Beiträge von Ninma

    Ich gehöre eher zu denen die sich in clinisch sauber geputzten Haushalten nicht trauen sich zu bewegen. Da ist das weiße Sofa und der weiße Teppich, da ist mir jeder Krümel peinlich oder die Frau des Hauses kommt gleich mit dem Staubwedel. Ich fühle mich dann einfach nicht wohl, genauso wenig wenn es wirklich dreckig und speckig wäre.
    Ich wohne auf dem Land, die Hunde können raus und rein wie sie wollen, wir tragen Dreck mit den Gummistiefeln rein, wir arbeiten hier, wir leben hier. Ich habe ein langhaariges Fellmonster und ein kurzhaariges Haarmonster - die Haare finden sich selbst bei mir auf Arbeit, wo keiner der Hunde jemals war - wie soll dann die Wohnung haarfrei sein. Wenn wie jetzt die Felder abgemäht werden staubt hier alles ein, genau wenn andere Feldarbeiten gemacht werden, die Lindenblüten fliegen bald ins Haus usw usw usw. Und natürlich wird jeden Tag ein wenig geputzt, aber wenn alles wirklich perfekt sein sollte bräuchte ich jeden Tag 2-3 Stunden, schon alleine saugen braucht mindestens 30 Minuten. Ich denke es kommt daher auf darauf an wie man lebt. Früher meine 1 Zimmer Wohnung war fix geputzt, das 100 Jahre alte Haus halt nicht. Ich finde da gibt es kein gut oder schlecht, jeder wie er es mag .

    Staubsauger haben wir schon so viele ausprobiert, an den langen flauschigen Haaren meiner Hündin ist bisher jeder verzweifelt. Gut helfen auf Teppich Haarbürsten oder ein angefeuchteter Gartenhandschuh.

    Ich finde das ist schwierig und hängt vom Hund ab. Meine Hündin war früher sehr unsicher mit fremden Menschen und Hunden .... wir haben viel geübt und trainiert. Mein Anspannung blieb aber bis zu dem Punkt wo mir alles schnurze war - soll sie doch kläffen. Plötzlich merkte man das kläffen war einfach nur eine Gewohnheit bzw auch ihr Charakter, von der Angst war wenig geblieben. Sie ist einfach gesprächig und kommentiert alles, aber trotzdem ist sie eine souveräne ins sich ruhende Hündin geworden. Ich liebe sie wie sie ist, sie ist einfach nur toll.

    Deswegen dachte ich auch ich wäre auf meinen Hasenfuß vorbereitet :fear: Auch bei ihm haben wir viel erreicht, aber es gibt Grenzen. Er kippt von einer Sekunde zur anderen in Panikverhalten und ist dann nicht mehr auf dieser Welt, das geht von schreien, unter sich machen bis flüchten. Kurze Zeit später ist alles wieder paletti. Ich sage immer er ist verdreht im Kopf oder falsch verkabelt :D Ansonsten handhabe ich das wie du, es gibt Situationen die kann ich nicht vermeiden, da muss er dann durch und das klappt auch mit Führung ..... ABER er lernt nicht daraus. Er ist ein Hund der nur lernt wenn er selbst den ersten Schritt geht und es aus eigener Kraft schafft. Er gerät in Panik wenn er mit einem Leckerlie gelockt wird, nimmt es aber gerne als Belohnung. Aber auch dadurch hat sich mein Verhalten verändert, bei Maverick muss ich den Kopf frei haben, kein Erwartungsdruck, nichts verlangen, aber auf dem aufbauen was er mit gibt. Er ist ein wahnsinnig toller Hund, klar ängstlich mit Tendenz zur Aggression, aber trotzdem glücklich und fröhlich. Das ist alles was zählt.

    Brustgeschirr und Leine an den Hund und über positive Verstärkung trainieren ... was anderes gibt es da nicht.

    Wenn der Hund das nächste Mal abhaut sollte der Finder ihn ins Tierheim bringen und nicht wieder nach Hause. Dort muss sie ihn abholen, evt noch eine Gebühr bezahlen .... das wird die Gute Damen nicht öfters tun.

    Für mich persönlich stellt sich hier überhaupt nicht die Frage ob die Trainingsmethode gut ist ...... das Ergebnis dieses Trainings gefällt mir nicht, warum sollte ich also so arbeiten ?

    Meine Hunde waren/sind alle verschieden, jeder hatte andere Bedürfnisse und brauchte ein anderes Training. Wenn ich mir vorstelle meine Ömi müsste sich bei jedem stehenbleiben hinsetzen, gerade wo ich im Moment sehr humpelig unterwegs sind, puuh. Mein Rüde soll auch nicht an mir kleben, er soll die Umwelt wahrnehmen, damit ich an seinen Ängsten arbeiten kann. Ich bin nicht der Nabel der Welt für ihn und das ist auch gut so.

    Führung und Verantwortung für den Hund wahrzunehmen ist enorm wichtig, ICH führe den Hund durch die Welt, achte auf ihn, nehme die Umwelt wahr und führe ihn der Situation entsprechend. Ein Hund der sich wie auf Knopfdruck hinsetzt oder an mir klebt ist doch nicht das Ziel, wofür soll das gut sein ? Natürlich ist das einfacher, der Hundehalter bekommt eine Gebrauchsanweisung, muss nicht nachdenken und so wird das eben gemacht. Individuell auf den Hund eingehen ist eben ein der schwierigere Weg.

