Beiträge von Lauretti

    6. Man tut den Hund aufs Bett und tut so als würde man auf dem Boden sterben bzw. man fällt hin und bewegt sich nicht mehr. Davor gibt man ihr einen leckeren Kauknochen damit sie beschäftigt ist

    Die Hündin winselt leicht, ignoriert den Knochen und geht runter vom Bett und beschnüffelt mein Gesicht

    Das finde ich ausbaufähig.

    Mein Hund kommt sofort zu mir und beginnt, auf meinen Brustkorb zu springen - ich finde es wichtig, dass ein Hund das kann, man weiß ja nie.

    Ich stimme auch für Physio/ Osteo

    Henry hatte sich im Wald beim toben mal vertreten, da schrie er auch und zeigte danach eigenartige Einschränkungen. Er lief sehr steif, Kot absetzen war schwierig mit dem hinhocken usw. Nach Untersuchung bei einer Orthopädin, die auch recht grob war, wurde das ganze noch schlimmer. Im Raum standen dann auch Bandscheibe oder Cauda Equina.

    Die Osteo fand letztendlich ne Blockade im Ileosacralgelenk - die wurde gelöst und der Hund lief sofort wieder normal. Wir sind dann zu einer Physio, die sich der Sache angenommen hat weil er die nächste Zeit immer mal wieder Blockaden in der Gegend hatte. Irgendwann war auch das vorbei und wir hatten nie wieder Probleme.

    Edit: Will hier vor falscher Physio gewarnt wurde: unsere Ostheopathin war eine Tierärztin mit Schwerpunkt Sportmedizin beim Hund - die Untersuchung lief bei beiden Stellen sehr vorsichtig und genau ab und unsere Physio wäre niemals einfach so auf gut Glück an den Hund ran. Im Verlauf wurde mir gesagt, welche Tierärzte noch gut sind für entsprechende Sachen und welche Diagnostik im Zweifel noch Sinn machen würde bevor man loslegt. Wir brauchten das am Ende nicht, es hätte mir aber trotzdem sehr weitergeholfen wäre es doch die Bandscheibe gewesen.

    Und das war ja nicht der erste, der gechillt in Siedlungen unterwegs war.

    Der ist doch eben nicht gechillt durch Hamburg geschlendert - das Tier war massiv gestresst, ist ja anscheinend auch mehrfach gegen eine Glasscheibe gelaufen. Deshalb gab es ja diesen irrsinnigen "Rettungsversuch" überhaupt erst.

    Auch in Berlin gab's vor paar Jahren nen Wolf, wie man in Nachgang rausgefunden hat. In einem Park, der gut frequentiert ist - gesehen oder bemerkt hat den auch niemand und nach 2 Tagen ist die weiter und raus aus der Stadt. Ist doch jetzt nichts total Unerwartbares, wenn eine Großstadt mitten im gut von Wölfen besiedelten ländlichen Bereich liegt.

    Also ich weiß nicht, wie man da so überrascht sein kann - es gibt hier sogar irgendwo nen Thread im Forum, der sich mit den Problemen der Wohnungssuche mit nem "normalen" Hund befasst.

    Zumindest in Berlin, das allgemein (wie ich finde) sehr liberal gegenüber Hunden ist, wirds mit Listenhund aber nochmal deutlich schwerer als mit anderen Rassen. Dass ein Hund mit Auflagen nach so einem Vorfall Probleme bei der Wohnungssuche bereitet, hätte man doch echt auf dem Schirm haben müssen.

    Würde ich mitbekommen, dass so ein Hund hier in die Nachbarschaft zieht, wäre ich auch maximal hinterher, eventuelle Auflagenverstöße umgehend an die entsprechenden Stellen zu melden. Ob dem so klar ist, was da alles noch auf ihn zukommt?

    So mach ich das auch, wenn ich nicht nah genug mit dem Handy ran komme :lol:

    Gerade Falter und Wildbienen sind echt nicht ohne, finde das aber auch spannend! Oft hilft schon, wo man die Tiere findet, um einzugrenzen. Da sind doch einige sehr spezifisch

    Also ich persönlich würde da gerne statt Therapieplatz (wirklich schwer zu finden) und SPD (sozialpsychiatrischer Dienst) erstmal eine Trauerbegleitung für Haustierbesitzer oder evtl auch eine Selbsthilfegruppe vorschlagen.

    Das sind speziell ausgebildete Menschen für die Verarbeitung von Trauer - ich bin persönlich kein Freund davon, Trauer direkt zu pathologisieren nach 2 Monaten. Und das Schöne ist, dass Tiertrauer mittlerweile ernst genommen wird und es da spezialisierte Angebote gibt.

    Ich weiß jetzt nicht, wo Du wohnst aber ich hab jetzt als Beispiel das hier gefunden, da gibts auch ein Online Angebot:
    Trauerberatung
    Vielleicht findest Du auch was Passendes in deiner Nähe.

    Es tut mir unfassbar leid zu lesen, wie schlimm der Abschied von Dhanya für Dich war - das möchte wirklich niemand erleben!

    Was ich Dir aber aus meiner Arbeit mit sterbenden Menschen gern mit auf den Weg geben möchte ist folgendes: bei Menschen weiß man, dass das Ohr als letztes geht. Auch wenn sie nicht mehr ansprechbar sind und nicht mehr für uns sichtbar reagieren, kommt Gesagtes trotzdem noch an. Und ich bin mir absolut sicher, dass das bei unseren Hunden genau so ist.

    Deine Dhanya wird ganz sicher gehört und gespürt haben, dass Du bei ihr warst und wie sehr sie von Dir geliebt wird.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit. Trauer ist kein geradliniger Prozess, gib Dir die Zeit, die es braucht :streichel: