Beiträge von Lauretti

    hat sich auf ihrem Blog mit Studien befasst, die untersucht haben, wie sich die Emotionen von Halter*innen auf ihre Hunde auswirken. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich Hütehunde (ich glaube es waren vor allem Norder Collies) sich weniger gut abgrenzen können als zB nordische Hunde und Hunde vom Urtyp.

    Oh das klingt ja spannend! Hast Du zufällig noch den Link und könntest mir den zukommen lassen?

    Hütehunde spiegeln eh enorm, viel mit Abgrenzen ist da nicht. Dazu kommt beim Sheltie eine durchaus recht gut vorhandene Vorsicht Fremden gegenüber, die sich in Ignoranz äußern kann (selber kümmern wollen die sich eigentlich nicht), aber da die Rasse auch äußerst vokal ist, eben auch in aktivem Verbellen, je nach Typ und Lebenserfahrung und Anleitung durch den Menschen. Und je nachdem, wie suspekt ihnen ihr Gegenüber ist (= verhält sich unnormal). Zudem haben (junge) Shelties ein durchaus sehr hohes Aktivitätslevel, Ruhe ausstrahlen tun die eher weniger (und die Vokalität erwähnte ich bereits).

    Das bestätigt tatsächlich meine bisherigen "Vorurteile" gegenüber den Hütehunden - ich fand es bisher nur immer schwer, mir ein gutes Bild bei flüchtigen Begegnungen auf der Straße zu machen. Seit neuestem haben wir hier 2 Shelties in der Nachbarschaft, die wirklich entspannt und null kläffig unterwegs sind - aber bisher bin ich eben auch nur mit Henry dran vorbei gelaufen.

    Ich wäre glaube ich ganz persönlich auch ein bisschen überfordert mit Hunden, die sich schwer abgrenzen und sehr sensibel auf die Stimmung um sie herum reagieren.

    Wenn dir die Rasse nicht zu groß ist, könnte ich mir tatsächlich den Wheaten Terrier vorstellen. Zwei meiner bislang drei Hunde wären wohl gut geeignet (gewesen)

    Die werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen - könnte mir aber vorstellen, dass sie etwas zu groß sind. Bis maximal 10kg wollte ich eigentlich gern wieder. Ich finde kleinere Hunde in der Stadt in den Öffis, Restaurants und unterwegs tatsächlich sehr angenehm :sweet:

    Ich freu mich über eure Antworten! Das hilft mir tatsächlich, alles etwas zu sortieren

    Grundsätzlich gibt es Angebote für Erwachsene und Kinder/ Teens, an meinem Standort finden aber vor allem letztere statt. Es wird in der Gruppe viel gebastelt, getöpfert aber auch viel in den angrenzenden Wald gegangen und die Kinder bleiben in der Regel über mehrere Jahre. Bei den Erwachsenen gibt es zum Beispiel 4x im Jahr nen Trauerspaziergang, das ist von der Anforderung her deutlich einfacher. Zusätzlich ist meine eigentliche Hauptaufgabe aber das Ausbilden von Ehrenamtlichen (und sowas geht immer wieder an die Substanz durch eigene Biografie und Auseinernsetzung mit der eigenen Sterblichkeit) sowie die Erstbesuche bei den Patienten. Einen ausgebildeten Hund seh ich da echt in jedem Bereich als Mehrwert, mal mehr und mal weniger aktiv eingebunden.

    Ich hab das jetzt in meiner eigenen Weiterbildung mit dem dortigen Bürohund wieder gemerkt - der war in der Pause einfach da und hat sich übers streicheln gefreut und das macht schon ganz viel, wenn man gerade schwere Themen bearbeitet und nicht sprechen möchte.

