Sicherlich akzeptiere ich sie so wie sie ist, doch würde ich es für sie schöner finden, wenn sie gar keine Angst bzw. wenig Angst hat.

    Es tut mir leid mit deinem Hund.

    Klar ist es schöner wenn ein Hund keine Ängste hat, wir wünschen es uns doch alle anders. Mein Rüde ist super toll, er muss keinem leid tun, er braucht Verständnis. Ich sehe das eher wie eine Behinderung und Deprivationsschäden gehen ja auch in die Richtung. Deswegen finde ich es enorm wichtig immer das positive zu sehen.

    Du machst ja nichts falsch, ich glaube nur das Du versuchen solltest eine gewisse Leichtigkeit reinzubringen.
    Meine frühere Hündin hatte auch starke Geräuschängste obwohl sie sonst völlig unbefangen war. Ich habe auch beobachtet das es mit dem Alter schlimmer wurde und nach einem Schockerlebnis war es ganz aus. Bei Gewitter oder Silvester haben wir für sie Rückzugsorte geschaffen. In Zeit von viel Gewitter potenzierten sich die Ängste, das war bei uns ähnlich. Draußen habe ich ihr einen Moment Zeit gegeben, wenn sie Panik schob und dann ein fröhliches aufmunterndes weiter, im genau richtigen Moment. Schau was für Deinen Hund das Beste ist.
    Geräusch CD haben wir übrigens auch probiert, das lief toll. Bis sie mal draußen ein Knalltrauma erlebt hat, danach war sie total verängstigt und hat auf alle Geräusche von der CD reagiert, auch Sachen wo sie vorher total unbeeindruckt war. Also vorsichtig damit.

    Ich glaube aber ich weiß was in Dir vorgeht. Mein Rüde hat durch ein doofes Erlebnis auch gerade massive Rückschritte gemacht. Das nagt ganz schön an einen, man zweifelt und stellt alles in Frage. Glaub mir, das wird auch wieder besser :gut:

    Du schreibst ja Angsthund lebt nur in Panik. Siehst Du das so ? Sturm, Böller, Gewitter hat man nun nicht jeder Tag. Wenn ich das richtig verstanden habe ist sie nur Geräuschempfindlich ?

    Ich finde das klingt nach einem ganz tollen Hund, der nun mal gewisse Ängste hat. Ich wäre glücklich wenn mein Hasenfuß nur vor Gewitter Angst hat. Ich kann das schon verstehen, man arbeitet mit dem Hund und trotzdem wird es nicht besser. Mein Hund sieht seit 5 Jahren täglich Fahrräder und trotzdem hat er noch Angst davor, genau wie vor fremden Menschen und 100 anderen Dingen. Trotzdem sage ich nicht das er ständig in Panik lebt, denn wir haben viele glückliche und unbeschwerte Momente. Es gibt einfach Dinge die ich bei ihm nicht ändern kann, klar bleiben wir dran, aber ich akzeptiere ihn auch wie er ist. Ich leide nicht wenn er Ängste hat, aber ich verstehe ihn und unterstütze ihn, führe ihn durch die Welt und damit fahren wir ganz gut. Manches ist nur Management, aber er lernt auch immer noch dazu. Mach die Ängste nicht so wichtig, jeder Sturm geht vorbei und dann scheint wieder die Sonne.

    Schlägt er nur an oder ist es ein Dauergebell ? Warum bellt er ? Wachsam, ängstlich, gelangweilt ? Daran können nur die Nachbarn arbeiten. Wenn Du ihm Leckerlies gibst kann es auch sein das er bellt weil er ein Leckerlie haben möchte ;)

    Mein Rüde schlägt auch an wenn unsere Nachbarn in den Garten gehen, liegt aber daran das er panische Angst vor den Leuten hat. Stört hier aber keinen, weil wir ihn gleich rufen und gut ist.

    Ich würde die Mutti wählen. Bei mir ist es ähnlich, meine Mutter liebt die Hunde, ihr Umgang ist aber etwas unbeholfen. Als ich vor 2 Jahren eine Woche im Krankenhaus war hat sie die Hunde anscheinend wirklich zu gut gefüttert. Das lag aber sicher auch an Bewegungsmangel, mein Rüde ist ein Angsthund, wenn ich nicht da bin gibt es strickte Regeln, also entweder nur Garten oder eine kurze Runde auf dem einsamen Feld. Das ist für die eine Woche dann eben so.
    Wobei meine Hunde auch nicht Pensionsgeeignet sind. Ich habe auch schlechte Erfahrungen mit Pensionen gemacht, egal wie gut es vorher aussah. Die Hündin einer Bekannten ist gerade in einer Hundepension ausgebüchst, also das ist auch keine Garantie.

    Aber das kommt auch auf den Hund an, Du kennst Deinen Hund am besten und weiß was gut ist.

