Beiträge von Mejin

    Ich arbeite auch daran.
    Und ja, z.B. saßen wir letztens in unserem gemeinsamen Garten beim Grillen und die beiden Hunde unserer Freundin kamen rein, Zoey war wohl der Meinung, der Esstisch gehöre ihr und knurrte rum und rumorte.
    Mehrmals.
    Da durfte sie dann in ihrer Ecke auf der Decke warten und ich habe ihr gesagt, dass es nicht erwünscht ist und sie sich nicht so aufzuführen hat und sie geblockt, so dass sie halt in ihrer Ecke bei mir bleiben musste.

    Als sie dann auf einmal 'freundlich' Kontakt wollte habe ich sie nicht hingelassen, da ich ihr nicht vertraut habe in dem Moment und sie noch länger einfach auf ihrer Decke bleiben sollte.

    Später habe ich sie dann freigegeben, als ich es für richtig hielt.

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    Achso, ja, solche Rituale haben wir auch, das ist ne Selbstverständlichkeit von Anfang an. ;-)
    Nur mein Freund - der sprengt es manchmal, aber das ist nicht so wichtig, denn sie weiß es schon zu unterscheiden, ob ich das sage oder er - und ich bin auch die, die am Meisten mit ihr trainiert.

    Vor dem Fressen warten absitzen, bevor die Haustür aufgeht, nicht aus dem Kofferraum springen(war ja eh im Hundeführerschein drin), ich werfe was auf den Boden(Leckerlie), sie soll zu mir gucken, kriegt was von mir, ich hebe das Leckerlie auf etc. ... .

    Früher hätte ich sie bei was interessanten nicht abrufen können, heute geht es meistens, wenn da ne Katze langläuft oder so, oder ein Menschenhaufen liegt - dann nicht... oder der Grillgeruch/Brotgeruch ihr in die Nase steigt.

    Sie kennt ein 'entschiedenes' 'Nein' von mir als Abbruch. Das ist das "Nein", was bedeutet, absolut nicht. Aber dass muss ich tatsächlich auch richtig betonen.

    Was Rituale angeht sind wir also schon ganz gut dabei.

    Ja, in der Theorie stimme ich Dir zu.

    Aber sieh's mal so - Hecci nicht gechippt, mit seinen rot angelaufenen Augen - hat den Hund 'nicht zu fressen' - da hast Du auch lange mit nicht so super Erfolg daran gearbeitet.
    Oder das Berammeln.

    Jetzt ist er gechippt und Du dringst besser zu ihm durch.
    Das kann ich bei Zoey nicht ausprobieren.

    Ich finde es immer etwas blöd zu sagen: "Hat er nicht hier. Basta." Ja, klar. Hat sie nicht. Aber das hilft uns im jetzigen Trainingsstand überhaupt nicht weiter.

    Wenn ich z.B. weiß, dass der eine Hundekumpel von Zoey direkten frontalen Kontakt bedrohlich findet und man ihn am besten erstmal überhaupt nicht beachtet - dann mache ich das so.
    Und nicht: "Er hat sich nicht bedroht zu fühlen."

    @'Michi69': Ja, theoretisch nicht, Zoey ist beim Aufsammeln aber wirklich extrem. Früher extrem extrem im Kurs im Vergleich zu allen anderen Hunden. Aber sie hat eine Futteraggression - und sich nicht 'einfach so grundlos' auf den Hund gestürzt.

    Es ändert nichts am Resultat, aber es ist für mich schon ein Unterschied zwischen - Hund, der alles einfach so mal umnieten möchte - und Hund, der aus einem bestimmten Grund/Auslöser der bekannt ist etwas tut.

    @Die Swiffer: Ähem... ICH war nicht in der Nähe. Mein Freund und sie schon, haben sie aber nicht zu fassen bekommen.
    Meine Freundin hat nichts gesagt, erstmal sollte man verbal was machen, bevor man irgendwelche Sachen schmeißt.
    Das fixieren war sehr kurz am Schluss.
    Ich war wie gesagt weiter weg und konnte es nicht genau sehen.

    Und nein, das ist natürlich nicht in Ordnung - aber eine geschmissene Leine bringt meiner Meinung nach in der Situation wie sie war überhaupt nichts.

    Btw. - Zoey wurde als junger Hund übrigens öfter untergebuttert - ich kenne somit die Gegenseite und ja, ich weiß auch, dass da die Gefahr besteht, dass es sich später überträgt - genau darum haben wir beständig weiterhin trainiert.
    ICH habe die Beine in die Hand genommen, gerufen, bin zu Zoey, wenn sie nicht eh zu mir gerannt kam und haben den anderen Hund von ihr entfernt.
    Leinen flogen da bei mir nicht, im Worst Case trifft man den Hund noch und dann - viel Spaß.

