MelanieR : als Chili letztes Jahr todkrank war, habe ich mich gefragt, ob das noch sie ist.
Sie war immer eine stolze freie Kriegerin. Sicher, sie hätte ganz gewiss noch ein paar Wochen geschafft, aber für wen?
Ich wollte nicht warten, bis sie nicht mehr kann, ich hätte es mir nie verziehen, dieses stolze Wesen auf Knien kriechen zu sehen. (überspitzt dargestellt) Ich wollte, daß sie aufrecht und in Würde geht und nicht voll Schmerz und Luftnot.
Mein Mann war entsetzt, als ich ihm sagte, daß Chili das so nicht mehr lange kann - er hatte ihren Zustand komplett anders wahrgenommen. Diese Entscheidung zu treffen war schmerzhaft und ich habe geweint, als ich in der Praxis anrief und um einen Haustermin bat...
Ich wollte nicht warten, bis es unübersehbar ist, ich wollte sie nicht vor Schmerzen weinen oder nach Luft ringen hören. Es war für mich die Summe aus ganz vielen kleinen Zeichen.
Ich will dir zu nichts raten, so etwas zu entscheiden, ist schwer genug. Aber vielleicht hilft es dir zu lesen, warum ich mich entschieden habe, einen Hund zu erlösen, der für aus der Sicht anderer noch lange nicht todkrank war. Das Ende war unausweichlich. Es gab zwei Möglichkeiten - a) vielleicht etwas zu früh, dafür aber in Würde und ohne Angst und Schmerzen. b) so lange abwarten, wie man meint, es verantworten zu können und evtl. den "richtigen" Zeitpunkt zu verpassen.
Ich wünsche euch von Herzen alles Gute!