Ich denke auch, es ist individuell verschieden.
Wir wohnen ja in einer Großstadt, direkt an einer Hauptverkehrsstraße.
In unmittelbarer Laufweite gibt es aber verschiedene Gebiete, wo wir Zoey auch mal ableinen können, obwohl es eigentlich noch mitten in der Stadt ist.
Es gibt auch Wald und große Parks in der Nähe.
Früher habe ich in Niedersachsen gewohnt, in einer Kleinstadt - und da noch in einem Außenbezirk, der recht ländlich ist.
Da war ich mit Zoey auch nochmal später - und ja, die weiten Felder, die Heide... - das ist natürlich für einen Hund supertoll.
In Hamburg waren wir auch öfter mit Hund - da waren wir in einer Industriegegend, da gab's jedoch auch viele Grünstreifen und einen Kanal mit Rasenfläche dran... aaaber ne große Straße eben auch gleich nebenan.
Wenn man Zoey fragen würde, würde ihr das Land vermutlich besser gefallen, da ist sie ja auch nicht immer so auf Auspuffhöhe unterwegs. Was ihr nicht gefallen würde, wären die fehlenden Essens/Dönerreste die zuhauf herumliegen. X-D
Ein Grundstück zum Bewachen und Grenzen ablaufen würde ihr vermutlich zusagen, den ganzen Tag rumflätzen und abends kuscheln.
Rausbretternde Fahrradfahrer, aufheulende Motoren, ratternde LKW's - das alles lässt Zoey noch immer nicht 'kalt' nach fast 4 Jahren, aber sie bekommt es schon hin.
Wir fahren mit ihr öfter mal irgendwohin, wo sie wirklich einfach rumfetzen kann und die Natur genießen(und wir auch), das genießt sie immer sichtlich.
Wenn sie das jeden Tag hätte - evtl. würde sie dann nach mehr Action schreien. Ich weiß es nicht genau... oder sie wäre einfach tiefenentspannt.
So ist es ein Kompromiss - ich meine, es hat auch Vorteile, man kann sich kurz mit jemanden treffen und gemeinsam Gassi gehen, da derjenige im 'Viertel' wohnt, man kann kurz die Leinen in die Hand drücken, wenn man dann an nem Supermarkt vorbeikommt..., Menschen und Hunde gibt es in Massen.
Einerseits gut zum trainieren, andererseits auch schlecht, da ja sehr unvermittelte Situationen auftauchen können - z.B. eine blöde Begegnung - der Hund ist noch voller Adrenalin - und dann kommt schon der nächste Reiz - das ist nicht immer ganz einfach, wenn man 'gestellte' kontrollierte Begegnungen haben möchte. Dann ist der Hund einfach nur irgendwann durch und man muss versuchen irgendwohin auszuweichen um den Hund runterkommen zu lassen - wenn man da dann gerade in einer wühligen Gegend ist - ist es nicht toll.
Belebte Innenstädte kann man natürlich gut trainieren - aber ein Landhund braucht das ja auch nicht unbedingt, ich denke, nicht jeder Hund muss ALLES "können". Ist natürlich nicht schlecht, aber die Hauptsache ist, dass er gut klarkommt, mit dem momentanen Umfeld. Das kann sich natürlich auch wieder ändern, aber auf jedwede Möglichkeit und Eventualität super vorbereitet zu sein - das ist wohl schwer machbar.
Ich müsste z.B. auch mal rausfahren und mich auf Rehlauer legen oder Hasenlauer... - um am Jagdtrieb zu trainieren - aber das habe ich tatsächlich noch nie gemacht. Wenn wir in Gebiete fahren sollten, wo die Gefahr von viel Wild sein sollte - würde die Schleppleine drankommen... .
Ich kenne Stadthunde, die sind total easy und locker mit allem, unsere ist da nicht so, aber wir versuchen eben einen guten Weg für uns zu finden. :)