Beiträge von Ninma

    Meine Hündin war als Welpe auch schneeweiß, heute ist sie blond.

    Bei den weißen Schäfis ist ja bekannt das sie wildfärbung am Rücken, Rute, Ohren bekommen können, ich finde das sehr charmant

    Ich habe bei meiner Hündin Aufmerksamkeit auf dem Spaziergang über den Clicker trainiert, heißt sie sieht sich um Click+Belohnung. Also wird das gleiche erreicht, nur das Hund aufmerksam ist weil er sich freut und nicht weil er Angst haben muss angesprüht werden zu müssen. Wenn das sprühen nicht so schlimm wäre würde der Hund es ja ignorieren, negative Emotionen bei Aufmerksamkeit und beim kommen passen für mich nicht zusammen.

    ABER selbst bei Belohnung des Blickkontaktes musste ich schnell die Belohnung ausdünnen und durfte es nicht übertreiben. Meine Hündin fing an mich den ganzen Spaziergang anzuhimmeln und war in einer ständigen Erwartungshaltung, die zwar positiv war, aber sie kaum entspannen lies. Warum sollte ich das wollen ? Dann kann ich auch einen Plüschwackeldackel hinter mir herziehen. Der Hund soll auf dem Spaziergang wuseln, schnüffeln, fröhlich sein und darf auch mal abschalten, klar ist es toll wenn er mal nach mir schaut, aber ansonsten haben wir ja das abrufen trainiert. Spaziergänge sollen doch beiden Spaß machen, nicht nur dem Menschen.

    Aber sie war doch ebenfalls kastriert!

    Das war bei meiner früheren kastrierten Hündin auch so. Sie musste während eine Scheinschwangerschaft notkastriert werden, d.h. Teile des Eierstocksgewebes war am wandern und konnten nicht entfernt werden. Sie zeigte deshalb trotz Kastration Läufigkeitsanzeichen, sie blutete nicht, aber die Rüden wollten sie besteigen und sie legte die Rute beiseite.... fing dann aber vor Angst an zu schreien. Ich denke ein Deckakt wäre nicht möglich gewesen, aber soweit haben wir es nie kommen lassen. Mit dem Alter hörte das auf, aber die ersten Jahre waren schlimm. Deshalb ist der Zeitpunkt einer Kastration sehr wichtig.

    Bei der Hündin im Ausgansthread könnte es sich wirklich um eine sogenannte weiße Läufigkeit handeln, die Hündin ist normal läufig, blutet aber nicht. Ich kenne es auch von sehr jungen Hündinnen das sie zwar bluten, aber die Läufigkeit aus irgendwelchen Gründen unterbrechen, ein paar Wochen später wird sie dann wirklich läufig. Ich kann mir schon vorstellen das man das schwer bemerkt, aber der zweite Deckakt hätte verhindern werden müssen.
    In diesem Fall hätte ich aber sofort kastrieren lassen, die Spritzen sind schließlich auch nicht ohne.

    Ich bin zwar jemand der eher positiv arbeitet, aber auch andere Wege akzeptiert. Und manchmal kommt man an Strafe nicht vorbei. Aber es ist doch eine Geschichte wenn ich einem Hund etwas beibringe und wenn er es verstanden hat negativ absichere ( auch wenn ich eher nicht so arbeite ). Hier wird aber Strafe eingesetzt obwohl der Hund überhaupt nicht weiß was er tun soll. Der Hund lernt also durch Versuch und Irrtum die Strafe zu vermeiden. Bei einem sanften leicht zu beeindruckenden Hund wird das funktionieren, andere Hunde werden in die Aggression gehen oder in die erlernte Hilflosigkeit. Arbeiten über Schreck wie bei dem Sprühhalsband kann schon psychische Gewalt sein, weil der Hund, weil solange er nicht verstanden hat worum es geht, immer mit der Strafe rechnen muss. Wie hoch ist wohl der Stresspegel und die Erwartungsunsicherheit.

