Beiträge von Ninma

    Oh Euer Leben besteht ja nur aus Gassigehen ?

    Im Wanderurlaub sah unser Programm ähnlich aus, das hat den Hunden gefallen, aber sie brauchten auch Tage mit weniger Programm dazwischen.

    Es kommt ja auch immer darauf an wie der Hund seine Zeit außerhalb des Gassis verbringt. Hier ist immer fast immer jemand da, die Hunde können jederzeit in den Garten, da sind wir nicht an feste Gassizeiten gebunden . Klappt mit meiner Schichtarbeit auch nicht. Wir haben eine große Runde am Tag, das sind im Schnitt 1,5 Stunden - können auch mal mehr sein, je nachdem wo wir unterwegs sind. Abends gibt es dann nochmal eine kleine Runde. Wir gehen wann und wo wir Lust und Zeit haben und die Hunde scheinen sehr zufrieden damit.

    Puuuh ich finde das schwierig zu beantworten. Ich selbst lebe ja auch nicht so wie ich es mir wünschen würde, ich muss mich anpassen, arbeiten um zu leben, auf Menschen Rücksicht nehmen, Gesetze einhalten. Aber wer weiß ob es mir gefallen würde wenn meine Träume oder Wünsche in Erfüllung gehen würden ?

    Meine Schissbuxe würde wohl gerne auf einer einsamen Insel leben. Irgendwo wo es nur ein paar Menschen gibt die er mag. Er würde umherstromern, schauen, kucken, machen , tun, faul in der Sonne dösen, mal hier mal da. Zum Futtern und Kuscheleinheiten holen würde er nach Hause kommen. Meine Hündin ist da glücklich wo ich bin, so bilde ich mir ein. Aber wer weiß all das schon.

    Du hast einen ganz normalen Welpen. Die leitet nix, in der Regel können sie nur spielen, fressen, schlafen, kuscheln, was anknabbern und niedlich sein.

    Was gibt es denn positives über den Hund zu berichten bzw was macht Euch Spaß ?

    Du hast das im Internet nachgelesen oder die Dame hat gesagt das die Welpen schon tierärztlich untersucht wurden, geimpft und entwurmt werden ?

    Natürlich können auch Uupps Wurf Welpen wunderbare Hunde sein und für den Einzelnen Hund kann es ein echtes Happy End geben. Aber hier ist es ja nicht der erste Wurf und so ganz verstehe ich nicht warum man gezielt Mixhunde verpaart ? Das würde ich ganz genau hinterfragen.
    Und man schaue doch nur in die Ebay Kleinanzeigen, wieviele dieser Hunde nach wenigen Wochen wieder ein Zuhause suchen oder im Tierheim landen. Selbst wenn es 2 Hunde aus einem Wurf gut treffen, wenn die anderen 4 im Tierschutz landen ist es eine schlechte Quote. Die Tierheime sind derzeit voll von Mixwelpen, fragt sich nur warum. Ich würde das einfach nicht unterstützen, egal wie nett und süß der Hund ist, denn damit fördere ich das es nächste Jahr wieder Nachwuchs gibt.

    Also hier auf dem Dorf hat fast jeder einen Hund. Wir laufen viel in den Wiesen und im Wald, trotzdem treffen wir so gut nie jemanden mit Hund. Die sehe ich meistens nur auf dem Fahrradweg hoch und runter laufen, jeden Tag die gleiche Strecke. Keine Ahnung warum sie den Weg zu den Wiesen nicht finden.
    Mein Rüde ist ein Naturbursche, für ihn wäre die Stadt die Hölle, meine Hündin liebt es dagegen zu promenieren :D

    Artgerecht wäre wahrscheinlich wenn mein Hund leben würde wie bei meinen Großeltern. Hund gehörte zur Familie, ging mit aufs Feld und den Stall, passte aufs Haus auf, stromerte durchs Dorf und besuchte Nachbarn und Hundekumpel, bekam Futter und wurde tierärztlich versorgt. Heute ist das nicht mehr möglich.

