@Rotti03
Ich kann dir da ehrlich gesagt uneingeschränkt zustimmen! ![]()
Beiträge von Lauretti
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Ich denke auch, dass solche Sendungen keinen Trainer ersetzen.
Und ich finde es teilweise sehr schwierig, durch die gezeigten Folgen wirklich ein genaues Bild von der Arbeit mit dem Hund zu bekommen.Der Rütter reizt mich maximal, wenn er Witze auf einer Bühne erzählt oder bei seiner Doku damals über die verschiedenen Hunde.
CM gucke ich im TV kaum bis gar nicht - dafür habe ich hier einige seiner Bücher in Originalsprache gelesen und habe ihn live auf der Bühne mit verschiedenen Hunden arbeiten sehen und da gebe ich ganz offen zu, dass ich mir von ihm mehr mitgenommen habe für die Hundeerziehung, als von Rütter oder beispielsweise MMN.Es ist so eine zweischneidige Sache - auf der einen Seite unterhalten solche Sendungen wohl doch recht viele, auf der anderen Seite seh ich schon eine Gefahr darin, wenn Gezeigtes einfach ohne wirkliches weiteres Wissen am eigenen Hund umgesetzt wird.
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Das hat bei ihm am Besten gewirkt. Die viel zitierte "klare Ansage" ist bei ihm absolut kontra produktiv. Darauf reagiert er mit Sturheit. Bei ihm geht es je ruhiger desto besser.
Oh ja!
Das klingt vielleicht doof aber dem Bretönchen ging doch des öfteren mal einer ab, wenn ich klarer wurde.
Der hatte damit kein Problem sondern hat mir im Gegenzug vermittelt, dass er sowas einfach in bestimmten Situationen braucht.Ich habe das bei Henry, wenns hoch kommt, vielleicht 3 Mal probiert - so schnell kann ich gar nicht gucken, wie der dicht macht und zu keinerlei Zusammenarbeit mehr bereit ist.
Mit anderen Worten: Ich hätte hier über diese Schiene niemals etwas aufbauen oder festigen können. -
Gezielte Tritte oder Schläge so eigentlich nicht, nein.
Außer, der Hund versucht mir an die Kehle zu gehen oder ein fremder Hund greift meinen an - das sind ja aber keine erzieherischen Situationen.Was verstehst du unter psychischer Gewalt?
Wenn Henry ohne zu gucken ewig weit nach vorne prescht und nicht auf Rufen reagiert, oder ewig trödelt, dann renne ich los oder gehe zumindest schnell in die entgegengesetze Richtung, wenn es mir die Situation erlaubt (ihm hinterherlaufen würde dann zum Beispiel nichts bringen).Das findet er zwar ziemlich doof, aber gewaltsam ist das für ihn glaube ich nicht. Er sieht mich dabei immer, ich verstecke mich dann nicht.
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Hm...
Der Grundbaustein in Henrys Erziehung war und ist: Biete mir was an und ich mach dann was draus.Ich finde es eine sehr angenehme Art des Trainings, positive Verhaltensweisen im Alltag einfach zu bestärken. Ich bin eigentlich dauernd mit Leckerlibeutel und Clicker unterwegs und belohne Verhalten viel.
Alle Kommandos wurden hier positiv aufgebaut und Strafe im eigentlichen Sinne gibt es hier nicht - aber was einmal erklärt und gelernt ist, das fordere ich auch ein.
Wenn Henry mit seinem Verhalten zum Grenzgänger wird, gibt es aber auch immer vorher eine Warnung. Bei uns reicht in der Regel ein strenges "Hey". Wird dann gebockt oder getestet, dann diskutiere ich aber auch nicht groß rum.
Dann wird der Döner aus dem Maul gefischt oder ich hole mir bei Ignorieren des Rückrufs den Hund ab, pack die Schlepp wieder dran und gehe weiter. Das ganze geht kommentarlos und unspektakulär von statten und dann wird das Training eben wieder auf Hochtouren gefahren.Ansonsten bin ich gern ein Quietschi... der Rückruf wird immer in fröhlicher Tonlage eingefordert und ich mache gerne und oft Party für den Hund, wenn er etwas richtig macht.
Wenn auf meine Warnung von ihm reagiert wird und er sich wieder besinnt, dann wird auch gelobt.Ich hatte zu Beginn irgendwo mal gelesen, dass auf einen Tadel mindestens 5 Lobe kommen sollten und das setze ich hier auch von Beginn an um.
Am wichtigsten ist mir eigentlich, dass weder Hund noch ich den Spaß an der Sache verlieren. Ich bin nicht verbissen und erwarte von meinem Hund nicht mehr Perfektionismus, als von mir.
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Er hätte dem Hund bzw. dem Frauchen den Abbruch über den positiven Weg beibrigen können - hat er doch auch schon öfter gezeigt in seiner Sendung,dass er das so macht, oder?
