Beiträge von Lauretti

    Da kommt ja die genetische Ausstattung zur Haltungsform und Fütterung. Wenn du ein Masthuhn oder Mastschwein mit artgerechtem Auslauf und ohne Hochleistungsfutter aufziehst könnten die gesund und ohne Leiden aufwachsen.

    Nein, das stimmt so definitiv nicht, tut mir Leid.

    Auch eine schöne Freilandhaltung nützt diesen Tieren nichts, da sie körperlich (wie Mops und Co) gar kein artgerechtes Leben führen können.


    Masthühner und Mastputen wurden auf hohe tägliche Zunahmen (vgl. Tab.) und eine übergroße Brustmuskulatur selektiert. Innerhalb von nur ca. einem Monat (34–37 Tagen) erreichen Masthühner
    (‚Hähnchen’) in der Praxis Endgewichte von ca. 2,-2,2 kg.
    Bei Puten wurden vor allem die Endgewichte züchterisch erhöht. Putenhähne erreichen 21 kg in
    145 Tagen, Putenhennen 10,8kg in 111 Tagen
    Bei Masthühnern macht heute der Anteil des Brustfleischs bereitsmehr als ein Vierteldes gesamten Schlachtkörpers aus, bei Puten sogar mehr als ein Drittel.

    [...]

    Zu den Leistungsbedingten Gesundheitsproblemen
    gehören vor allem Herz-Kreislauferkrankungen (z.B.plötzlicher Herztod und Bauchwassersucht bei Masthühnern, Aortaruptur bei Puten), Erkrankungen des Skelettsystems (z.B. die Gelenkerkrankung tibiale Dyschondroplasie, TD), sowie Muskelerkrankungen [...]

    Hier eine Quelle zu dem Thema, die nicht von PETA stammt:
    Qualzucht bei Nutztieren

    @expecto.patronum

    Ich habe mich in meinem zweiten Posting ja von den von dir hervorgehobenen Stellen distantziert und hoffentlich auch noch einmal meinen Standpunkt klar gemacht (das eine schließt das andere nicht aus, egal in welchem Zusammenhang.)
    In der Kernaussage gebe ich ihr aber recht - den Mops schlimm finden und in anderen Tiersparten Dinge hinnehmen, weils eben kein Hund ist, ist Speziesismus.

    UND ich habe auch geschrieben, dass mir klar ist, dass das hier ein Hundeforum ist und deshalb sicher einigen der Hund näher ist als das Rind (ganz wertfrei, ich habe Null Bezug zu Geflügel) - aber deshalb kann ich doch trotzdem auch mal an die Verantwortung jedes einzelnen Verbrauchers appellieren zu gucken, was ich da in den Napf meines Hunde werfe.
    Zumindest in einem Thread, der seitenlang über qualgezüchtete Heimtiere geht.

    Also hören wir jetzt auf etwas gegen Qualzuchten bei Hunden zu sagen, darüber aufzuklären und es zu kritisieren, bis es bei Nutztieren ebenso präsent in den Medien ist?

    Wo wurde das denn bitte von mir gefordert? :???:
    Das eine schließt das andere doch in keinster Weise aus.

    Es hat halt mit dem Thread hier nichts zu tun, deswegen regt sich hier keiner über Qualzuchten bei anderen Tieren auf (ich bin mir aber ziemlich sicher, dass hier auch immer mal wieder Beispiele über Rinder oder Fische kamen).

    Der Thread heißt Qualzuchten, und nicht Qualzuchten bei Hunden und vor wenigen Seiten wurden Pferde und Katzen angesprochen und das war auch in Ordnung.

    Ich habe zudem geschrieben, dass ich der Kernaussage zustimme - also dass nicht allein unsere Hunde unter dieser Problematik leiden. Dass man sich nicht über die Problematik in der Hundezucht austauschen darf, wenn man nicht in allen anderen Bereichen aktiv ist, sehe ich nicht so und habe das so auch nirgends geschrieben.

    Dass es aber eine Doppelmoral gibt, wenn man dauerhaft auf Mops und Co eingeht, aber bei den Nutztieren mit den Schultern zuckt und nur schreibt "gehört nicht hier her" - ja, da geh ich mit.


    Und eigentlich sollte man doch dann froh sein, dass es bei Heimtieren immer mehr kritisiert wird und sich die Berichte steigern - liegt doch nahe, dass sich das ganze dann eben auch auf Nutztiere ausweitet und das Bewusstsein in der Bevölkerung dafür wächst.

