Beiträge von ChatSauvagee

    Was mir dazu einfällt...

    1. Wie alt ist Nakama? Wenn er wirklich noch ein Welpe oder grade so ein Junghund ist, habt ihr ein absolut zu großes Pensum an Beschäftigung . Ihr geht mit dem Hund am Tag an die 2 Stunden spazieren + Löserunden? Das mache ich nicht mal täglich mit meinen erwachsenen Hunden. Man sagt, ganz ganz grob, 5 Minuten am Stück pro Lebensmonat (hier ist eher strammes laufen an der Leine gemeint, deshalb kann das natürlich schon mehr sein, wenn der Hund viel frei laufen darf und sein Tempo bestimmen kann, aber nicht so übertrieben viel mehr).

    Er dreht nicht am Rad, weil ihm langweilig ist, sondern weil er viel zu überreizt ist. Macht lieber ruhige Dinge mit ihm in kleinen Frequenzen. Suchspiele, Schnüffelteppich, Apportieren..

    Ihr schadet damit nicht nur seinen Knochen und Gelenken, sondern auch seiner Gesundheit, weil er irgendwann unter chronischem Schlafmangel leidet. Hütehunde und vor allem die Border sind ausgesprochen sensible Hunde, was die Balance zwischen Über- und Unterforderung betrifft, aber vor allem müssen sie alle als Welpen lernen, auch zur Ruhe zu kommen und einfach mal nichts zu tun.

    2. Zu viel trinken ist nicht sehr selten ein Anzeichen von Stress und Überforderung, die der Hund versucht zu kompensieren. Dem Welpen aber deshalb das Wasser zu limitieren, finde ich nicht in Ordnung. Lasst es gesundheitlich abklären und schaltet 5 Gänge zurück, was den Tagesablauf betrifft.

    3. Hundewiesen sind oft das pure Gift, vor allem für bestimmte Hundetypen und genau deinen sehe ich da, nach deiner Beschreibung, absolut nicht. Sucht euch 1 oder 2 passende Hunde aus, wichtiger sind auch souverände, erwachsene Hunde, mit denen ihr euch ab und an trefft, aber halte ihn von diesen Massen fern. Auf Hundewiesen wird zum Großteil gemobbt, angesext, gejagt, gepöbelt, während die Leute dzusammenstehen, tratschen und ihre Hunde alleine im Regen stehen lassen. Die Hunde können nichts für die Unfähigkeit der Besitzer, aber dein Junghund wird darunter leiden und mehr Schlechtes, als Gutes davontragen.

    Du schürst das Problem, dass er auf andere Hunde an der Leine und wenn ihr in diese Richtung geht so reagiert, damit auch selber. Und tust dir und dem Hund für später absolut keinen Gefallen, die Hundewiese weiter zu besuchen.

    Zum Problem mit dem Zeug, dass er alles frisst, sag ich mal nichts. Das Problem hatten wir nie und wenn mal zwischendurch, war es mit Tauschen immer am besten gelöst.

    Ich glaube, bei der (noch leichten) Problematik würde ich jetzt verfüttern, was ich noch habe und dann auf Grund der Erfahrungen und positiven Meinungen im Trofu-Beitrag das Köbers light ausprobieren.

    Bei Nassfutter und Sobrennen ist ja öfter das Problem, dass der Fleischanteil immer um einiges höher ist, als im Trockenfutter und das Nassfutter nicht so lang im Magen bleibt, ergo dieser schneller leer läuft. Reinfleischdosen könnten halt bei der Thematik auch schwierig sein dauerhaft.

    Und Defu ist kaltgepresst, oder? Auch das löst bei vielen Hunden Sodbrennen aus.

    Zitat

    Wecker stellen und reinmachen waren ständig knapp aneinander vorbei und meine Eltern schlafen wie Steine, da wurde keiner wach, wenn Hund aufgestanden ist und sich ein schönes Plätzchen gesucht hat...

