Beiträge von Zucchini

    Außer an Silvester kriegt man in der Großstadt jederzeit Taxis

    Hattest du schon mal einen Notfall, bei dem der Hund unkontrolliert erbricht, kotet oder schreit? Also bist du dann Taxi gefahren?

    Nimmt einen dann wirklich ein Taxi mit? Ich weiß, wie pingelig sich Taxifahrer schon mit Erbrochenem von Menschen haben und wie viel sie für die Reinigung des Autos kassieren.

    Auch ich bin schon mit einem kleinen Hund Taxi gefahren. Er musste allerdings im Fußraum sitzen.

    In den letzten Jahren habe ich mehrfach große/größere Hunde als Notfall transportiert, weil die Autos der Besitzer zu klein waren. Einmal eine große HSH Hündin, die notkastriert werden musste und danach nicht laufen konnte. Wir mussten sie mit einer Decke ins Auto tragen. Sie roch stark nach Urin. Wie hätte das in einem Taxi geklappt? Ich weiß es wirklich nicht. Sie musste danach noch mehrfach zum Arzt gefahren werden - ich habe noch nie so ein "Kalb" im Auto gehabt. Werden so große Hunde im Taxi im Kofferraum transportiert? Oder auf der Rückbank? Verlangen die Fahrer dann eine Sicherung?

    Die BC Hündin meiner Freundin hatte ein heftiges Vestibularsyndrom, hat während der Fahrt mehrfach gebrochen und stark gespeichelt. Ein Taxi wäre danach ein Fall für die Innenreinigung gewesen.

    Wie schon gesagt - es geht mir nicht um einen gesunden Hund sondern um einen tiermedizinischen Notfall.

    Beim Taxibestellen ordert man eins mit Hundemitnahme und gut.

    Und das funktioniert auch nachts? Ich schrieb ja von Notfällen außerhalb der regulären Zeiten.

    Ich stelle mir vor, ich stehe da mit dem Handy in der Hand und telefoniere mich durch alle Anbieter, um einen mit Hundemitnahme zu finden, während der Hund Blut spuckt oder schreit vor Schmerzen.

    Das, gekoppelt mit der Aussage, daß es mit Kliniken im Pott schlecht aussieht, würde mich dazu bewegen, lieber nur einen Sitterhund zu nehmen.

    Man geht ja oft von dem aus, was man selbst "vor der Tür" hat... Hier gibt es GsD ein paar Kliniken und Notdienste und auch eine mobile Praxis mit 24 Stunden Dienst. Daß es in einem so dicht besiedelten Gebiet wie dem Ruhrpott so schlecht mit der Notversorgung bestellt ist, stimmt mich nachdenklich und auch ein wenig traurig.

    Ich sehe mehrere Punkte kritisch.

    Punkt 1

    Du wohnst direkt an einer Hauptverkehrsstraße - zu jedem Gassi musst/möchtest du mit den Öffis fahren. Ansonsten kann der Hund sich vermutlich nur auf Asphalt lösen? Im Gemeinschaftsgarten geht das ja (verständlicherweise) nicht. Was, wenn du einen Hund bekommst, der nicht mit den Öffis fahren mag?

    Punkt 2

    Du scheinst sehr stark übergewichtig zu sein und das Haus nur sehr selten zu verlassen - kannst du dir vorstellen, einen Hund mehrmals täglich die Treppen hochzutragen? Ich bin selbst keine Feder und weiß, wie anstrengend es sein kann, Treppen zu steigen, wenn man außer sich selbst auch noch einen Hund tragen muss. Bitte verlass' dich nicht darauf, daß ein Hund IMMER alleine Treppen läuft - es kann in jedem Alter Fälle geben, wo du den Hund tragen musst. Von daher sollte dein Hund klein und handlich sein - bei 7kg würde ich die Obergrenze sehen. (von der Beschreibung deiner Fitness ausgehend)

    Es kann immer Fälle geben, in denen du schnell beim Hund sein oder dich blitzschnell bücken musst - kannst du das? Hunde können schnell in richtig doofe Situationen geraten - das sind jetzt keine Horrorszenarien. Da reicht etwas, was er plötzlich fressen will, dir fällt mal die Leine aus der Hand oder er hat im Freilauf plötzlich Ärger mit einem anderen Hund etc.

