Bordy, das jetzt *deine* Meinung.
Und wenn du konsequent bist, müsstest du auch davon runter kommen, dass nur diese richtig ist und andere ihre Mensch-Hund-Familie aufstellen lassen, wie sie es möchten.
Ich finde es auch sinnvoller, meinem Lebenspartner meine Meinung und Gefühle kundzutun und ihm eine Chance zu geben darauf zu reagieren und darüber nachzudenken -- anstellen einfach nur kommentarlos Konsequenzen zu ziehen "Du kriegst den Hund nicht mehr!"
Und wie sie diese Debatte führen wollen und ob manche Kritik auch mehr als einmal geäußert werden kann, können zwei erwachsene Menschen auch selbst miteinander ausmachen.
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Mein Hund ist zwar der Familienhund, aber es ist die stille Übereinkunft, dass ich vor allem die Verantwortung trage.
Ich informiere mich, ich investiere die meiste Zeit -- ich trage die Kosten.
Wenn ich etwas (den Hund betreffend!) überhaupt nicht möchte (und es zumutbar ist) dann wird das von allen respektiert.
Mein Mann, Eltern etc. vertrauen aber darauf, dass ich mein Veto nur einlege, wenn es wirklich wichtig ist. Und so ist es auch.
Manchmal verstehen nicht-HH einfach nicht, warum eine Regel wichtig ist. Vielleicht kann man ein Beispiel finden, dass sie nachfühlen können.
Vergleiche zum Thema "Hund überreizen":
"Wie würde es dir gehen, wenn du von der stressigen Arbeit kommst, und ich quassel auf dich ein, ohne dass du dich erstmal entspannen kannst?"
"Könntest du, nach einem Discoabend und einer fast Schlägerei noch konzentriert am Schreibtisch arbeiten?"
"Würde es deinem Auto gut tun, wenn man den Motor jeden Tag in die höchste Drehzahl kickt?"
"Für den Hund ist Adrenalin wie Bier. Stifte ihn nicht dauernd an zuviel zu saufen!"
Das ist sicher schlechte Beispiele, aber vielleicht ist eines dabei, dass in Männerohren einleuchtend klingt. 
Oder man kann zumindest einen Kompromiss anbieten:
"Du kannst mit dem Hund raufen, aber wenn er dieses-oder-jenes macht, dann hör' bitte auf, weil es ihm zuviel wird."
"Du kannst mit dem Hund raufen, aber nur im Freien. Hier drinnen gehen Sachen kaputt und es möchten sich in der Wohnung alle entspannen."
"Du kannst mit dem Hund raufen, aber nicht jeden Tag/ nicht am Wochenende/ an bestimmten Tagen."
Oder ein Tausch:
"Fahr mit ihm lieber eine Runde Fahrrad/ renn mit ihm um die Wette. Da freut er sich noch viel mehr!"
Eigentlich möchte ich nicht, dass Hinz und Kunz meinen Hund anfasst, nur weil er hübsch und flauschig ist. Das zu 100% durchzusetzen, würde aber zu viel negativer Stimmung füren und mich sehr stressen.
Ein Kompromiss mit dem ich leben kann ist: Füttern und wild spielen gibt's nicht, aber wer nett fragt, darf den Hund (der fremde Menschen super findet) auf ruhige Art und Weise streicheln und kraulen. Damit können in meinem Fall alle leben.
Vielleicht war ja etwas Sinnvolles dabei. :)
Liebe Grüße