Beiträge von ChatSauvagee

    Bei mir reagieren auch beide Hunde mit Haarausfall, eitrigen Hautentzündungen und extremem Juckreiz auf beide Halsbänder.

    Spot-on hatte ich bisher nur Advantix im Test, auch da extrem heftiger Juckreiz, deshalb wieder rausgewaschen.

    Ich hab' echt lang wegen der Tablette überlegt vor 3 Jahren, weil ich die Hunde, da wo wir wohnen, kaum ohne richtigen Schutz rauslassen kann.

    Also haben wir es gewagt, erst mit Nexgard und mittlerweile gibt es Bravecto. In 3 Jahren hatte ich jetzt nur dieses Jahr bei beiden Hunden einen halben Tag Bauchweh und 2x Kotzerei.

    Ansonsten keine Nebenwirkung und keine Zecken mehr.

    Da würde ich nie und nimmer nochmal hingehen.

    Tricks lernen ist so ziemlich das letzte, das ich von einer gut geführten Welpenstunde erwarte.

    Umwelteindrücke, Reize, Untergründe, Bindung, Frustrationstoleranz, spielerisch die Grundkommandos lernen, spielerisch mitlaufen an der Leine lernen, das Abrufen üben, Ruheübungen, soziales Spiel.

    Alles in kleine und kurze Sequenzen verteilt, mit vielen Pausen zum schnüffeln, lösen, nichts tun zwischendurch. Ehrlich gesagt sehe ich sehr oft straffes Programm in Welpengruppen, eine Stunde durcharbeiten oder etliche Spielpausen dazwischen. Das ist auch schon mehr als anstrengend für die Welpen und viel zu viel. Selbst mein erwachsender Hund ist platt, wenn wir eine halbe / dreiviertel Stunde arbeiten, für ihn sind das aber keine 'neuen' Dinge, die erst verarbeitet werden müssen.

    Das kann man m. M. nach nicht pauschalisieren.

    Es kommt doch immer darauf an, wie fit man sich aktuell fühlt, wie der Lebenstil ist, was man gewohnt ist usw.

    Ich würde auch nicht unbedingt jemandem ü50, der immer nur einen gemütlichen Hund hatte und durch kleinere Einschränkungen nur 2x am Tag um den Block geht, einen Sporthund in die Hand drücken.

    Und dann gibt es Menschen, die machen ihr ganzes Leben lang Hundesport und führen Arbeitsrassen, sind noch agil und fit, warum sollten die sich in dem Alter nicht nochmal einen solchen Hund holen.

    Muss man individuell betrachen, was halt am besten passt und wann man vielleicht umsteigen sollte.

    Meine Tante hatte 4 Berner und hat sich mit ü50 jetzt einen Altdeutschen zugelegt. Sie war aber immer mehr die, die öfter Runden ohne den Hund gedreht hat, weil der Berner halt schon ab 15 Grad nicht mehr groß laufen wollte und sie körperlich total fit und agil ist. Also hat das schon mal super gepasst.

    Für sie war eher die Umstellung auf einen so intelligenten Hund, der sie fordert und gefördert werden will, ungewohnt und Neuland. Aber das kann ja jedem passieren und ist weniger abhängig von Alter u. Verschleiß.

    Da spielen viele Faktoren zusammen, finde ich.

    Wie viele Leute rennen mit großen / schweren Rassen rum, sind jung und könnten ihren Hund auch niemals ein paar Meter tragen.

    Selbst ich wüsste jetzt nicht, wie ich meine Hündin, die 'nur' 15 kg wiegt, mehrere km im Gebirge rumschleppen soll. Dann hol / rufe ich eben Hilfe und schaue, dass ich nicht auf einsamen Bergen klettern gehe.

    Mein Bauchgefühl hat mir von der ersten Seite an hier gesagt, dass du nur am durchhalten bist und irgendwann der Moment kommt, wo das alles zusammenbricht. Vielleicht auch, weil ich mich gut in dir spiegeln konnte und etwas zurückversetzt war in die Zeit, als meine Nicki noch Welpe war. Nur hatte ich das Glück, dass meine Eltern voll und ganz zur Unterstützung da waren (und heute noch sind) und ich mich mehr als genug rausnehmen konnte, wenn gar nichts mehr gegangen ist. Ich bin ein wahnsinnig sensibler Mensch, mich werfen kleinste Veränderungen im Alltag schnell aus dem emotionalen Gleichgewicht und noch dazu kommt der Drang, immer alles perfekt machen zu wollen und damit das Dasein als Helikopterfrauchen. Das war und ist auch für mich oft mühsam, aber mit den Menschen, die ich an meiner Seite habe, ist es gut machbar. Egal ob als psychische Stütze oder eben als Hilfe, wenn ich einfach mal Abstand brauche.