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    @Vakuole: Was siehst Du als Grenze und was ist bei Dir "Führung"?

    Was sind Rituale für Dich?

    Danke Euch nochmal!

    Und ne, Zoey muss sich nicht mit allen verstehen, aber es wäre schön, wenn sie nicht durch die Decke geht, wenn wir sagen: "Alles ist ok."
    Bzw. wenn einfach nur ein Hund irgendwo vorbeiläuft und gar nichts macht.

    Unsere Trainerin sagt aber auch, wir sollen nie die Geruschkomponente außer Acht lassen.
    Ich hatte schon mal vermutet - nachher ist das der Hund, der immer über Zoeys Pieselstellen pinkelt oder so. X-D

    Das können wir natürlich nicht wissen.

    Eine Halterin von dem kleinen Hund, den sie ja mal auf den Rücken gelegt hat, sagte letztens, dass Zoey ihren Hund ja schon 'angefallen' hätte.
    (Dass ich damals sagte, dass da Brotkrümel lagen, hat sie wohl vergessen.)

    --

    Wie gesagt, Begegnungstraining hatten wir auch mal ne Weile mitgemacht - und machen wir dann vermutlich auch bald wieder.
    Da lernen sie ruhig aneinander vorbeizugehen usw.
    Das doof ist nur, dass Zoey dann mit den Hunden meist gar kein Problem mehr weiter hat, da sie da ja alles dann kennt.

    Aber immer wechselnde Gruppen sind wohl nicht möglich.

    MK hatte sie schon wirklich lange auf und wir haben viel trainiert - das ist nochmal ein ganz anderes Thema.

    Wir leinen sie nur da ab, wo wir wenig menschliche Exkremente und sonstigen Mist vermuten.

    Ich glaube eher, dass es wirklich primär mit den Hormonen zu tun hat, denn nach jeder Läufigkeit gab' es meistens nen Sprung zum erwachsener werden.
    Bis zur 2. oder 3. war alles eher gut, sie wurde etwas ruhiger und hat auch mal klar 'Nö' von sich aus gesagt, wenn ein Rüde z.B. zu aufdringlich wurde.
    Das war alles total im Rahmen.

    Evtl. hat sie halt irgendwas von ihren Schmerzen auf andere Hunde projiziert... - da müssen wir dann gegenkonditionieren.

    Genauso wie mit der jüngeren Hündin - ruhigere Spaziergänge.

    Letztens ist es leider wieder einmal gekippt, da stand ich aber auch nicht direkt dabei, sondern hatte sie von nem Menschenhaufen weggeblockt, sie rannte dann mit der kleinen weiter und verschwand kurz, unsere Freundin brüllte dann rum, da da auch gerne Haufen liegen - und evtl. war da auch was, was Zoey gefunden hatte, denn sie motzte dann die Eurasierhündin an und hat sie richtig gepackt und runtergedrückt.
    Dass unsere Freundin die Leine 'neben' die Hunde geworfen hat, war auch nicht hilfreich, das habe ich ihr aber auch gesagt - dass sie das im Worst case, sollte sie das bemerkt haben - nachher auf die Hündin projiziert und es nur schlimmer macht.

    Ich bemerke nur - wenn ICH nicht immer GANZ konsequent manage, dann geht es meistens schief.
    Mein Freund kann das nicht so/macht es nicht so - und unsere Freundin neigt dazu zu früh ableinen zu wollen.

    Leipzig.

    Naja... - Zoey geht auch wiederum nicht auf alle Hunde los.
    Das heißt, es ist nicht mit allen Hunden reproduzierbar.

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    Nein, genau weiß ich es nicht, ich denke - und das meinte auch unsere Trainerin - dass es Unsicherheit ist und sie halt denkt: "Angriff ist die beste Verteidigung." "Dir zeig' ich's jetzt mal!"

    Achja - wenn man Zoey z.B. ableinen würde in eine Gruppe unbekannter Hunde(wie es bei deinem Trainer der Fall war) - da würde vermutlich nichts passieren, Zoey würde einfach am Rand gehen, oder bei uns Sicherheit suchen.

    Wir machen schon nicht immer viel. X-D So war das nicht gemeint.

    Bzw. meiner Meinung nach - ausgeglichen.

    Kopfarbeit, Schnüffelspiele, Ausflüge, Langweiltage - ist alles schon gut abgewechselt.

    Das einzige, was wir noch (weiter) machen wollen ist auch Mantrailing oder/und Longieren - was in die Richtung.
    Damit sie nicht immer nur angemotzt wird(übertrieben) sondern auch ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird.