    Meine Hunde haben einen Garten, aber da sind sie ohne mich nie. Wir wohnen umgeben von Feldern, fahren aber auch täglich raus. Wir gehen in die Hundeschule, aber das bräuchten sie nicht.
    Was sie brauchen ist dazu gehören, sie möchten geliebt werden, Streicheleinheiten, Ansprache, Beschäftigung, Spaziergänge, aber auch Ruhe und Entspannung, gutes Futter und wenn sie krank sind unseren Tierarzt ... das war es. Ach und für sie ist es wichtig das sie zu zweit leben.

    Ich weiß natürlich das nichts im Leben perfekt ist, aber wir geben unser Bestes, artgerecht ist das trotzdem selten.
    Unsere Nachbarn sind den ganzen Tag Zuhause, haben einen riesigen Garten, Zeit, Geld und einen Hund. Der Hund hockt fast den ganzen Tag im Zwinger - ich glaube wenn er die Wahl hätte wäre für ihn eine kleine Wohnung in der Großstadt mit 3 x Tag Auslauf artgerechter.

    Hat der Spitz (wie heißt er überhaupt ? ) einen Hundekumpel mit dem er gut auskommt ? Oder kennt er überhaupt keine Hunde ?

    Zu dem Erziehungsproblem mag ich nicht viel sagen, denn ich denke man kann viel managen, so daß sich der Kleine nicht viel abschaut. Wenn ich mich richtig erinnere wohnt ihr recht einsam und wenn Du bereit bist mit dem Welpen vieles alleine zu machen wird das helfen.

    Meine Hündin verzichtet draußen auch gerne auf fremde Hunde und zickt, bellt schon mal gerne. Trotzdem hat sie immer mit anderen Hunden zusammengelebt und ich nehme regelmäßig Welpen in Pflege :mute: . Zu fremden Hunden kann so schon eine mega Zimtzicke sein, aber für die Welpen oder Junghunde, auch mal erwachsene Hunde, ist sie ein Gewinn. Hunde die ich in den Haushalt bringe akzeptiert sie sofort, max eine Zurechtweisung, aber das darf sie auch. Ansonsten hat sie so ein feines Sozialverhalten, die Kleinen profitieren von ihr mehr als wie von meinem Rüden der sich auf der Nase rumtanzen lässt. Draußen führe ich sie natürlich so, das die Wuffel eine ausgeglichene und ruhige Althündin erleben, Fremdhundkontakte meide ich dann bzw die gibt es nur einzeln.

    Es kann also funktionieren, ABER dazu muss der Ersthund grundsätzlich bereit sein mit einem anderen Hund zusammenzuleben. Einem generell ängstlich und unverträglichen Hund würde ich das niemals zumuten. Wichtig ist auch das der Spitz niemals zurücksteht, der Zweithund soll ihm nichts wegnehmen, sondern auch ein Gewinn für ihn sein. Im Normalfall sind die Hunde mehr zusammen als wir Menschen mit den Hunden.

    Führe ihn erstmal mit einem gut sozialisierten ruhigen erwachsenen Hund zusammen und schaue wie er sich verhält.

    Ich habe zwar keinen Ratonero, hatte aber mal einen in Pflege. Ich war erst sehr skeptisch, weil ich dachte so ein Jack Russeldingel kommt :headbash: . Aber der Kleene war superdupi , einer der tollsten Hunde die ich jemals hier hatte. Total angenehmes Wesen und Temperament, Jagdtrieb hatte er nicht, war anfangs etwas unsicher mit fremden Hunden oder Menschen. Lebt jetzt in der Großstadt und geht jeden Tag mit ins Büro, ein echter Schatz.
    Ach und ich kenne auch einen Podenco ohne Jagdtrieb, wenn sie mal hier ist läuft sie immer frei und ich bin ganz neidisch :muede:

    Ich kenne früher vom Hundeplatz so manche Hunde die über Leinenruck und damals auch Teletakt erzogen wurden und fröhlich und aufgeschlossen wirken. Hier in der Nachbarschaft lebt ein Schäferhund im Zwinger, der kennt auch nur das er einen rüber kriegt wenn er nicht pariert. Trotzdem springt er ausgelassen an seinem Besitzer hoch, spielt, rennt und sieht nicht gestresst aus. Meistens brechen diese Hunde erst zusammen wenn sie einen Fehler machen, weil sie wissen das dann die Strafe folgt.
    Und es hat ja auch niemand behauptet das Erziehung über reine Strafe nicht funktioniert, aber das ist es mir nicht wert.