    Verantwortung übernehmen heißt nicht, zwanghaft etwas halten zu wollen, das einem viel zu viel ist. Vor allem nicht, wenn man damit so gut wie alleine dasteht. Dann muss man eben den Mumm haben, die Schuld bei sich zu sehen und alles Bestmögliche tun, um der Kleinen einen Neuanfang woanders zu ermöglichen. Das hast du getan.

    Es hilft alle Zeit der Welt und alle Versuche nichts, wenn man sich selber nicht in der Lage fühlt, den 'normalen' Alltag mit Hund zu managen. Mit all den verrückten, liebevollen, stressigen, turbulenten, schönen, sorgenreichen Momenten. Für viele ist es eine Lebenseinstellung, Hundemensch zu sein. Das muss man wollenen, können und auch fühlen.

    Ich wünsche euch trotzdem alles Gute für die Zukunft und Holly ein tolles, neues Zuhause!

    In DE ist das zwar etwas strenger geregelt, auch auch noch viel zu larifari.

    Ich hatte ja letzten Sommer den Fall mit dem älteren Herren und Schäferwelpe. der den Zwerg einfach öffentlich auf einer Caféterrasse zusammengefalten hat. Immer wieder hat er ihn mit der FAUST in die Seite und halb auf den Kopf geschlagen und auch mit der Leine. Grund: Welpe wollte sich am Tisch BEWEGEN und im weiteren Verlauf aus Angst Reißaus nehmen, da ist dann auch noch das Bierglas vom Tisch gefallen und der Hund hat wieder die ganze Wut abbekommen. Die Frau des Herren hat schon beschämt durch die Gegend geschielt und leise und mindestens genauso ängstlich geflüstert, dass er bitte damit aufhören soll.... weitere Gedanken lass ich an dieser Stelle mal raus. Es haben ungefähr 10 Leute dabei zugesehen, aber aufgestanden und hingelaufen bin nur ich. Ich hab' ihm gesagt, er soll aufhören seinen Hund zu schlagen und dass das gesetzlich verboten ist, sonst rufe ich die Polizei. Die Ausdrücke, die er mir an den Kopf geworfen hat, gehören in keinen Mund. Er schlägt seinen Hund wann er das möchte und ich hätte ihm nix zu sagen. Und man glaubt es nicht, es sind dann anschließend noch zwei weitere aufgestanden, um mich zu unterstützen.

    Der war natürlich schneller weg, als ich Polizei oder Amt informieren konnte, aber das hab ich dann mit seinem Kennzeichen nachträglich gemacht (Vetamt).

    Die meinten nur, sie würden sich darum kümmern und den zuständigen Polizeibeamten dort vorbeischicken.

    Aber trotzdem glaube ich (leider) nicht, dass das irgendwelche Konsequenzen für den Mann hatte.

    Das steht auch bei Kategorie 'was mir nicht so wichtig ist' :pfeif:

    Wir wohnen super ländlich und auch wenn ich in der Stadt wohnen würde, kann ich meine Hunde beim Stadtbummel oder im Eiscafe in der Innencity einfach nicht gebrauchen.

    Andere Hunden sollen sie respektieren und sich nicht aufführen, aber müssen deswegen nicht alle lieben.

    Irgendwie folge ich keiner richtigen Erziehungsphilosopihie.

    Durch die Arbeit im Verein habe ich schon so viele Hunde mit den unterschiedlichsten Charakteren erlebt und für jeden dieser Hunde gibt es einen anderen, passenden Weg, damit sie mit ihren Haltern entspannt durch den Alltag gehen können. Und ich war bereits auf so vielen Seminaren und workshops und so gut wie überall konnte ich für mich passendes und nicht passendes mitnehmen. Das ist ein fortlaufender Prozess.

    Es gibt grundlegende Dinge, die mir wichtig sind, ja und als ich nur einen Hund hatte, bin ich vielleicht sogar hauptsächlich eine Schiene gefahren.

    Das hat sich spätestens mit dem Einzug von Maja geändert, da die beiden eigentlich grundverschieden sind.