    Besser als SunnyS kann man das nicht erklären :gut:

    Das kommt doch immer darauf an. Wenn der Hund auf eine Pflegestelle des Vereins kommt dann wird er natürlich übereignet und der Besitzer ist raus. Nehmen wir aber einen Wuffel einfach nur mit auf die Homepage ist das auch kein Problem, es geht ja dann nur darum wo der Hund gesehen wird , also einfach nur Vermittlungshilfe.
    Ansonsten gibt es doch zahlreiche Anzeigenplattformen, Tiervermittlung.de, deine Tierwelt, Anzeigen in Tageszeitungen, Aushänge usw.

    Oh wenn ein Hund in dem Alter auf Kommando auf seine Decke geht und liegen bleibt obwohl es bei Frauchen Spaß gibt wäre das für mich ein Wunderhund.

    Ich persönlich verlasse bei so einem nervigen Welpen einfach wortlos den Raum. Der kleine Welpenpopo plumst auf den Boden und kuckt doof aus der Wäsche. Draußen tief Luft holen und wieder rein, ist Welpi brav prima, ist er es nicht und tschüß. Natürlich nur für Sekunden rausgehen ..... das klappt sicher nicht bei jedem Hund, muss man einfach probieren. In groben ist mein Motto, einen schnappigen Welpen kenne ich nicht, d.h. nicht anschauen, kein Wort und ich werde zum Baum. Je mehr Du rumzappelst wird es auch der Welpe tun, denn das macht ja Spaß.

    Das Problem dabei ist das viele Menschen denken ängstliche Hunde sind unkompliziert. Ich habe immer wieder Anfragen für Angsthunde von Anfängern, man wünscht sich einen ruhigen Hund, der nicht so viele Ansprüche hat. Und so ein ängstlicher bleibt ja immer nah bei einem, weicht einem nicht von der Seite und ist nur froh und dankbar wenn man ihn lieb hat. Das dies überhaupt nicht der Realität entspricht glauben die Leute nicht, dann bist Du als Vermittler der böse, der einen den Hund nicht gönnt. Trotzdem darf man bei ängstlichen Hunden keine Experimente eingehen und muss da auch sehr ehrlich sein. Trotzdem kann man nie alles vorhersagen. Ich hatte schon Hunde hier die als Angsthunde angekündigt waren und relativ unkompliziert waren und umgekehrt. Man weiß nie sicher wie es kommt und das muss einem Adoptanten auch bewusst sein.

    Und kurz zur Kritik an den Vorkontrollen. Die meisten Vereine haben nicht in jedem Ort jemanden der vorbeikommen kann. Man ist dann auf freiwillige Helfer oder andere Vereine angewiesen. Deren Aufgabe ist dann wirklich nur die Platzkontrolle, Aufklärung über den Hund und Eingewöhnung ist Aufgabe des Vereines.

    Ich hoffe auch das Elfo sich irgendwann dem Menschen anschließt, ich drücke alle Daumen.

    Ich würde mir die Pension ansehen und schauen wie es läuft, evt. die Orga fragen ob er anderweitig untergebracht werden kann.

    Ich habe ja auch sehr oft Pflegehunde, aber diese eine Woche Urlaub im Jahr ist meine Pflegehundfreie Zeit ... die brauche ich und die brauchen meine Hunde, das muss sein. Zudem mein Rüde auch nicht unproblematisch ist und sein Stresspegel im Urlaub steigt, hätte ich noch einen unerzogenen Pflegehund dabei könne ich auch gleich Zuhause bleiben. Wobei ich erst 2 x einen Pflegehund anderweitig unterbringen musste, sonst halte ich mir den Urlaub auch frei.

    Bei meinem Schäfiwelpen hatte ich damals auch blutige Hände, das hat sich mit der Entwicklung der Beisshemmung von ganz alleine gegeben. Und schau doch mal wie Schäferhunde spielen , wir nannten es auch gerne Schäferhundgetöse ...... anschleichen, fixieren , Attacke - damit werden einfach Jagdsequenzen geübt. Einen Welpen musst man doch eh immer im Auge haben, einfach handeln bevor sie "angreift". Sie ist ein Hundekind und braucht Zeit um zu lernen. Wie spielt sie denn mit anderen Welpen ?

    Warum ist in der Hundeschule keine Zeit für Fragen ? Wenn sich ein Trainer keine Zeit für den einzelnen nimmt wäre ich da ganz schnell weg. Eine Gruppe sollte aus max 4 - 6 Hunde bestehen, da muss Zeit für eine Fragerunde sein oder das Angebot für ein Einzeltraining.

    10 Minuten Training finde ich persönlich zu viel, 2 - 3 Minuten das maximale, dafür öfters am Tag. Auch mal einen Tagen überhaupt nicht trainieren, alles ganz langsam und entspannt. Meine Schäferhündin war in dem Alter auch so eine kleine Furie. Sie entwickelte sich zu einer ruhigen relaxten Hündin, die alle Menschen und Hunde liebte. Das wird schon.

    Also mit füttern meinte ich Futternapf hinstellen, manche Hunde verknüpfen das positiv. Sorry das kam bestimmt missverständlich rüber, mit Futter ranlocken niemals. Der Maverick hat die ersten 3 Wochen fast nichts gefressen, da war ich echt verzweifelt. Ängstliche Hunde binden sich oft extrem an eine Person, da haben es andere Menschen schwer. Aber wie schon gesagt, bei Euch ist noch alles offen .