Wenn man es weniger extrem betrachtet könnte man ja auch einfach nur über ein paar vegetarische Tage die Woche nachdenken. Das ist dann sogar Abwechslung für den Hund. Wenn es dem Hund schadet selbstverständlich nicht. Wobei das denke ich nur der Fall ist, wenn man es ‚kopflos‘ macht.
Genau darüber denke ich im Moment nach. Um hier unnötige Spekulationen zu vermeiden, erklär ich mich auch gerne genau.
Die bisher einzige Veränderung, die mein Hund seit meinem Umschwung zur veganen Lebensweise erfahren hat, war der Wechsel von herkömmlichen Futterfleisch in der Dose zu Bio - meist mittlerweile Demeter-Nassfutter. Er bekommt weniger Rindfleisch und Fisch gibt es nicht mehr (letzteres findet er glaube ich sogar ziemlich gut, weil er Fisch schon immer widerlich fand... )
Ich füttere glaube ich in etwa so wie @Cattlefan - 50% Fleisch und 50% Gemüse
Das Gemüse hat mein Hund aber nicht in der Masse im Napf, weil ich es nicht ertrage, ihm mehr Fleisch zu geben, sondern weil er seit seiner (medizinisch indizierten) Kastration wahnsinnig schnell ansetzt. Statt ihn hungern zu lassen mit den recht kleinen Nassfutter-Portionen, gibts das Gemüse frisch als zusätzlichen Füllstoff mit rein (war ein guter Tipp hier aus dem Forum).
Perspektivisch möchte ich gerne 1-2 vegetarische/ vegane Tage hier einführen - ja, in erster Linie aufgrund meiner "Ideologie" (ACHTUNG: Ich bin der Ansicht, ob ich nun 1-2 Fastentage, wie ja nun oft empfohlen einführe, oder mein Hund 1-2 vegetarische Tage in der Woche hat, macht nur darin einen Unterschied, dass mein Hund mit etwas im Magen deutlich zufriedener ist).
In zweiter Linie mach ich das mit der Hoffnung, dass das Thema "Idealgewicht" dadurch vielleicht noch ein bisschen einfacher wird.
Käme mein Hund damit nicht zurecht, würde ich keine Sekunde zögern und zu seiner altbewehrten Fütterung zurückkehren.
Käme er damit jedoch gut zurecht und das leidige Gewichts-Thema wäre damit deutlich leichter in den Griff zu bekommen, könnte ich mir auch einen 3. vegetarischen Tag vorstellen - mehr jedoch definitiv nicht.
Ich mach mir da mittlerweile schon recht lange Gedanken drüber - weil ich eben nicht möchte, dass mein Hund leidet oder schaden nimmt. Deshalb fand ich hier manche Kommentare auch einfach echt unfair und pauschalisierend.
Ich habe mir mittlerweile einige Nassfuttersorten angesehen (TroFu mag mein Hund nicht und deshalb ist das keine Option).
Da hier ja schon nach Beispielen gefragt wurde, wie solches Futter aussieht und Uneinigkeit herrschte, wie die Nassfutter-Varianten aussehen könnten, hier mal für Interessierte die Sorten, die ich ins Auge gefasst habe, damit der Dackel sie zunächst erstmal auf Geschmack testen kann (ohne Soja):
Nafti Peace Food
Hermanns Bio Veggie
Terra Pura
(Und wenn mir gerade einmal wieder bewusst wird, wieviel Kohle ich auch aktuell schon monatlich in die Hand nehme, um meinem Hund wirklich nur hochwertiges und gutes Futter in den Napf zu packen, weil ich ihm auch einfach kein Billigfleisch aus Massentierhaltung in Spanien oder Gott weiß wo oder gespritztes Gemüse mehr füttern möchte, kann ich wieder nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich moralisch mit dem Mastviehbetreiber auf eine Stufe gestellt werde, der seinen Tieren zur reinen Profitsteigerung schädliches Futter gibt - da braucht es ja nicht mal Tiermehl, da reicht der Blick in die Milchkälbermast).