    Wenn sie SEHR müde ist, dann geht es auch, aber das kann's auch nicht sein, dass sie immer so kaputt ist, dass sie sich kaum noch bewegen mag.

    @Michi69: Na, jaaa... aber z.T. machen die Hunde ja nicht mal was. Die gehen nur lang. >_>

    Ne, dazu haben wir vermutlich keine Möglichkeit und niemanden, der seinen Hund dafür zur Verfügung stellen würde.
    Die Hunde, bei denen es nicht klappt - mit denen haben wir auch gar keinen Kontakt.

    --

    @Die Swiffer: Dasselbe habe ich damals auch über Zoeys Fressproblem gehört. Mittlerweile ist es so, dass es besser geworden ist, aber wir werden immer aufpassen müssen, sie wird nie was liegenlassen, wenn wir nicht in der Nähe sind und da z.B. Dönerreste rumliegen.

    Das Ding ist, wir haben den Hundeführerschein(der war für diesen auch eher umfangreich) mit ihr gemacht, sie hatte wirklich die besten Voraussetzungen, kontrollierten Kontakt etc. .

    Auslastung - klar, wir könnten jeden Tag mit ihr Spaziergänge/Ausflüge machen, von mehreren Stunden - aber dann wird's eher schlimmer. Sie ist ein Hund, der nach einem sehr anstrengenden Tag meist mindestens 1 Tag braucht, um die Akkus aufzuladen.

    Und vom Umgang her - hm, also die Prüferin vom Hundeführerschein fand's zumindest gut, was sie gesehen hat. Zoey hat sich auf uns beide gleichermaßen konzentriert und sei ein freundlicher Hund.

    Ist sie ja auch eigentlich.

    Ich muss mal sehen, ob es bei uns in der Nähe auch irgendwelche Möglichkeiten für Seminare gibt.

    Das Ding ist halt, wenn es ein kleiner Hund wäre, würden sich viele Leute vermutlich nicht mal groß Gedanken machen. Aber Zoey klingt halt so, als würde sie denjenigen gleich zerfetzen wollen.

    @Vakuole: Hm... aber wann ist die Pupertät? Eigentlich sagt man ja vor dem 2. Lebensjahr eher das 'gröbste' durch.
    Aber ja, das kann schon sein. Sie hatte ja wirklich lange mit allen Pfoten und Ekzemen zu kämpfen, hatte Knieschmerzen, durfte nicht mehr vielfältig belohnt werden... . Aber daran konnten wir leider auch nichts ändern zu dem Zeitpunkt.
    Dauerkortison wäre da keine Option gewesen... .

    Unsere Trainerin meinte schon öfter, wir sollten das überlegen mit der Kastration.
    Sie sei kein Befürworter, aber eben beim Hund ihrer Schwester - der nur in der Läufigkeit verträglich war - war es so, dass sei wie ausgewechselt war danach.
    Aber leider kann man es bei einer Hündin ja nicht testen wie bei nem Rüden...

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    Ich muss aber sagen - das mit den Menschen - das ist schlechter geworden - aber bei den Hunden - können wir sie meistens sehr viel schneller rauskriegen, als früher.
    Jetzt motzt sie manchmal rum, wir können sie aber schneller wieder weiterführen als vorher.
    Oder aber sie bellt nicht los, manchmal klappt das auch - wäre früher auch nicht gegangen.
    Dennoch nervt es mich ungemein, dass wir früher dachten, "Oh je, ein Hund, da rastet sie(fiddlen) gleich wieder aus."
    Und jetzt halt dasselbe denken, aber aus anderen Gründen.
    Beim Fiddlen haben wir sehr geübt, wir haben Umorientierung geübt usw., so das sie nicht mehr zu jedem Hund hinwollte/gezogen hat etc. .

    Aber sie ist leider auch noch so schlau dabei, kann sein, dass sie sich denkt - wenn ich jetzt da mal Losrumore, dann gibt's was!
    Ich belohne sie natürlich fürs ruhig sein - nicht fürs Ausrasten - aber z.B. frisst Zoey auch gerne mal Stöcke.
    Das ist aber nicht sooo attraktiv.
    Da sucht sie sich dann Stöcke um sie dann fallen zu lassen und ein Leckerlie abzusahnen.
    "Das ist ja praktisch, so kriege ich ja immer mehr."
    Da trainieren wir natürlich aber auch nicht weiter, wenn sie damit anfängt. X-D

    Also ich denke, Begegnungstraining werden wir wohl mal wieder weitermachen.

    Ich hatte auch schon 2x ne Einzelstunde - aber da ist Zoey natüüürlich nicht einmal ausgerastet.

