Die ursprünglichen Bärte der Schnauzer und ich vermute mal auch die der drahthaarigen Terrier stellten einen gewissen Schutz gegen Bisse von Ratten und anderer gejagten Tiere dar.
Aber diese heutige Langhaar-Wuscheloptik empfinde ich eh als abstrus, es wird ja auch immer massiver bei Riesenschnauzern ![]()
Beiträge von Ludmilla
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Ja, wahrscheinlich decken sich unsere Zeitvorstellungen, ich habe wahrscheinlich das Wörtchen 'extra' in Deinem Text zu eng interpretiert.
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Und die von dagmarjung anvisierten 3 Stunden Zeit pro Tag extra nur für den Hund, kann ich nicht bestätigen. Der Hund ist eh häufig bei allem dabei, was man macht, gerade mit Kindern ist man ja viel draußen, da kann man einen Teil gemeinsam gestalten, das deckt schon mal viel 'Beschäftigung' ab (wenn man eben keinen Spezialisten mit besonderen Bedürfnissen hat).
Also mein Plädoyer : gechillten, nervenstarken, nicht zu großen Hund, gerne schon erwachsen. Wenn einem eine Rasse besonders gefällt und passend erscheint, kann man auch auf den entsprechenden Rassenothilfe-Portalen schauen, ob was passendes 'rein kommt'.
Und ich mache sogar Hundesport, recht ambitioniert, also das geht auch ohne die drei Stunden 'extra'. Hundesport okkupiert eher mal ganze Tage (Turniere, Hilfe als Vereinsmitglied, Seminare ....)
Gutes Gelingen bei der Entscheidung

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Meines Erachtens erneuern sich Vibrissen, sprich sie fallen aus und wachsen nach 😁
Nix mit Abbrechen
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Unser kam auch Anfang Dezember mit 9 Wochen zu uns, ich persönlich kam gar nicht auf die Idee, dass unser eine Welpenstunde 'braucht'.
Von unserem vorherigen Hund kannte ich so lose einige Leute und ihre Hunde. Die, mit denen es ich mir gut vorstellen konnte, hatte ich angesprochen, zum Teil vorher, zum Teil nachher und es ergaben sich dann ein paar regelmäßige Treffen.
Ich habe neben dosiertem Kontakt mit zwei Grundregeln gute Erfahrungen gemacht:
Gucken lassen, gucken lassen, gucken lassen und noch länger gucken lassen und dann in 9 von 10 Malen abdrehen und weggehen
Ausweichen ist eine Alternative bei Hundebegegnungen, das muss auch intensiv geübt werden. Diese Konfliktlösung ist nicht bei jedem Hund vorinstalliert 🙂
Und damit förderst Du grundsätzlich die abwartende Haltung deines Welpen, kein Jepeee! Los hin!
Damit hast Du beste Voraussetzungen, dass unerwartete Situationen entspannt ablaufen und Du Zeit genug hast, einzugreifen.
Viel Spaß mit dem Welpchen ❤️❤️❤️
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Ohne vertieftes Wissen in das Thema gestresster Hund zu haben, mein Vorgehen:
Bei meinem habe ich von Anfang an ein Stück Decke zuhause dahin gelegt, wo sich der Hund eh gerne hinlegte (ohne Aufforderung von mir, bei uns z.B. das Sofa).
Und dieses Stück Decke habe ich immer für Situationen mitgenommen, in denen er sich wegen der Zeitdauer idealerweise hinlegen und entspannen kann.
z.B. Wartepausen auf dem Hundesportplatz, Fahrten mit der S-/U-/RE-Bahn, die länger dauerten (wir also nicht drei Stationen später schon wieder aussteigen müssen), Café-Restaurantbesuche .... Die Situationen selber habe ich immer gemanagt, auch wenig 'erzogen'. Mir ist wichtig, dass er bei mir bleibt = Leine kurz, ansonsten darf er auch Rolle rückwärts üben oder ähnlich dummes Zeug (ich so passiv wie möglich, soll ja so langweilig wie möglich sein)
Tante Edit: passiv heißt, keine Worte an den Hund, kein Blick für den Hund , am besten Tetris am Smartphone spielen ... nur die Leine kurz und ihn aus dem Weg von anderen heraus halten.
