Es gibt Hunde, die können aufgrund einer Lähmung etc. nicht mehr laufen. Ich kenne einen Hund, der läuft halt mit einem Rolli. Vicky ist aber ein absolut lauffauler Dalmatiner. Sie hat mehr Zeit ihres Lebens in meinem Bett verbracht als sonst wo. Nachdem sie mit ca. einem Jahr an einen Weidezaun gekommen ist, hatte sie beschlossen, dass Spazierengehen nichts für sie ist. Wenn sie musste, ist sie rausgegangen, aber das war es dann auch schon. 2ha Grundstück und sie ging nur in den Garten. Also, das selbständige Laufen fehlt ihr eher nicht. Ich kenne meine Hunde und kann sie einschätzen. Vor drei Monaten konnte sie noch ganz normal laufen und was hat sie den ganzen Tag gemacht? Sie lag tagsüber auf ihrer Liege und nachts im Bett. Sie wollte auch nie mit den anderen Hunden spielen. Ist nicht ihr Ding. Ein Rolli wäre sonst längst hier.
Die Angst, die sie plötzlich entwickelt hat (gehört zur Demenz dazu, ich weiß), die möchte ihr gerne nehmen.
Es ist aber was anderes, wenn man die Wahl hat sich zu bewegen, wenn man es möchte, als wenn man es einfach nicht mehr kann und wohl auch schmerzen dabei hat.
Gelähmte Hunde haben einen Rolli, können sich oft auch anders fortbewegen. Lähmungen sind oft auch mit Verlust von Gefühl ergo schmerzen verbunden, sodass das für mich etwas anderes ist, als ein alter hund, der nicht mehr aufstehen kann. Ansonsten ist es bei gelähmten Hunde in meinen Augen oft eine Einzelfallentscheidung, wie viel Lebensqualität dann da gegeben ist.
Aber du dir ja doch ziemlich sicher, dass es für deinen Hund so passt und außer Menschen vor Ort kann das keiner endgültig feststellen.
Von außen betrachtet durch Schrift ohne den Hund zu kennen, bleibe ich bei meiner Meinung.