    Einmal waren wir in nem Restaurant und da hatten wir nicht gesehen, dass da ein anderer Hund lag und bald gehen wollte - den Hund wollte Zoey auch gleich zerlegen. Wir mussten ihr dann die Augen zuhalten, damit die Leute vorbeigehen konnten.

    Also alles, was in etwa Zoeys Größe hat, ist kritisch.
    Und da denke ich halt wieder, dass es irgendwie mit dem 'Mein-Revier'-Kram zu tun haben könnte.

    Wir haben nur wirklich echt viel schon investiert an Zeit, Durchhaltevermögen und anderen Kram in der Hoffnung, mit 4-5 Jahren dann nen erwachsenen, souveränen Hund zu haben - und nein, Madame holt immer wieder etwas anderes hervor aus ihrer Kiste der Hundesachen.

    Aber wenn sie dann verkuschelt abends bei uns liegt, als sei sie der lieeebste Hund der Welt... - dann möchte man es natürlich auch schaffen, dass wir weiterkommen - und sie eben nicht das garstige Viech im Stadtviertel ist.
    Sie ist eben in machen Dingen zu 180° anders geworden als früher.
    Ich denke ihre Krankheitsgeschichte hat leider auch viel kaputt gemacht in der entscheidenen Zeit... .

    Danke... .

    Naja, sie wird halt jetzt erwachsen, ich denke, daran liegt es.

    Und bei ihr reicht ein schlechtes oder auch gutes Erlebnis, dass sie sich das ab da einspeichert.
    So z.B. vor ein paar Monaten ein Skateboarder, der so rausgeschossen kam und sie erschreckt hat.
    SEITDEM findet sich Skateboards und so Roller richtig blöd und will sie verbellen.
    Davor hat sie sie einfach ignoriert, es war kein Thema.
    Und sie ist ja nicht mal in ihrer 'Prägezeit' gewesen.

    Entweder hat sie irgendwas im Hirn, oder eine Zyste... oder es ist eben das Erwachsenwerden bei ihr.
    Keine Ahnung... .
    Ich versteh's nicht ganz, man sagt ja immer, man spiegelt auf den Hund ab, aber wenn ich gerade total entspannt irgendwo langgehe und Zoey auf einmal durchdreht, hat sie ja gerade wohl nicht auf mich geachtet.
    Spreche ich sie an, wird sich erstmal hektisch umgeguckt, weshalb sie jetzt was genau machen soll.

    Natürlich macht ihr Gesundheitszustand nichts besser, wenn sie immernoch die juckenden Pfoten hat z.T., die volle Analdrüse... .
    Zwar unter Apoquel unter Kontrolle - aber irgendwie nicht ganz weg.
    Mal fast, dann wieder nicht, mal fast... *nerv*.

    Immerhin läuft sie jetzt nach der Physio wieder sehr gut und schnell... . Also im Rücken/Bein ist dann hoffentlich nichts mehr.

    Gegen Zyste etc. spricht für mich, dass sie mit den Hundefreunden von früher wie immer ist, da ist begrüßen auch überhaupt kein Thema.
    Unser TA hat auch nie was gesagt, erwähnt.

    Aber echt ALLE Hunde, die sie früher mal angemacht haben, die sind nun ihre Erzfeinde.
    Da reichte auch ein angebellt werden von der anderen Straßenseite... .

    Alles was sie gruselig findet, wird verbellt.

    Ich wüßte ja irgendwie echt gerne mal, was wäre, wenn ich die Leine fallen lassen würde und gehen würde.
    Würde sie sich dann auf den Hund stürzen oder nur "Alarm" machen.

    Im Freilauf, wenn sie überall gut ausweichen kann, oder auch z.B. auf der Hundewiese hat sie eine klare Kommunikation und fängt auch keinen Streit an.

    Vielleicht ist sie auch frech, keine Ahnung und gar nicht so unsicher - aber ich glaube eigentlich schon.
    Z.B. blockte ich letztens den Blick zu einem 'Feind' - wir waren echt noch weit weg - und sie wollte dauernd nur links und rechts vorbeistieren an meinen Beinen und nicht mit mir mitkommen.
    Den stinkigen Käse hat sie ausgespuckt und lieber dann Terror gemacht.

    Evtl. sollte ich sie einfach hochnehmen und wegtragen. X-D ...

    Aber ja... es frustriert schon, wenn man hört, dass irgendwie die Geschwister, von denen man was hört alle diese Probleme nicht haben(bis auf die Allergien).

    Vielleicht wüde ihr ne Kastration guttun, dann wäre sie evtl. nicht mehr so 'MEIN GEBIET'mäßig drauf, ich weiß es nicht.
    Aber dem entgegen steht da ja neben all den Risiken auch die Sache, dass es dann schlimmer werden kann.