Ich habe auch Hashimoto.
Mit den richtigen Medikamenten aber eine Krankheit, mit der man gut leben kann.
Es ist aber sehr wichtig, sich von einem Endokrinologen beraten zu lassen.
Viele Hausärzte haben noch die alten Grenzwerte oder sie bestimmen nicht die freien T3 und T4 im Blut, sondern nur den TSH Wert. Der gibt aber nur wieder, was an deine Schilddrüse gemeldet wird und nicht, wieviel deinem Körper *tatsächlich* zur Verfügung steht.
Auch sehr wichtig ist, die L-Thryoxin Dosis mindestens 5 Wochen zu nehmen und dann nochmal zu überprüfen, denn erst dann hat sich der Wert im Körper eingependelt. Wenn möglich die Blutentnahme auf den Vormittag legen, da der TSH Wert im Laufe des Tages steigen kann und KEINE Tablette am Tag der Blutabnahme nehmen.
Vor der Tablette mindestens 4 Stunden nichts essen und eine halbe Stunde danach nichts. - Es geht vor allem um das Kalzium, dass die L-Thryroxinaufnahme behindert. Wasser und Kaffee ohne Milch gehen also.
Es lohnt sich sehr, sich in die Thematik einzulesen.
Jodmangel kommt in Deutschland eigentlich nicht mehr vor, da vielen Nahrungsmitteln und dem Viehfutter Jod zugesetzt wird. Daher ist Hashimoto auch dann die wahrscheinlichste Erklärung, wenn keine Antikörper im Blut festgestellt werden können. Die sind nämlich nur da, wenn gerade ein Immunangriff auf die Schilddrüse erfolgt.
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Bei mir wurde Hashimoto als Zufall/Nebenprodukt des unerfüllten Kinderwunsches festgestellt.
Meine Werte waren *sehr* schlecht - ich bin gerade bei L-Thyroxin 125 und muss gerade auf 150 erhöhen.
Ich war viel erkältet, immer todmüde und hatte phasenweise ganz leicht depressive/suizidale Gedanken.
Aber ich dachte allen ginge es so und ich wäre eben ein fauler Mensch.
Mit den Medikamenten bin ich fast nie krank, fühle mich stark, lebensfroh und komme mit der normalen Stundenzahl an Schlaf aus. - Wenn wieder alles tiefschwarz aussieht und ich morgens kaum aufstehen kann, weiß ich inzwischen, dass es Zeit ist meine Blutwerte zu überprüfen.
Eingeschlichen habe ich damals mit einer halben L-Thyroxin 75 (wie gesagt, das Blutbild war sehr drastisch) und hatte damit keine Probleme. Es hat mich nur anfangs verunsichert, dass ich mich so anders fühle wie sonst und ohne Mittagsschlaf auskam.
Ich dachte, "Das kann nichts gesund sein!" aber genau das war ich ja dann.