    Vom Dackel weiß ich einfach, was für ein Standing und Souveränität die haben - habe mittlerweile auch mehrere RH Teckel gefunden, die auf Palliativstation arbeiten. Bei der Langhaarvariante hätte ich tatsächlich die Hoffnung, dass sie doch nochmal etwas sanfter und ruhiger drauf sind. Sheltie hatte ich kurz überlegt, da kommts aber wahrscheinlich sehr auf die Linien an und ich kenne mich mit den Hütis so gar nicht aus bisher. PRT scheint unterm VDH tatsächlich noch sehr auf kernig und Jagdgebrauch gezogen zu werden - keine Ahnung, wie gut das mit Kindern funktionieren könnte.

    Nächster Schritt für mich ist jetzt tatsächlich, öfter an den Gruppen teilzunehmen um mehr Gefühl für die Dynamik dort zu bekommen. In Potsdam hätte ich jetzt zumindest ne Hundeschule, die ne Therapiehund - Ausbildung anbietet, die individuell vorbereitet und wo Mensch auch noch viel Input bekommt.

    Danke für deine Antwort und die berührenden Bilder!

    Das heißt, Du hast Moro damals einfach von Anfang an mitgenommen und er ist in die Arbeit rein gewachsen?
    Hattest Du durch deine Ausbildung/ Studium einfach schon das entsprechende Wissen, was es braucht (sowohl für Moro, als auch die Bewohner) oder hat sich vieles einfach ergeben?

    Da ich mittlerweile wieder im palliativen Bereich tätig bin und mein jetziger Arbeitgeber verschiedene Trauerangebote (Angehörigencafé, Kinder- und Jugendtrauergruppe) hat, bin ich sehr schnell angesprochen worden, ob ich Henry nicht in diese Trauergruppen mitbringen wollen würde.

    Henry ist jetzt tatsächlich so überhaupt gar kein Hund für diese Arbeit, das Thema tiergestützte Trauerarbeit fasziniert mich aber immer mehr so dass ich mir durchaus vorstellen könnte, mit dem nächsten Hund dieses Projekt anzugehen.

    Leider finde ich bisher nicht all zu viele hilfreiche Informationen zum Thema Ausbildung. Es gibt verschiedene Lehrgänge - einige umfassen 18 Online Webinare, bei anderen lese ich, dass eine komplette Therapiehundausbildung gemacht wurde. Dazwischen liegen Welten und ich finde es im Moment schwer herauszufinden, was jetzt wirklich passend wäre. Auf meiner Arbeit wäre das alles wahrscheinlich sehr niederschwellig mit nem netten und gut erzogenen Hund möglich, ich hätte aber für mich und den Hund schon gern was Handfestes in Sachen Ausbildung, da ich ja selbst auch nicht aus dem pädagogischen Bereich komme.

    Zusätzlich fände ich spannend, was für Rassen eher geeignet wären. Ich weiß, man kann nie vorher sagen wie der eigene Hund sich mal entwickelt, aber trotzdem gibt es ja Tendenzen.
    Ich fänds tatsächlich mega, beim Dackel bleiben zu können, eventuell dann LH - weiß aber natürlich, wie die so ticken und fände deshalb schon schön, kleinbleibende Alternativen zu finden.

    Und zu guter letzt würde mich natürlich auch brennend interessieren, ob hier schon Trauerbegleit-Teams unterwegs sind und wie so Euer Alltag aussieht - wer also schon Erfahrung in dem Bereich hat, bitte gerne melden :nicken:

    Ich hab nicht so auf die Aussage reagiert - weil in dem ganzen Gespräch davor schon klar war, dass sie im Laufe der Jahre begriffen hat, was das tatsächlich bedeutet und wie kacke es den Hunden geht und wie bescheiden es ist, so chronisch kranke Hunde zu haben bzw. haben zu wollen. Die Erkenntnis, dass ein anderes Haustier doch besser passt und mehr Freude bringt, war ja schon da.

    Ich komme sonst so gut wie nie mit Frenchi Haltern in so ein ehrliches Gespräch, ich würde mir das ja öfter wünschen weil da viel mehr anzustoßen geht.

    Ich hatte letzte Woche ein Gespräch mit einer Frau, die 2 Frenchis hat. Beide gesundheitlich auf die ein oder andere Weise gebeutelt mit Bandscheibenvorfall, Atemproblemen und Allergien.