    Ich bin ganz sicher nicht unglücklich darüber, dass die Thematik immer mehr in die Öffentlichkeit rückt - ich habe mich auch zu "meiner Qualzuchtrasse" hier in diesem Thread kritisch geäußert.
    Aber das eine schließt das andere doch wie gesagt nicht aus und warum nicht auch hier mal sensibilisieren? Wir sind eben große Abnehmer der Qualzuchten in der Nutztierbranche durch unsere Hunde.

    Ich muss @Ludmilla da jetzt mal zur Seite springen...

    In ihrer Kernaussage hat sie meiner Meinung nach recht. Die Medien sind voll mit Qualzuchten im Bereich unserer Heimtiere und die Diskussionen werden online aktuell sehr rege geführt.

    Dass es auch furchtbare Qualzuchten in der Nutztierhaltung gibt, findet man dagegen recht selten und zu späten Sendezeiten - obwohl diese Zuchten nicht weniger furchtbar und grausam sind.

    @Ludmilla hat ja ganz klar geschrieben, dass sie sich keinen Mops beim Züchter/Vermehrer kaufen würde und dies bisher auch nicht getan hat und dass sie auf die ganzen Probleme der brachyzephalen Rassen beim Hund auch wiederholt hinweist in ihrem privaten Umfeld.
    Dann den Blick mal aus dem Heimtierbereich herau schweifen zu lassen und auch mal andere Bereiche anzusprechen und neue Aspekte einbringen zu wollen (denn ja, es dreht sich hier ja wirklich meist im Kreis), finde ich in Ordnung.
    Auch wenn manchen hier der Hund natürlich näher ist als die Holsteiner oder Cobb Hühner (es ist eben eine Hundeforum).

    Dadurch, dass bei uns bestimmte Dienste automatisch zu Überstunden führen (Nachtdienst dauert 9h), wird das im Dienstplansystem direkt erfasst.

    Überstunden durch Teamsitzungen, Supervision oder Fortbildung müssen wir extra vermerken, damit die ins System eingefügt werden von der Leitung.
    Problematisch sind bei uns die ganzen nie genommenen Pausen - unsere Leitung will, dass wir zur Ablöse die Nachbarstation einbeziehen, die uns aber den Vogel bei sowas zeigt und dann ist es meist so, dass diese halbe Stunde eben nicht extra eingetragen wird zu den Überstunden.

    Wir bekommen die Überstunden eigentlich nicht ausgezahlt, meist werden die ab einer bestimmten Höhe von unserer Leitung dann beim Dienstplanschreiben als überstundenfreie Tage irgendwo mit eingeplant - Mitspracherecht haben wir da jedoch selten.

    Mein Dackel hat keine Unterwolle und wenn wir bei Regen, Wind und unter 5 Grad in die Situation kommen, dass wir meinetwegen 15-20min draußen auf die Bahn warten müssen, friert der sich den Allerwertesten ab.

    Im Sommer ab 25 Grad aufwärts hat der auch nicht mehr so viel Bock, wenn wir nicht im Wald und/oder am Wasser sind - der heizt sich mit seinem schwarzen Fell auf und ja, er ist eben auch deutlich näher am aufgeheizten oder kalten Boden dran als ein hocbeiniger Hund.

    Jetzt ist der Dackel in Deutschland entstanden und damit passt das Argument für mich nicht, dass Hunde aus anderen Klimazonen hier in Dtl. zu Qualzuchten werden, weil sie für das Wetter nicht gemacht sind.
    Exakt die gleichen Probleme (im kalten Winter einen Mantel an und im Sommer in der Sonne eher weniger aktiv) hat die schwarze Am.Bull Mix Hündin meiner besten Freundin übrigens auch.

    Ich habe mal ein bisschen im Internet gesucht, ob es so ein Video vielleicht schon gibt (Kann @Bonadea da absolut verstehen, dass sie da nicht mal eben ein Video macht. Zumal man als TA in solchen heiklen Momenten sicher auch anderes im Kopf hat).

    Bisher habe ich "nur" diese Bilder gefunden, aber die sprechen ja auch schon für sich, wie ich finde:

    Bild 1
    Bild 2

    Bild 3
    Bild 4

    (Ich kann ja nur aus der Humanmedizin berichten und dort wird ein Tubus erst nach der Verabreichung eines starken BTM, eines Narkotikums und eines Muskelrelaxans geschoben, da der Schmerzreiz unfassbar stark ist und wenn die Patienten langsam wach werden, wehren sie sich direkt gegen den Schlau in der Luftröhre... Es ist einfach gruselig, Lebewesen damit bei Bewusstsein rumlaufen zu sehen).