Beiträge von Lara004

    Ich habe mit Layla zum Glück einen Hund, der stets mitdenkt und meistens zumindest mit nem halben ohr bei mir ist.

    Die fahrradsituation ist bei uns auch der Klassiker. Layla sieht das Fahrrad, denkt mit, setzt sich an der Seite hin. "Seite" ist auch unser kommando und Seite ist alles, was nicht weg ist, also Grünstreifen.
    Emi hingegen sieht das Fahrrad, ignoriert die Tatsache und denkt sich: alle halten an, also warte ich auch - bums Emi liegt mitten auf dem Weg.
    "Emiiiii komm her, an die Seite, weg da ..."
    Emi erhebt sich und trottet direkt in den Fahrtweg des Fahrrades.

    Inzwischen mache ich es so, dass ich einfach direkt Emi einsammel, mit dem kommando "Seite" auf den Grünstreifen befördere und Layla vertraue, dass sie aus dem Weg geht.

    Sie meint, sie kann andere hunde anpöbeln und rennt dann auch noch irre weit weg, weil sie da einen Hund bellen gehört hat. Beim ersten Mal hab ich sie ausversehen mit dem Fahrrad angefahren, weil sie sich so aufgeführt hat.
    Und Layla stand nur daneben und wusste nicht, was los war. Die benimmt sich im Moment tausend mal erwachsener als Emi :fear:

    Wenn es okay ist anderer Leute hunde zu streicheln, dann ist es irgendwann auch okay fremde Handys auszuprobieren, die Handtasche zu durchsuchen und als Gipfel wohl einfach ein fremdes Baby aus dem Wagen zu nehmen?!?!

    Ne sorry, geht gar nicht.

    Mein Hund möchte nicht angefasst werden, absolut nicht. Und sie muss es auch nicht und ich werde sie auch nicht zwingen das zu erdulden.
    Leider begreifen Menschen das Wort "Nein" nicht, obwohl es eines der Worte ist, die man als eines der ersten lernt?! Es bringt einfach nichts sich da abzusabbeln, deshalb wird der Ansatz schon unterbunden: abbruchkommando, Einsatz von Körpersprache, blocken und als letzte Alternative even Sanktion in form von zurück streicheln.

    Klappt wirklich gut.

    Ich liebe ja auch die hunde, die völlig außer Rand und Band auf andere hunde zustürmen und "nur mal Hallo" sagen sollen.
    Wenn man das mit den Besitzern macht, losrennen, anremepeln und "Hallo" zubrüllen, finden die das auch eher weniger witzig. Danach leinen sie aber vorsorglich den Hund an, wenn sie uns sehen.

    Ich bin kein Fan von Boxen. Ich hatte Layla als Welpe einfach immer bei mir oder sie war bei meiner Mutter, sie konnte alles mit uns zusammen kennenlernen und ist auf Feierlichkeiten auch völlig unproblematisch. Es hätte ihr nicht gut getan, wenn ich sie als Welpe in eine Box gepackt hätte.

    Ist natürlich alles ansichtssache, aber die Halbarkeit einer Stoffbox zweifele ich auch an.

    Bei uns sind bisher nur ''gebrauchte'' Hunde eingezogen und bei jedem Hund, war dieses eine Gefühl da, dass das genau DER Hund ist, der zu uns passt und zu uns gehört. (Bei Emi waren die Umstände zwar etwas anders, aber das Gefühl stimmte einfach)
    Unter anderen Umständen würde ich mir auch keinen Hund anschaffen, weil ich weiß, wie es ist, das richtige Gefühl zu haben und ich es anders nicht wollen würde.

    Na klar wird die Beziehung enger und vertrauter mit der Zeit, aber für mich muss die Basis einfach stimmen.

    Wir haben beide Hunde ins Auto gepackt, in die Wohnung gekarrt, gab noch Futter und dann wurde gepennt. Fertig.

    Die ersten Tage waren beide ein wenig genervt voneinander, manchmal gabs nen bisschen gebrummel, aber sonst kein Thema. Davon ist inzwischen auch nichts mehr von über.