Tourismus ist nun aber nicht das Einzige, was eine Region zerstören kann:
Abbau von Bodenschätzen oder Umwelt belastende Industrie eventuell noch mit eigenem Kraftwerk fällt mir da spontan ein.
Abholzung, Bejagung und Umwandlung in intensive Agrarflächen und Massentierhaltung.
Das sind alles Dinge, die sich mit Tourismus nicht sonderlich gut vertragen. Wovor Tourismus “schützt”.
Was passiert mit einem landschaftlich oder historisch interessanten Örtchen, aus denen die Einwohner abgewandert sind?
Es hat oft weniger Verteidiger, wenn es darum geht: “Wo ist noch Platz für ne Mülldeponie?”
Klar, auch die ganzen hässlichen, stinkenden, strahlenden und giftigen Sachen “müssen” irgendwo hin.
Aber ich denke mir, es könnte auch jemand schreiben:
“Lieber zeige ich mein Örtchen Urlaubsgästen, als dass es GroßIndustrialisierung weichen muss. Aber meine Nachbarn wollen das nicht.”
Vielleicht ist es eine Legende, aber mir hat mein Vater schmunzelnd erzählt, dass Heidelberg im Zweiten Weltkrieg nicht zerbombt wurde, weil hochrangige Militärs aus USA da früher gern als Besucher waren.
Dass idyllische Örtchen, von denen niemand weiß, wo niemand hin will, automatisch unberührt und intakt bleiben,
ich fürchte dafür ist es, zumindest in Europa, schon zu eng.