    Positiv fand ich, dass sie keinen Hund mehr nach den beiden möchte weil sie dieses permanente im Alarmmodus sein nicht erträgt. Sie kann gar nicht entspannen aus Sorge, was vielleicht als nächstes kommt.

    Heftig fand ich das Geständnis, dass es kein anderer Hund wird, weil man die Frenchis ja extra wegen ihres geringen Beschäftigungsanspruchs holte. Wortwörtlich: die wollen ja nicht viel Bewegung und Beschäftigung, weil die nicht gut atmen können.
    Also wenigstens isses ehrlich - aber es so ausgesprochen im Raum stehen zu haben war übel.

    Ich stolper hier gerade über die Geschichte - reicht es wirklich aus, mit meinem Hund anwesend zu sein um im Zweifel ne Teilschuld zu bekommen?

    Als es hier vor 2 Wochen so glatt war, ist ein Nachbar auf der anderen Straßenseite gestürzt. Sachverhalt war aber, dass ich (wie immer) mit Henry schon von weitem die Straßenseite gewechselt habe. Sein Mops aber (wie immer) derart bekloppt versucht hat, über die Straße zu uns zu kommen, dass der Mann gestürtzt ist. Ist nichts passiert, alles in Ordnung. Aber könnte ich am Ende dafür belangt werden, dass er seinen Hund nicht im Griff hat?
    Ich frage, weil das ja kein komplett abwegiges Szenario ist, dass ein Halter von seinem unerzogenen Hund zu Fall gebracht wird, weil man mit eigenem Hund in Sichtweite auftaucht.

    Hm, maximal, wenn dein Hund nicht angeleint war.

    Google sagt ("Tiergefahr" bedeutet: vom eigenen Hund ausgehend)

    Tiergefahr vs. Mitverschulden: Wenn ein Hund zu einem anderen hinwill und dadurch seinen Halter zu Fall bringt, hat sich primär die Gefahr dieses Hundes verwirklicht. Ist der andere Hund jedoch unangeleint, provozierend oder wird vom Halter bewusst in die Situation hineingelassen, kann eine Mithaftung entstehen.

    Ich danke Dir! Henry war an dem Abend angeleint. Der Nachbar ist bisschen schräg drauf, zutrauen würde ich dem so ne Nummer tatsächlich.

    Wobei es im Zweifelsfall wahrscheinlich eh Aussage gegen Aussage wäre wenns blöd läuft.

    Ich stolper hier gerade über die Geschichte - reicht es wirklich aus, mit meinem Hund anwesend zu sein um im Zweifel ne Teilschuld zu bekommen?

    Als es hier vor 2 Wochen so glatt war, ist ein Nachbar auf der anderen Straßenseite gestürzt. Sachverhalt war aber, dass ich (wie immer) mit Henry schon von weitem die Straßenseite gewechselt habe. Sein Mops aber (wie immer) derart bekloppt versucht hat, über die Straße zu uns zu kommen, dass der Mann gestürtzt ist. Ist nichts passiert, alles in Ordnung. Aber könnte ich am Ende dafür belangt werden, dass er seinen Hund nicht im Griff hat?
    Ich frage, weil das ja kein komplett abwegiges Szenario ist, dass ein Halter von seinem unerzogenen Hund zu Fall gebracht wird, weil man mit eigenem Hund in Sichtweite auftaucht.

    Husten kann halt mit der Insuffizienz zusammenhängen, v.a., wenn der TA entzündliche Ursachen ausschließt.

    Versuchsweise könntet ihr eine milde Entwässerung versuchen, anstatt den Husten rein symptomatisch zu behandeln, besonders, wenn sogar Paracodin wirkungslos bleibt.

    Der Husten zeigt sich halt nicht als typischer kardialer Husten, sondern ist dauerhaft und Ruhe - und Bewegungsunabhängig da (ich kenn die beiden persönlich). Es gab auch überhaupt keine Veränderung mit Beginn der Herzmedikation. Würdest Du dann trotzdem den Versuch mit der Entwässerung machen?