    Das ist dann was anderes, ich hab da einen selektiv sehr leichten Schlaf und das Getappe immer gehört - aber (nicht provokant gemeinter, sondern neugieriger!) Umkehrschluß: Was macht eine geschlossene Box da besser? Wenn deine Eltern derart fest pennen, nehmen sie den Welpen dann ja auch erst wahr ,wenn er lauthals schreit oder richtig tobt, also total Streß hat - und dann ist es doch meist eh zu spät? Das heißt, der Vorteil wäre hier, dass man Box statt Fußboden saubermachen muß, oder schlußfolgere ich da falsch?

    Und weiter - das ist jetzt aber graue Theorie, weil, wie gesagt: ich hatte sowas (noch)nie - trainiert man einem Welpen auf diese Weise langfristig nicht auch die leiseren, früheren Signale ab? Wenn er immer wieder merkt, dass keiner reagiert, wenn er (was meine taten) vors Bett tapst, sich vielleicht dran aufrichtet, seine Leute anstarrt und leise miept? Dann kann er doch ebenso den Schluß ziehen, gleich in die Box zu machen, weil Melden eh nix bringt?

    Gut, das wär dann wahrscheinlich wieder ein allgemeines Problem für Welpen schwerhöriger/fest schlafender Hundehalter - es ist schon ein verwickeltes Thema....

    Am Boden hat Emmi sich gar nicht bemerkbar gemacht, sie kam ja nicht zu meinen Eltern ans Sofa, ist hochgesprungen oder derartiges. Sie hat sich einfach still und leise ein paar Schritte von ihrem Körbchen entfernt und laufen lassen.

    Deshalb auch meine Aussage, dass meine Eltern einen tiefen Schlaf haben (was sicher auch der Schichtarbeit geschuldet ist). 'Nur' rumtapsen nehmen sie halt nicht wahr. In der Box muss Emmi im Gegensatz dazu nicht gleich völlig ausrasten, damit sie aufwachen, normales Fiepen hören sie sofort.

    Aber wie gesagt, der Drops ist eh durch. Die letzte Nacht habe ich sie überzeugen können, den Hund mit aufs Sofa zu packen. Trinken ist da aber halt zum Beispiel nicht möglich (wie in der Box oder am Boden), außer sie würde sich bemerkbar machen. Wobei meine erwachsenen Hunde nachts noch nie getunken haben, aber da ist ja jeder Hund anders.

    Sie ist quasi gefühlt von heute auf morgen stubenrein geworden, läuft jetzt zur Tür, wenn sie muss und schläft so gut wie durch. Die Frühschicht geht aber sowieso um 4:30 schon mit ihr raus.

    Wenn es zwischen den Hunden nicht so laufen würde, wie es läuft, könnte ich sagen, wir sind auf dem absolut richtigen Weg.

    Meine beiden schlafen nie jede Nacht an einem bestimmten Ort und beide waren als Welpen in meiner Nähe (einmal in der Box direkt am Bett und einmal ohne Box mit im Bett, später dann im Körbchen).


    Ich kann sie heute ganz flexibel im Wohnzimmer parken, mit ins Bett nehmen oder neben meinem Bett schlafen lassen. Ohne Drama.

    Trotzdem verstehe ich, dass man seinen Hund nicht mit im Schlafzimmer haben möchte. Aber in den ersten WochEN hätte ich trotzdem wenigstens in ihrer unmittelbaren Nähe geschlafen, nicht gleich ein Zimmer weiter. Da bekommt man einfach viel mehr mit und der Bindung, von der du so oft sprichst, tut es auch mehr als gut.

    Die Box, oder eher den Auslauf, finde ich jetzt nicht zu klein oder ungemütlich.

    Aber du solltest deinem Welpen zu jeder Tages- und Nachtzeit die Möglichkeit geben, zu trinken. Es gibt Näpfe, die sich am Boden festsaugen und nicht überschwappen können.

    Die Schilddrüse wäre auch mein erster Verdacht. Ich würde jetzt erst mal ales machen, was du schon schreibst und die Ergebnisse abwarten.

    Wenn das mit den Problemen beim Fressen bleibt, kommt ihr eventuell um eine Ausschlussdiät nicht rum bzgl. Unverträglichkeiten.

    Ganz vergessen zu erwähnen: die Fleischbrocken sortiert er sich raus und isst er zögerlich, Knochen nach einigem Zögern, Haferflocken und Gemüse lässt er liegen, obwohl er das immer gerne gegessen hat.

