Ich bin mit meinen Ponies jahrelang gefahren, ein- bis vierspännig.
Von Dressur, über Kegel, Hinderniss- und Distanzfahrten. Kutsche und Rennsulky.
Fahren kann ein wunderbarer Ausgleich für Reitpferde sein, wenn sie vernünftig ausgebildet und straßensicher sind.
Was du nie vergessen darfst sind 2 Dinge:
1. Du hast viel weniger Einwirkungsmöglichkeiten auf das Tier, du sitzt mindesten 1m, oft sogar mehr hinter ihm. Du hast nur Leinen, Stimme und Peitsche.
2. Die meisten Autofahrer überholen dich, als wärst du nicht da. Sie fahren dir superdicht auf, dann ganz knapp an dir vorbei und sehr dicht vor dem Pferdwieder rüber. Der schlimmste Kutschunfall, von dem ich weiß, betraf ein Gespann, was von einem Auto mit leerem Autotrailer hintendran überholt wurde. Der Trailer holte beim Einscheren das linke Pferd von den Beinen, es fiel auf den Trailer. Das Auto fuhr mit unverminderter Geschwindigkeit weiter. Das rechte Pferd ging durch, das linke wurde über den Trailer gezogen - es kam ja nicht mehr hoch. Der Fahrer des Auto fuhr immer weiter...
Ende war ein bös verletztes Pferd, ein tief traumatisiertes Gespann und Menschen, die sich zusätzlich zu dem Schreck mit heftigen Tierarztkosten, Anwälten etc. konfrontiert sahen...
Von daher würde ich mir genau überlegen, wo ich fahre.
Und am besten IMMER MIT BEIFAHRER.