Diese Decke habe ich NICHT mit einem klassischen Deckentraining verbunden, sondern völlig passiv immer nur auf den Boden hingelegt, wenn wir an einem Ort länger bleiben (müssen). Der Hund kann sich drauf stellen, daneben legen, Kopfstand machen - was auch immer, mir egal.
Heute (hat ca. 1 Jahr gedauert) ist dieses Stück Decke ein super Hinweis für meinen Hund, dass wir da wohl noch ein Weilchen sitzen bleiben, keine Action zu erwarten ist und nimmt es als Einladung sich hinzusetzen/-legen.
Vielleicht kannst Du dir aus dieser Vorgehensweise auch etwas herausziehen.
Viel Erfolg
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An dorfkind
Ich habe natürlich für unserem Mops das Möglichste getan, um sein Leben so schön wie möglich zu machen.
Die Diskussion ging aber doch gerade um eine Neuanschaffung, wo einige dafür plädierten eine EB wenn schon, dann aus dem Tierschutz zu holen.
Nur dagegen habe ich ein Argument angebracht. Und das ist ja nur eins unter vielen Pros und Cons 🙂
ja, ich find meinen Schnauz genauso knuffig und herzerwärmend, aber die Reaktionen auf unseren Mops waren viel extremer, da fingen wirklich völlig wildfremde Menschen auf Entfernung an zu quietschen. Und das täglich.
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Ich verstehe vollkommen, dass man 'die armen Tiere aus dem Tierschutz' bedenken soll. Aber ich bin gut 10 Jahre mit einem (sehr fitten) Mops herum gelaufen und habe mir den Mund fusselig über die Problematik geredet.
Was kam an? 'Ach, der ist ja süß! Schaumal wie süß der guckt. Ach, und gestreichelt möchte er auch werden!' = stimmte alles
Qualzucht? Argumente? Ergebnis: 'jaja, aber ach ist der süß! Guck mal wie der guckt!'
Und darum werde ich nicht mehr mit einer entsprechenden Rasse(nmischung) herum laufen - die Werbung nimmt doch auch nur auf, was allgemeiner Konsens ist. Und ein 'süßer' in echt verstärkt die Werbungen immens!!! Bzw. ist die Grundlage, weshalb Werbung mit Knautschgesichtern funktioniert.
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Ich schließe mich der lockeren Fraktion an: der Hund hat es geschafft, zigtausende von Jahren neben dem Menschen und mit dessen Abfällen zu überleben.
Diese unfassbare Hype über optimale Zusammensetzung für den Hund: holla die Waldfee, da hat die Futterindustrie die perfekte Gehirnwäsche vollbracht.
Bitte: abwechslungsreich füttern (ich (!) würde z.B. nie nur ein Futter geben), schauen was schmeckt und was nicht gerade massiven Durchfall oder Bauchgluckern verursacht, und ich gebe gerne Leckerlis obendrauf, etwas geraspelter Hartkäse, etwas Joghurt, Quark, alles was die Fellnase liebt, es schmeckt dann doppelt gut
.Mangelernährung entsteht durch Füttern von purem Muskelfleisch oder nur Eiern oder nur Nudeln oder nur Quark oder nur Karotten - alles zusammen gemischt, dann passts.
Liebe Grüße Ludmilla
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Wobei ein Argument gegen die Aufnahme aus dem Tierschutz wäre - und ja das geht auf Kosten von schon geborenen Individuen:
Je mehr Exemplare einer Qualzucht herumlaufen, desto mehr 'Werbung' wird dafür gemacht.
Wir hatten einen Second-Hand-Mops - sogar noch mit relativ wenig Einschränkungen - aber der 'Süßigkeits-Faktor' ist immens bei anderen (natürlich auch bei uns) und dagegen kommt kein rationales Gespräch über Einschränkungen gegen an.
Ich würde keine 'süße' Qualzuchtrasse mehr in der Öffentlichkeit präsentieren - woher auch immer.