    Barf mag und verträgt nicht jeder Hund, meine Yorkerine hat so einige chronische Magen-Darm Baustellen, da wäre Barf das letzte, was ihr gut bekäme.

    Ich würde jetzt wahrscheinlich auch erst mal weiter schonend kochen (Huhn, Hüttenkäse, Karotten, Zusätze) und die tierärztlichen Befunde abwarten.

    Hier klingt das manchmal ein bißchen ,als gebe es nur noch Extreme - Box oder Bett? Was ist eigentlich aus dem guten alten Hundekörbchen geworden, erst neben dem Bett in "Handreinsteckweite", später anderswo im Schlafzimmer?

    Lief hier zum Beispiel bestens, ich wäre 1.)schlicht nicht auf die Idee gekommen ,einen fünf Monate alten Airedale mit ins Bett zu nehmen, und 2.) fand der junge Hund, bisher Draußenleben gewohnt, Wärme und Begrenztsein gleichermaßen scheußlich. Aber Körbchen mit ab und zu aufstehen und sich auf dem noch kühleren Fußboden ausstrecken ging von Anfang an prima. Und wenn der noch nicht stubenreine Hund musste, hörte man erst das Körbchen knetern ,dann Tappen auf dem Holzfußboden - und dann wurde es Zeit.

    Will sagen: Nur schwarz oder weiß gibt es einfach nicht, sondern auch noch einige andere Lösungen.

    Das haben wir zum Beispeil die erste Woche so versucht, weil meine Eltern den Welpen eben nicht im Bett oder auf dem Sofa haben wollten und wir die Box erst aufgebaut haben.

    Funktioniert hat das überhaupt nicht.

    Wecker stellen und reinmachen waren ständig knapp aneinander vorbei und meine Eltern schlafen wie Steine, da wurde keiner wach, wenn Hund aufgestanden ist und sich ein schönes Plätzchen gesucht hat...

    Meine Ersthündin hat von Tag 1 durchgeschlafen im Körbchen und musste nachts nie raus.

    Die Zweithündin wollte nur in ihrer Box schlafen, die ich mir dann offen auf das gleichhohe Nachtkästchen am Bett gestellt habe. Wenn sie nachts musste, kam sie rausgekrabbelt und hat sich auf meinen Kopf gesetzt |)

    Warum wir die geschlossene Box nachts und tagsüber für kleinere Auszeiten nutzen, habe ich ja eigentlich schon sehr ausführlich beschrieben.

    Müsste ich nun einen Grund nennen, der den Vorstellungen der Kritikern hier gerecht wird, müsste ich sagen, weil wir in einer nicht wirklich passenden Situation einen dritten Hund geholt haben. Deshalb habe ich auch erklärt, dass nicht ich auf diese Idee gekommen bin, man das Kind aber halt dann versucht, zu schaukeln.

    An dieser Stelle möchte ich auch nochmals betonen, dass die Box für uns nie eine dauerhafte Lösung ist und bei den Althunden nicht annähernd gebraucht wurde. Sie wird auch nicht als pauschale Abstellkammer für alles und generell hergenommen. Sie ist ein Hilfsmittel, um der aktuell stressigen Situation entgegenzuwirken, damit man durchatmen kann, statt doch noch durchzudrehen.

    Weil wir aber allesamt keine Egoisten sind (was manche kurzzeitig wohl anders gesehen haben) und uns auch eure - meist freundlich formulierten - Meinungen wichtig sind, haben wir uns dazu entschlossen, dem Welpen ein passende(re)s Zuhause zu suchen. Genau aus den genannten Gründen. Wir möchten keinen Hund, der aus Überforderung längere Zeit seines Lebens in der Box verbringen muss. Aktuell sehen wir jedoch bei unserem Alltag und der Situation zwischen den drei Hunden keine bessere Lösung und deshalb bleibt nur der letzte und schwerste Weg. Aber gleichzeitig auch der beste für Emmi. Das haben nun auch meine Eltern bemerkt.

    Warum ich das jetzt hier schreibe, keine Ahnung. Ich möchte das auch nicht weiter breit treten, sondern euch einfach an der Entscheidung teilhaben lassen.