    Ich bin niemand, der sagt, absolut keine Gewalt und ich bin niemand, der sagt, absolut kein Wattebauschwerfen. Angepasst an Situation, Lernstatus und Charakter des Hundes werden bei mir auch Dinge gemaßregelt, die ich nicht möchte. Ich habe meine Große schon am Nackenfell gepackt, weil die 10001te Katze plötzlich gejagt werden wollte und die Kleine mit Bein stellen geblockt, als sie der Großen hinterher und ihr in die Hacken beißen wollte. Das endete dann eben im Purzelbaum. Man hört mich hier und da mal brüllen, weil Nicki nach 5 normalen Abbrüchen gefühlt mit Mittelfinger am Gartenzaun steht und weiter kläfft. Aber nach einer Ansage haben wir das Thema wieder lange Zeit vom Tisch. Grundsätzlich ist mein Vorgehen IMMER ein positiver Aufbau jeglicher Dinge, die ich meinen Hunden lernen möchte. Wenn diese Dinge sitzen und zuverlässig in jeder Situation abrufbar sind, wende ich Abbrüche und auch in angepasster Dosis Maßregelung an, sollten sie ignoriert werden. Dabei sind mir Kleinigkeiten, die niemanden nachhaltig stören oder sich weiter in die falsche Richtung ausdehnen können, aber egal. Möchte ich quasi ein 'Sitz', weil ich im Biergarten in der Schlange stehe und sie ignoriert es, na gut, dann ist das halt so, deswegen werde ich nicht lauter oder energischer, sondern schaue, warum sie es vielleicht grade nicht ausführt und versuche es einfach nochmal. Geht sie jeden Fußgänger und anderen Hund am Zaun an, weil der ihr grade nicht in den Kram passt und ignoriert meine Bitte, das zu unterlassen, werd ich ungemütlich.

    Grundsätzlich wichtig ist mir...

    ...dass keine unfaire oder übetriebene Gewalt (psychisch wie körperlich) angewendet wird

    ...der positive Aufbau einer (sehr) guten Bindung

    ...der positive Aufbau der Grundkommandos Sitz, Platz, Bleib, Stop, Fuß

    ...dass sich meine Hunde im Ernst- und Angstfall an mir orientieren können und wollen

    ...dass sie fair und höflich anderen Lebewesen gegenüber sind, sei es Mensch, Hund oder anderes Getier (oder sie ansonsten entsprechend gesichert werden)

    ...dass ich sie zu 90% sicher und sofort abrufen oder an Ort und Stelle absetzen/legen kann, auch auf Entfernung

    ...dass sie Rücksprache halten, wenn sie außerplanmäßiges vorhaben ("oh da ist ein See, ich würde gern baden gehen".. "oh da ist ein anderer Hund den ich kenne, da würde ich gerne mal hin")

    ...dass sie eine gewisse Zeit alleine bleiben bzw. überhaupt ohne mich sein können, ohne dabei Stress zu haben (angepasst an den jeweiligen Hund)

    ...dass sie durch (sehr) gut sitzende Grundkommandos und Impulskontrolle die meiste Zeit frei laufen können und ich mich dabei auch gedanklich abwenden kann

    ...dass sie lernen und wissen, dass in den eigenen 4-Wänden bis auf Fressen, Kaukram und Leckerlisuche Ruhe herrscht

    ...dass sie wenig gestresst sind und entspannt durch's Leben gehen können

    ...dass man sich aufeinander verlassen kann

    Wie genau ich da beim jeweiligen Hund zum Ziel komme und wie weit und sicher wir dieses Ziel erreichen, das ist ja ganz unterschiedlich und wird entsprechend angepasst.

    Deshalb würde ich mir zum Beispiel nie einen Hund holen, bei dem ich weiß, dass er durch speziell gezüchtete Charaktereigenschaften eine dieser Dinge absolut nicht annähernd für mich tragbar beherrschen wird.

    Und auch kein Überraschungsei aus dem Tierschutz.

    Nicht so wichtig ist mir...

    ...dass ich meine Hunde ÜBERALL mit hinnehmen kann

    ...dass meine Hunde alle anderen Hunde gut finden

    ...dass meine Hunde stadttauglich sind

    .

    In dem Fall können meine Bedenken dazu ignoriert werden. Irgendwie hatte ich absolut nicht auf dem Schirm, dass da Ferien mit im Spiel sind. |)

    Mir wär's halt trotzdem nichts, meinen Welpen von mehr als einer festen Stelle fremdbetreuen zu lassen. Kann auch Geschmackssache sein.