Beiträge von Lara004

    Ich würde auch erst mal an der Gier auf Fressbares arbeiten und dem Hund beinringen, dass Lebensmittel am Boden keinerlei Relevanz haben.

    Je nach Sensibilität des Hundes kann man das über die klassische "Nein-übung" aufbauen oder aber man arbeitet an der Haltung des Hundes in dieser Situation, Stichwort konditionierte Entspannung.

    Für welchen Weg man sich entscheidet, hängt auch damit zusammen, mit welchem Ergebnis man am besten Leben kann: Vermeidung oder eben umkoordienierung der emotionslage. Und natürlich, wie viel Zeit und Energie man in dad Training setzen will.

    Ich finde die Vergleiche hier mit sitterhunden etwas schwer, um sich daraus eine Meinung zu bilden, wie viele hunde man Händeln kann bzw wie es mit mehreren hunden wäre.

    Wenn man sich für mehrere eigene Hunde entscheidet, dann sucht man sich einen Hund aus, den man selber will, der im optimalfall zu den vorhandenen hunden passt und das wichtigste: man bringt den Hund mit dem Wissen nach Hause, dass man jetzt das zukünftige Leben miteinander verbringen wird.

    Dazu wird man den Hund nach seinen Vorstellungen erziehen und formen, sodass sich feste Strukturen und Verbindungen bilden.

    Das wird man in der Regel mit einem Sitterhund nicht tun und man ist sich dessen bewusst, dass er nur für die und die Dauer da ist.

    Unser Familienrudel ist auch eine eher spezielle Gemeinschaft, die eben in zwei Haushalten lebt, aber so innig und eng miteinander verbunden ist, dass es nicht meine und deine hunde gibt, sondern, dass es UNSERE Hunde sind. Und genauso Verhalten die Hunde sich zueinander und sind alle überall zu Hause.

    Aktuell finde ich zwei eigene hunde für uns passend, genieße aber auch die Zeit, wenn ich die zwei von meiner Mutter mit dabei habe. Die vier hunde sind so ein gutes Team, dass es einfach Spaß macht. Die beiden Jungs würden mit unserem Lebensstil aber auf Dauer nicht glücklich sein, deshalb ist es so die perfekte Lösung.

    Für die Zukunft hätte ich gerne noch einen dritten Hund dazu, wenn unsere mädels ins gesetztere Alter kommen... Wobei gesetzt und/oder ruhig wird's hier eh nicht geben mit den beiden Pappnasen.

    Generell möchte ich nie weniger als zwei Hunde halten und vom Händling her sind 4 für mich eine gute Anzahl. Drei ist tatsächlich für das gruppengefüge komisch, aber das hatten wir zu kurz, um es richtig einzuschätzen.

    Wie sich das nun tatsächlich entwickelt, kann man nicht wissen. Kann auch sein, dass wir übermorgen schon drei hunde hier haben, wenn die Lage es erfordert.

    Ein Radius ist für mich der Bereich, dem der Hundehalter dem Hund bei gemeinsamen Aktivitäten wie zb Spazierengehen/gewisse Sportarten/Jagdeinsatz zuteilt und der nicht verlassen werden soll.

    Ich finde es für mich praktisch, wenn die Hunde einen variablen Radius kennen und akzeptieren, das heiß, dass man je nach Gelände und Notwendigkeit entscheiden kann, wie weit sich der Hund entfernen darf.

    Sind wir zB auf freiem Feld unterwegs, dann darf der Radius größer sein, sind wir auf schmalen gewundenen Pfaden, sollen sie in meiner näheren Umgebung bleiben, ebenfalls, wenn mehrere andere Menschen unterwegs sind. Bei Layla mache ich manchmal eine Ausnahme, da sie ihre Umwelt immer gut im Blick hat und von selbst an die seite geht, wenn ein fahrrad kommt und sie lässt andere leute eh links liegen.

    Okay, das ist natürlich blöd, wenn dein Mann nicht dahinter steht bzw sich damit nicht so ganz identifizieren kann.

    Bei uns sind alle total hundeverrückt und stehen absolut dahinter. Das macht es einfacher.

    An das geglotze der anderen Leute musste man sich aber echt gewöhnen. Manchmal kann ich es mir auch nicht nehmen lassen mal nen Blöden spruch dazu zu sagen, wenn man zum tausendsten Mal "boaaaaaah VIER Hunde" hört, dann kommt sowas wie "boaaaaaah ZWEI Menschen" ;)

    Ansonsten bin ich einfach stolz auf die bande. Die sind aus Sicht der meisten anderen scheinbar ganz passabel erzogen (ich bin da kritischer), sodass wir nicht besonders negativ auffallen.

    Unser kleiner nervzwerg ist ja auch manchmal nicht so kooperativ, aber das "Tür-training" war wirklich super, das hat sie sogar für den zelteingang eines zwei-mann-Zeltes verinnerlicht.

    Das nimmt mir echt druck Weg, wenn ich weiß, dass eine offene Tür nicht gleich "Hund ist weg und macht Unfug" ist.

    Wir waren mit unseren vieren schon in soooo vielen verschiedenen Restaurants und es gab noch nie ein negatives Wort zu den Hunden oder dass wir keinen Tisch bekommen haben. Allerdings machen wir es so, dass wir immer einen Mitarbeiter fragen, ob das klar geht und suchen uns immer so Platz, dass wir keinen stören. Die hunde lassen sich da zum Glück gut stapeln und haben kein Problem mit Nähe.

    Ich würde den Hund mal wie einen Hund behandeln und nicht wie ein plüschtier. Runter vom Schoß, Privilegien (garten jederzeit frei benutzbar) einschränken, damit der Hund überhaupt erst mal feste Strukturen kennenlernt, dass er nicht alles immer haben kann.
    Darauf aufbauend das Training auf dem Platz zu bleiben, dabei rumlaufen, Räume verlassen mit offener Tür, tür 1sekunde zu, Tür wieder auf und immer weiter steigern. In der Trainingsphase nicht alleine bleiben, damit er aus der Angst und Panik erst mal heraus kommt. Mit dem täglichen Stress im Nacken kann er gar nicht effektiv neues lernen.