    Punkt 3

    Du erwartest von einem Hund das, was eigentlich von dir kommen muss. Ein Hund ist nicht für deinen Antrieb verantwortlich, aber von deinem Antrieb abhängig. Kannst du das sicher gewährleisten? Wie verlässlich sind deine Nachbarn? (auch sie können krank werden oder wegziehen)

    Ganz sicher kann ein Hund fü dich förderlich sein, aber es kann auch das genaue Gegenteil eintreten. (Welpenblues etc.) Hast du dich damit beschäftigt? Was würdest du machen, wenn es dir mit Hund schlechter geht als vorher?

    Punkt 4

    Ein Hund sollte niemals die Aufgabe haben dich zu beschützen. Das geht unkontrolliert bös' nach hinten los. Niemand kann dir vorher sagen, ob dein Hund in einem Mehrfamilienhaus immer alle Geräusche still hinnimmt.

    Punkt 5

    Mit Hund wirst du (gewollt oder nicht) deutlich mehr Kontakt zu Menschen haben, als dir vielleicht lieb ist. Was dann? Kannst du damit umgehen, täglich angesprochen zu werden? Du möchtest ja täglich mit den Öffis fahren, da wird es nicht ausbleiben, daß Menschen dich wegen deines Hundes ansprechen. Viele vermutlich freundlich/neugierig, aber es kann auch böse und übergriffige Kommentare geben. Wie geht es dir damit? Kannst du das so gut verpacken, daß du wenige Stunden später wieder in die gleiche Bahn einsteigst für die nächste Runde? Du kannst dich dann nicht zu Hause einigeln.

    Punkt 6

    Wie sieht es bei dir mit dem Thema Tierarzt/Tierklinik/Notdienst aus? Nicht immer ist der, der am nähesten dran ist, auch der Beste. Gibt es bei euch einen Notdienst, der ins Haus kommt und wie erreichbar sind für dich Klinik und TA? Taxen nehmen nicht immer Hunde mit - und Hunde werden bevorzugt dann richtig krank, wenn alle Ärzte der Umgebung Feierabend haben. Gibt es jemanden, der dich dann verlässlich zu jeder Tages- und Nachtzeit in eine Klinik fahren würde?

    Man kann städtisch wohnend gut ohne eigenes Auto leben, wenn man ein wirklich gutes und verlässliches Netzwerk hat. Mit einer sozialen Phobie hat man das (vermute ich) eher weniger. Da möchte ich dir allerdings nicht Unrecht tun.

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    Das sind auf jeden Fall die Punkte, die du sicher abgeklärt haben solltest. Ein zukünftiger Hund kann jetzt dein Ansporn sein, aber eben nur für die Zukunft. Er ist kein Mittel zum Zweck.

    Du suchst dir also zwei Hunde aus, die größentechnisch und charakterlich passen und dann bekommst du einfach andere zugeteilt?

    Du hast dir ja etwas bei der Auswahl gedacht und dich absichtlich nicht für den Hund entschieden, den du jetzt "eingetauscht" bekommen hast.

    Stört dich das nicht?

    PiaundGio deine 3 haben so Recht!

    In Schildi pennt es sich ganz hervorragend

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    Ich freue mich, daß ihr wieder so eine wunderschöne Zeit zusammen an der Ostsee hattet! Gerade mit älteren/alten Hunden genießt man diese Zeiten noch viel bewusster, finde ich.

    Wollt ihr dieses Jahr noch mal los? Falls ja, kann ich euch wirklich Alpacacamping empfehlen. Wir werden das definitiv öfter machen. Hat uns wirklich gut gefallen. Ihr könnt mit Schildi ja auch komplett autark stehen.

    Am besten, du sicherst deinen Hund per Geschirr am Springer und dann noch zusätzlich per Leine am Halsband ab. Die Leine hast du dann in der Hand.

    So verhinderst du, daß er große Sätze zur Seite, nach vorne oder hinten macht. Der Springer hat auch die 25kg Bracke vom Nachbarn gehalten, als Hasen in Sicht waren.

    Ein Vorteil von großen Hunden ist ja, daß sie auf der rechten Seite vom Rad bleiben... Mein JRT hat es geschafft, am Springer zwischen Vorder- und Hinterrad nach links durchzuwitschen, als es nach Wildschwein roch. Gab einen fiesen Sturz von uns beiden. Danach wurde zusätzlich mit Leine am Halsband gesichert.