Beiträge von JackundGismo

    Wie gesagt, FÜR MICH passt das nicht wirklich zusammen wenn das Ziel ist nen Collie nur in "besser" zu erschaffen

    Das ist doch aber gar nicht das Ziel - sondern, einer älteren Version des Collies wieder näher zu kommen. Mehr Arbeitshund, weniger Begleithund.

    Für mich stellt es sich so dar: durch die Einkreuzung von (passenden, ergo gesunden, wesensfesten und verträglichen) DSH riskiert man: mehr Unverträglichkeit, weniger leicht lenkbar, mehr Konfliktbereitschaft. Man hat dafür die Chance auf: weniger extremes Fell, stärkere Nerven und mehr Arbeitswillen. Höhere genetische Variabilität garantiert.

    Ob das für einen ein guter Deal ist, muss man abwägen. Ich würde es mit Kusshand nehmen.

    Die Mehrheit braucht allerdings keinen Arbeitshund, sondern eher einen lieben Begleithund.

    Mehr Unverträglichkeit, weniger leicht lenkbar und mehr Konfliktbereitschaft sind alles Eigenschaften die man sich bei keinem Hund wünscht. Der Collie ist ja nicht nur wegen seinem hübschen Äußeren so beliebt, sondern auch wegen seinem bezaubernden Wesen. Die wenigsten möchten sich mit solchen Eigenschaften auseinander setzen.

    Der einzige positive Punkt wäre weniger Fell und dafür dann ein solches Risiko eingehen.

    Man findet auch durchaus nervenstarke Collies wie z. B. unseren Indy. Den bringt nichts aus der Ruhe. Es wurde halt leider von vielen Züchtern Hunde zur Zucht eingesetzt die diese Nerverstärke nicht haben. Bei den meisten geht es nur ums Geld. Da wird der ein oder andere Züchter sicherlich lieber den DSH aus der Nachbarschaft einsetzen als hunderte von Km zu fahren um den besseren passenden Deckrüden zu finden.

    Die Idee dabei nur die positiven Eigenschaften aus 2 Rassen zu bekommen funktioniert eher selten. Das kennt man schon bei anderen Rassen sowohl in der Hunde- wie auch in der Pferdezucht.

    Wenn es nur um Rückzüchtung gehen würde dann würde der Welsh Sheepdog auf jeden Fall besser passen. Er ist vor allem robust, gesund, hat den von wohl vielen gewünschten Arbeitswillen und sieht dem Collie ähnlich.

    Gibt ja auch beide Projekte. Da kann dann jede/r selbst abwägen, was davon ihm lieber ist, wenn Interesse an so einer Rückkreuzung besteht.

    Ich befürchte nur, dass sich da nicht jeder Gedanken drum macht was die Bedürfnisse eines solchen Hundes sind und nur nach der Optik geht. Ich kenne mittlerweile viele Hundebesitzer die mit ihrem Aussie oder Border Collie völlig überfordert sind. Für uns waren es damals auch Traumhunde.

    physioclaudi ich denke es gibt sicher bei jeder Rasse Hunde die ihr eigenes Wesen haben und vielleicht ein bisschen anders sind als der größte Teil der Rasse. Somit vielleicht sogar einen Collie mit Jagdtrieb.

    Unser Mix und auch die Schäferhunde durften natürlich nicht frei laufen. Nur wenn sie irgendwie die Gelegenheit bekamen waren sie weg.

    Du beschreibst deinen Hund schon etwas schwieriger als andere Collies der vielleicht nicht uuunbedingt von anderen zu händeln ist (bitte nicht falsch verstehen das muss er ja auch nicht), einen Schäferhund in nett. Jetzt stell dir vor die Eigenschaften vom Schäferhund schlagen durch. So ein Hund ist für manchen erfahrenen der Traumhund das möchte ich nicht abstreiten aber der Großteil wäre überfordert und der Hund landet beim Tierschutz wie mittlerweile die vielen Aussies und Border Collies.

    Hütetrieb IST Jagdtrieb

    Wenn ich sowohl die Aussies früher und die Collies heute beobachtet habe hatten sie immer versucht z.B. einen Hasen zurück zu treiben. Da sie ihn nicht bekamen gaben sie auf und kamen sofort zurück.

    Unser Aussie trieb Schafe ohne sie zu verletzen und ohne dass er es je gelernt hatte.

    Unsere Hunde und die von Bekannten mit echtem Jagdtrieb hetzen das Wild bis zum bitteren Ende. Es geht ihnen darum z. B. den Hasen zu erwischen und zu töten. Mein Mix damals fraß seine Beute dann auch.

    Mein erster eigener Hund war ein Schäferhund-Collie-Mischling. Er war wirklich ein lieber Kerl, freundlich zu jedem Menschen aber er hatte enorm Jagdtrieb.

    Hmja, das ist dann auch eher eine Einzelbeobachtung. Der kann ich meinen Collie entgegenhalten, der mega Jagdtrieb hat. Und die DSH Hündin einer Freundin, die kein Stück jagt. Auch das natürlich Einzelbeobachtungen.

    Mal zum jagenden Collie, weil ich vorhin die Kamera draufgehalten hab. Er ist dann absolut im Tunnel und für mich nicht mehr erreichbar.

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    Kommt darauf an ob es Hütetrieb ist oder Jagdtrieb.

    Meine Collies sind in jungen Jahren auch schon mal einem Hasen hinterher. Das war aber kein Vergleich zum Jagdtrieb. Zum einen war der Hund dann Stunden weg und Hasen wie gesagt hatten es nicht überlebt. Meine 4 Collies hatten/haben bisher nie ein anderes Tier gebissen oder getötet.

    Unser allererster Hund, den ich mit meinen Eltern im Alter von 14 Jahren aus dem Tierheim geholt hatte, war ein Collie Schäferhund Mix. Senta war ein wirklich sehr lieber Hund. Extrem an die Familie angebunden, hatte keinen besonderen Jagdtrieb, war lieb mit uns Kindern und insgesamt sehr feinfühlig.

    Sie war der Grund, warum ich danach im Erwachsenenalter einen Collie Welpen aufnahm und mich auch jetzt wieder für einen Collie (diesmal KH) entschieden habe.

    Ja einen Collie auf jeden Fall immer wieder. Unser Collie-Schäferhund-Mix sah optisch eher wie ein Schäferhund aus und war auch ein ganz lieber Hund. Hatte wohl den Jagdtrieb eher vom Schäferhund. Bei einem Mischling weiß man nie so genau was mehr durchschlägt.