    Warum man trotzdem so arbeite ? Man sieht hier sicher schnelle Erfolge, während man bei der positiven Arbeiten nur Step bei Step Fortschritte sieht. Der Mensch wird also sofort belohnt, darauf bauen diese Trainer und das ist das Geheimnis ihres Erfolges. Meiner Erfahrung nach hält das aber nicht lange an.

    Ömi Ninie zeigt sich auch mal wieder. Sie hat ein neues Geschirr bekommen und man stelle sich vor, gibt es Leute die fragen ob das noch lohnt :headbash: Für ihre 13,5 Jahre ist sie enorm fit und hat manchmal mehr Power als die Jungs.

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    Ich denke es gibt extrem wenige Fälle wo das funktioniert.

    Ich habe ja selbst oft Pflegehunde hier, auch von anderen Familien übernommen und in den ersten Wochen zeigen sie oft Fehlverhalten nicht, das kommt erst wenn sie sich einleben, wenn überhaupt.

    Die meisten Trainer die stationäre Ausbildung anbieten versichern selbstverständlich das alles positiv abläuft, in der Realität war es bisher fast immer anders. Da muss man schon sehr sehr sehr sehr gut hinschauen.

    Und aus eigener Erfahrung : meine eigene Hündin neigt zur Leinenaggression, bei mir tritt das Problem kaum noch auf und sie läuft fein an anderen Hunden vorbei. Gib die Maus meiner Mutter und sie verfällt sofort in altes Verhalten, selbst wenn ich daneben stehe. Trotz Anleitung, trotz gemeinsamen Trainings, das ist halt so.

    Das einzigste was eine Möglichkeit wäre eine Pension in der Nähe zu finden, so wie gorgeous beschrieben. Man schafft eine räumliche Trennung und die Halterin kommt täglich zum trainieren bzw den Halter über einen langen Zeitraum begleitet. Bei allen anderen Hundeinternaten ist der Hund 3-4 Wochen vor Ort, 2 Tage einarbeiten und dann wird man in die Freiheit entlassen, nacharbeiten ist aufgrund der Entfernung nicht möglich. Das wäre für mich niemals eine Option.

    Doch ich kann mir das vorstellen, doch es ist nicht das was ich möchte.

    Abgesehen davon habe ich einen Hund der bei jeder Form von Zwang mit Panik reagiert. Früher war für ihn sogar Druck ein Leckerlie vor die Nase zu halten, weil ich im Kopf ein bestimmtes Kommando bzw Verhalten hatte. Er ist ein Panikhund und früher konnte ich ihn mit nichts belohnen, außer damit nichts von ihm zu erwarten. Deshalb weiß ich das dies einen zur Verzweiflung bringen kann. Maverick würde wahrscheinlich 5 Stunden vor Schreck und Panikstarre stehen bleiben wenn ich ihn bei dieser Art von Erziehung zum Sitz zwingen würde. Und doch hat er Sitz gelernt, weil er gelernt hat das Kommandos kein Zwang sind und er sie positiv wahrnimmt, sie ihm Sicherheit geben und ihm helfen.

    Für die Menschen ist es ja auch oft einfacher, wenn ein Trainier solche Methoden zeigt, ziehe deinen Hund an der Leine und er zeigt DAS Verhalten, es gibt dem Menschen Struktur und Sicherheit und er sieht sofort ein Ergebnis. Wie es dem Hund dabei geht wird oft übersehen, dabei ist das so wichtig. Aber verstehen kann ich das schon

    Wo hat der Hund da eine Wahl ? Die negative Einwirkung hört erst auf wenn der Hund sich setzt ... was bleibt dem Hund denn anderes um der Strafe zu entgehen ? Er hat keine Wahl. Im Gegenteil, der Hund muss anfangs raten was das richtige Verhalten ist, damit die Strafe aufhört. Richtig ?

    Was anderes wäre es wenn Du wartest bis der Hund zufällig das Sitz zeigst und Du es dann belohnst. Der Hund wird dann wahrscheinlich das Sitz öfters zeigen um eine Belohnung zu bekommen. Dabei gibst Du Anfangs auch kein Kommando. So arbeite ich mit meinen Hunden beim Clickertraining.