    Ja ich kann mir vorstellen das es mit Chihuahuas schwieriger ist. Ich hatte schon öfter mal Chis in Pflege, die Leute sind dann echt anders. Am besten ist es wenn sie mit meinen Großen unterwegs sind , das zieht die Leute magisch an :verzweifelt: Praktisch finde ich das man sie auf dem Arm nehmen kann :hust:
    Wir wohnen aber auch in der Pampa, da kann ich leicht reden. Bin ich mal in belebter Gegend konzentriere ich mich halt, vermeiden kann man aber nicht alles, das ist wohl wahr.
    Echt schwierig, Du machst ja alles richtig. Mir fallen nur 2 Sachen ein, ich weiß nicht ob das auf Deine Hunde zutrifft. Du schreibst ja das Du schimpfst , mit den Menschen ? Bei meiner ninie durfte ich das damals keinesfalls machen, weil sie merkte das ich unsicher wurde und sie bellte damit noch mehr. Die zweite Sache mit dem Streicheln. Ich sage den Leuten auch immer das sie nach Ansprache gerne Ninie ein Leckerlie geben dürfen, das Maverick Angst hat erwähne ich nur am Rande. Ich versuche die Leute so zu lenken, das sie nur auf Ninie konzentriert sind, Maverick ist hinter mir. Eigentlich klappt das gut.

    @Michi69 das hört sich doch toll an. Maverick hat ewig gebraucht bis er beim Gruppentraining wirklich arbeiten konnte, heute liebt und braucht er das, das Training gibt ihm Sicherheit. Immer weiter machen .

    Bei uns lief es die letzten Tage recht gut, wir waren aber auch einsame Runden. Er knappert immer noch an dem Tierarztdrama und leidet unter Verfolgungswahn .

    :shocked: Das ist echt krass und wäre für meine Hunde Horror. Denke mal darüber nach wie es wäre wenn Du einen 40 kg Hund an der Leine hättest. Mir sind solche Dinge mit meiner Ninie passiert als sie jung war, obwohl nicht so krass und eher nett gemeint. Sie war weiß und flauschig und alle Welt meinte sie ist zum knuddeln da und weil ich es bisher nicht kannte das ein Hund das nicht mag habe ich es zugelassen. Irgendwann fing sie an alles zu verbellen, bis wir ein echtes Problem hatten. Es hat lange gedauert bis das besser wurde. Heute sage ich mir, das brauchte ich um zu lernen um meinen Panikhund Maverick zu schützen, ihn hat noch nie jemand ungefragt angefasst - aber der würde auch schreien wie am Spiess.

    Natürlich dürfen meine Hunde bellen oder knurren, ausflippen eigentlich nicht .... das kann alles passieren. Aber wenn einer meiner Hunde das tut ist er in höchster Not, gerade der Maverick hat dann Panik und er geht diesen Schritt erst wenn er nicht wegkann oder wenn er so gestresst ist, das er nicht mehr anders kann. In diesen Fällen muss ich mich fragen wo ich bin ? Es ist meine Aufgabe meinen Hund zu schützen, im Laufe der Jahre ist mir das in Fleisch und Blut übergegangen. Wobei ich zugeben muss, das ist wirklich einfacher wenn der Hund Panik zeigt. Ist der Maverick ängstlich und zerrt weg oder kauert sich zusammen erkennen das die Leute und nehmen Abstand, selbst kleine Kinder verstehen das. Knurrt er sind die Leute dämlich :muede:
    Theoretisch dürfte mein Hund sich also wehren, praktisch möchte ich das nicht, weil ich weiß was für einen Konflikt oder Ängste gerade hat . Mein Ziel ist es immer das der Hund nicht lernt nach vorne zu gehen. Das ist nicht immer einfach, aber so der Plan.

    Wie verhälst Du Dich denn in diesen Situationen ?

    Ich finde auch Du hast hier prima Tipps bekommen und so habe ich es mit all meinen Welpen auch gemacht.
    Ich persönlich finde Kommandos wie Nein recht nebensächlich, ich sage dem Hund lieber was er tun soll. Ich glaube auch nicht das ein Hund nein lernt wenn Du ihn anknurrst. Wenn aber doch braucht es wochenlanges Training und stetige Wiederholungen. Genau wie das auf der Decken bleiben, das trainiert sich nicht in 2 Tagen, sondern über eine lange Zeit.
    Dein Hundekind hört sich nach einem tollen süßen Fratz an, genießt zusammen die wunderbare Zeit. Schau war er toll macht und baue darauf auf, das wird schon werden.

    Wer hat das denn mit der Tötung aufgebracht ? Na egal.

    Man darf nicht vergessen das es jemand ohne Hundeerfahrung ist und da kann ein einfaches Gezicke schon gefährlich aussehen. Ich würde es auch ruhig angehen lassen, die Hunde brauchen viel Schlaf und müssen sich erst einleben. Ein Kindergitter ist eine gute Idee, so können sich die Hunde in Ruhe kennenlernen und die Dame hat keinen Stress. Aber trotzdem immer ein kleines Stück Leine dran lassen. Ansonsten wird die Zeit vieles bringen.
    Wahrscheinlich gibt es schon Adoptanten und sie ist nur zum Zwischenparken angedacht. Vielleicht kann Yorkie früher abgeholt werden und alles ist gut. Wird schon werden.