Beiträge von Lara004

    Was ist daran so schlimm, wenn der Hund, dem das Spiel des anderen nicht passt, in dem Moment einfach beim Frauchen bleiben muss?

    Die Hunde haben noch genug andere Zeit auf dem Spaziergang, dass sie schnüffeln können oder machen können, was sie wollen. Das schadet das meiner Meinung nach absolut nicht, wenn der Hund in dem Moment, wo der andere am Spielen ist, einfach mal nix tut.

    Hier haben wir fast nie Hundebegegnungen, weil unsere fremde Hunde eher unnötig finden. Wenn aber zb Layla mit dem Gassi-Hund spielen will, dann muss Emi eben Fuß laufen, wenn sie sich einmischen will und anders herum auch. Spielen alle drei friedlich und gleichberechtigt UND sind ansprechbar, dann können sie weiter machen. Sonst eben eine Auszeit und gut ist.

    Es kommt ja auch drauf an, wie der Hund den Umgang gewöhnt ist quasi.

    Unsere Hunde wissen, dass ich mit denen keine Dinge mache, die schlimm sind und dass man Frauchen da schon vertrauen kann. Darum war Maulkorb auf und Los auch absolut kein Thema.

    Verstört is sie dadurch auf jeden Fall nicht.

    Das kommt doch total auf den Hund drauf an und die eigenen Vorzüge.

    Ich zb. würde meinen Hunde niemals nie nicht in eine geschlossene Box stopfen?! Warum auch?! Daher kämen wir gar nicht in die Situation.

    Maulkorb allerdings ist bei meinem Hund absolut notwendig und damit wurde da nicht großartig rumgeklickert. Maulkorb drauf und einen mega-hammer-geilen Spaziergang gemacht mit Leberwursttube und fleisch als Leckerli und gut wars.

    Dein Spezialwissen zu Border Collies inklusive das Wissen um Problemverhalten/Zwangshandlungen beim BC, ziehst du genau aus einem BC, den du jetzt seit 15 Monaten hast.
    Hut ab!

    Zu deiner Frage:

    Damit sollte ein Hund in der heutigen Zeit umgehen können.Reagieren, aber das muss ich dir ja nicht erklären, heisst nicht nach vorne gehen und BEISSEN.

    Das Schicksal vieler Border Collies ist: Therapiehund...Kinderhund...Tierheim..in Grossbritanien auch gerne nach dem ersten Biss zum Kind = Euthanasie..
    So kann man natürlich auf auf "Familienhund" selektieren....

    (du hast schon gelesen, dass der BC, der zuckende Menschen gebissen hat eine Therapiehundeausbildung über sich ergehen lassen musste?)


    Ich finde es nicht schlimm, wenn ein Hund in dieser Situation den Impuls hat nach vorne zu gehen und/oder zu beißen.
    Man muss es als Besitzer nur eben einschätzen können, was für einen Hund man da vor sich hat und welche Maßnahmen getroffen werden müssen, dass niemand zu Schaden kommt.

    Meine Hunde müssen es nicht ertragen, wenn man ihnen laut stampfend entgegen geht etc.
    Das ist meine Aufgabe das zu verhindern und den Hund zu schützen.

    Immerhin müssen die Tiere ja so gesellschaftskonform wie möglich gemacht werden. Nicht bellen, niemals drohen, sich von jedem streicheln lassen, Kinder mögen, andere Hunde mögen, andere Menschen mögen, nicht Pupsen, nicht Rülpsen und bei Hundebegegnungen artig aus dem Weg gehen und , "Guten Tag, mein Name ist Hasso und wie ist ihr wertes Befinden?" bellen (natürlich nicht zu laut, nicht zu tief und möglichst freundlich). Also so ganz ohne ist die Prägephase wirklich nicht.


    Und genau diesen Anspruch habe ich an meine Hunde eben nicht.
    Mich stört es nicht, wenn der Hund in der tollen Prägephase eben nicht so geprägt wurde, wie andere das wollen. Bei mir sind die Hunde, wie sie eben sind. Und die Hunde untereinander machen es einem doch bestens vor: die stören sich nicht an den gesellschaftlichen Richtlinien.

    Unsere Hunde bellen und knurren und geben zu passender Zeit diverse Laute von sich, die mögen keine Fremdhunde. Ja, ich habe auch einen Hund, der Menschen beißt - für UNSER gemeinsames Leben haben diese Hunde auch nach der Prägephase alles gelernt, was wir brauchen.

    Ich bin stolz auf unsere Hunde und ich liebe es, wie wir leben und wie wir sind. Was andere darüber denken: Pech.

    Das weiß ich leider nicht. Für mich kam das nie in Frage direkt nach Hamburg zu ziehen, sodass das für uns kein Thema war.

    Der Wohnraum in den Ballungsgebieten wird ja auch immer knapper. Ich würde es einfach beharrlich versuchen und parallel aber auch andere Möglichkeiten ausschöpfen.(Oder eben auch das Hamburger Umland in Betracht ziehen)

    Klingt auf jeden Fall echt cool und abwechslungsreich.
    Ich würde mich beruflich auch gerne verändern, aber es ist wie du sagst nicht so einfach, wenn man irgendwie auch den Tieren gerecht werden will.

    Und ehrlichgesagt erfüllt mich das Leben mit glücklichen Hunden mehr, als irgendein beruf das je könnte.