Er hat es aber über Strafe gemacht, was nun auch kein neues Konzept bei ihm ist. Das einzig "neue" ist die Art der Strafe, und die ist nun auch nicht wirklich neu in der Hundeerziehung.Ich versteh also ehrlich nicht, warum hier jetzt die Wellen so hoch schlagen. Eine Diskussion, ob man nun alles lieber rein positiv aufbauen soll oder nicht, die gibt es hier doch oft genug und NIE wird man sich da einig werden.
Zu mutmaßen, warum er nun beim Mops diesen Weg gegangen ist, wird hier auch niemanden weiterbringen, dass könnte (wenn überhaupt) ja nur er erklären.
Warum hätte er es beim Shiba auf den ultimativen Machtkampf ankommen lassen sollen? Da hätte ich eine solche Diskussion ja echt noch verstanden.
Aber bei einem Hund, der danach ein bisschen meidet, muss man doch nicht JETZT anfangen, sich darüber aufzuregen - das machen die Hunde doch genau so, wenn sie mit Rütteldose oder Wasserflasche gemaßregelt werden.Vielleicht ist mir das entgangen aber gabs bei anderen gezeigten Strafen auch so einen rießen Aufschrei der Empörung?
Wenn nicht, kann man sichs meiner Meinung nach jetzt auch sparen. -
Wirft man einem Hundetrainer jetzt echt vor, dass er nicht bei jedem Hund das Gleiche macht?
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ist doch was anderes, als wenn ich meinem Partner unangenehm heftig in die Seite boxe, weil er mir grade nicht zuhört. Wer macht denn das bitte im Alltag?
Und bitte wer redet hier positiv davon, den Hund in die Seite zu boxen?
Das ist wieder typisch, dass Sachen dann plötzlich super brutal aufgebauscht werden
Berührung findet doch auch vom Hund aus nicht immer nur zum maßregeln statt - das typische mit der Nase anstupsen bei einem anderen Hund oder beim Besitzer, um die Aufmerksamkeit kurz auf sich zu lenken... Wieso strafe ich dann meinen Hund, wenn ich das selbe Prinzip bei ihm anwende, um seine Aufmerksamkeit für mich zu gewinnen?Und es gibt nun mal Hunde, da überlegt man sich lieber 3 mal, ob man jetzt die Stimme hebt und es gibt Hunde, die leben ein glückliches und angstfreies Leben, auch wenn sie mal in die Seite geknufft/ gestupst werden.
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Zu spät zum editieren (es nervt, dass einem zwischendurch keine neuen Beiträge angezeigt werden)
Edit: Natürlich ist das eventuell unangenehm für den Hund, aber das Ziel ist eben nicht, ihm böse Schmerzen zuzufügen.
Es ist eine Warnung - dafür muss ich bei Henry einfach mal laut "Hey" sagen, und er besinnt sich ganz schnell. Bei einem anderen Hund im hohen Trieb reicht das eben nicht und er braucht ein anderes Signal. Dass alles seine Verhältnismäßigkeit hat und dem Hund kein Schaden zugefügt wird UND an der Sache so oft wie möglich positiv gearbeitet wird, setze ICH ganz einfach voraus. -
Eine Strafe muss (körperlich) nicht zwangsweise weh tun.
Und ein Knuff oder Stupser muss nicht als Strafe angewendet werden.Ich finde die Thematik hier von manchen zu einseitig betrachtet im Sinne von körperlicher Gewalt gegen den Hund, weil er etwas falsch macht.
Ich habe meinen ehemaligen Gassi-Hund auch geknufft oder angestupst oder mit dem Finger angepiekt oder wie auch immer man das nennen möchte.
Aber nicht zur Strafe, sondern weil er in diesem Moment (trotz positiv aufgebautem AJT) kurz davor war, mit seinen 20kg in die 10m Schlepp zu brechen, weil er was in der Nase hatte.
Clicker und Leckerli und Ansprache in einer solchen (ungeplanten, nicht im Training stattfindenden) Situation brachten keinen Erfolg, wie ich schmerzhaft einsehen musste.Auf leichte Berührung reagierte dieser Hund aber dafür sehr gut und wurde, wenn er sich dann umorientierte auch aufs höchste gefeiert. Packte er es nicht, sich umzulenken, hatte ich wenigstens wertvolle Sekunden gewonnen, um die Schlepp kurz zu nehmen und mich zu wappnen und ich weigere mich ehrlich, diese Berührung als Strafe anzusehen.
Dass ganze sah beim Mops teilweise wahnsinnig dramatisch aus - der ist aber auch direkt weggehüpft bei der Berührung und ich denke, dass es deshalb so aussah, als würde er sonst wie weit fliegen.
Und meiner Ansicht nach hat jemand, der seinen Hund zur Strafe dermaßen knufft, dass entsprechender Hund quieckt vor Schmerz, entweder gar keinen oder einen echt schlechten Trainer.
Dafür gibt es aber auch genügend andere Ansätze im Hundetraining, die in einem solchen Fall absoluter Mist sind.Ich habe schon gesehen, wie Leute beim Clickern dermaßen schlecht getimed waren, dass definitiv negatives Verhalten positiv belohnt wurde - deshalb finde ich ja aber nicht jeden, der clickert doof und unfähig und mache es selber bei meinem Hund genau so falsch.