Beiträge von Gandorf

    Oder der Absatzmarkt ist schlicht nicht so groß.
    Folglich kann noch nicht so effektiv in Massen produziert werden, wie bei den Mainstream Produkten.

    Sieht man schön bei den Wörterbüchern: die Fachwörterbücher sind um ein Vielfaches teurer, als die allgemeinsprachlichen Wörterbücher.

    Du sollest das Halten seperat üben. Also nicht tragen lassen, sondern nur geben, halten lassen und KEIN Auskommando sondern direkt Click und Belohnung.
    Sonst belohnst du das loslassen auf das sie eh schon hinfiebert und nicht das festhalten.

    Eventuell hilft es ihr auch, wenn sie anfangs das Kinn auf deinem Knie oder auf deiner Hand abstützen darf.

    Hält sie das Apportel direkt hinter den Eckzähnen oder mit den Backenzähnen?

    Hat sie das Maul fest geschlossen oder balanciert sie es auf den Unterkiefer?

    Wenn das Apportel um Maul wegen soetwas beweglich ist, verleitet das zum Kauen.

    Körperliche Kondition lässt sich nicht ins Unermessliche steigern.
    Von un-fit bis fit nimmt sie schnell zu. Aber irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem es wenn überhaupt nur noch zäh vorwärts geht und richtig Arbeit ist.
    Der ist natürlich individuell.

    Aber Muskeln sind nicht unendlich trainierbar.

    Natürlich darf Spielzeug werfen keine monotone Tätigkeit sein.
    Aber etwas springen, bremsen und Haken schlagen gehört gerade für ein jagendes Tier zum Beruf.

    Wenn ich 15 min Apportieren lasse, dann kommt für jeden Wurf fast 1 min dazu in der der Hund erstmal ein Kommando ausführen muss. Und sei es nur geduldig zu warten.
    Und was passiert dann?
    Muss erstmal schnüffelnd gesucht werden?
    Wird erstmal genüsslich auf dem Kong gekaut?
    Wird gemütlich zurückgetrabt oder eine lustige Ehrenrunde gedreht?

    Bestenfalls kann man in 15 min 5-mal apportieren lassen.
    Andernfalls würde es mehr Sinn machen, zu schreiben „Du darfst nur zweimal werfen, sonst ist es Zuviel.“

    Beim Dummy soll der Hund Vollgas zur Dummy Stelle, erste Bremsung, und Vollgas zum Besitzer zurück, zweite Bremsen.

    Wenn der Hund nicht aus schnellen Lauf bremsen darf, dann sind alle Beutespiele problematisch.

    @Sorano25

    Das mit den Grundstellungen dient mehr deiner Orientierung.

    Ich würde auf keinen Fall immer mit Grundstellung aufhören oder in Grundstellung belohnen, weil dadurch die Gefahr zu groß wird, dass sie der Hund selbstständig einnimmt.

    Mit der Grundstellung anfangen mache ich bei Pylone und Box, weil Mulder lernen soll, dass das richtige Gerät immer gerade vor ihm ist.
    Und beim Apport in Beginner und Klasse 1, weil das Warten auf das Apporttierkommando auch etwas ist, dass nicht allen Hunden sofort einleuchtet.

    Aber wenn ich Details übe, zB die richtige Position beim Linkswinkel, Rückwärtsfuß oder das Apportel richtig greifen (mittig und vorne im Maul), — dann würde ihn die Grundstellung von dem ablenken auf das er sich eigentlich konzentrieren soll.

    Das mit dem Anfangsritual machen viele. Die Trainer und Teilnehmer in meiner Obe Gruppe haben sogar ein Mini-Ritual für jede Übung. Das machen sie aber natürlich vor der Grundstellung. zB ein paar Schritte Rückwärts vor dem Schicken in die Box, eine Twist-Drehung vor der Pylone, ein Handtouch vor der Fußarbeit, ein kleiner Applaus vor dem Apport...

    Mulder brauchte das bisher nicht und ich bin deswegen zu faul dazu. Aber vielleicht hilft das Hunden, die Schwierigkeiten haben in Schwung zu kommen oder sich auf eine neue Übung einzustellen.

    Vor jedem Obe gehe ich Gassi, lasse ihn sich lösen und warmlaufen. Direkt davor machen ich ein paar ganz leichte Sachen, die er gern mag.
    Wenn er dann mit Freude dabei ist und konzentriert mitmacht, geht es los mit Training oder Prüfung.

    Nicht aufwärmen tu ich für Spielchen wie:
    Bleib Übungen, such die Grundstellung, etc. Da bekommt er für Kleinigkeiten schon etwas, so dass er recht schnell bei der Sache ist.

    Obe Kommandos sage ich nicht im Alltag. Gar nie. Keine Ausnahmen.
    Wenn er also „Fuß“ hört, freut er sich schon, Weil’s gleich lecker oder spannend wird.

    Ich würde auch im Ralley Obe versuchen deine Ermutigungen und Körpersprache zu reduzieren.
    Weil du das im Obe sonst unbewusst auch machst.

    Mulder macht zB Platz aus der Bewegung super schön und sicher. Es hat mich aber viele Punkte gekostet, weil ich mich zu ihm umgedreht hab, als ich es gesagt habe.
    Das hab ich selber gar nicht gemerkt.
    Jetzt sage ich das „Platz“ immer ein bisschen in den Himmel nach rechts oben, damit ich mich nicht wieder aus Versehen zum Hund drehe, sondern grade weiterlaufe.

    @Sassydog sorry wenn ich mich undeutlich ausgedrückt habe ich dachte es geht aus meinem Beitrag hervor. Ich meine eher Wildschärfe bzw eine gewisse Hartnäckigkeit beim Arbeiten. Ich weiss nicht wie ich es anders beschreiben soll. Meine Hündin z.b. gibt nach 2 Minuten auf wenn sie zum Beispiel einen dummy nicht gleich findet. Mein Rüde hingegen sucht wenns ist auch eine halbe Stunde bis er gefunden hat er bleibt einfach am Thema egal ob da zum Beispiel auch dichtes Gebüsch oder ähnliche Hindernisse sind.

    Ich kenne auch sehr viele Vizsla, weitaus mehr wie 17, und auch nicht nur vom sehen sondern richtig. Und bei denen hört es schon auf wenn's draussen kalt ist oder regnet. Die haben alle keine ungarischen Wurzeln bzw schon sehr viele Generationen ohne Ungarn.

    Und labbiähnlich und distanzlos hat beim vizsla schonmal rein gar nichts verloren aber ist auch das was ich hier oft sehe bezeichne ich eher als unerzogen die die ich wirklich kenne bei denen auch wert auf Erziehung gelegt wird sind sehr freundlich aber nicht distanzlos

    Der Neugier halber:

    Wie lernt man den über 17 Vizslas noch besser als „nur“ regelmäßige Gassibekanntschaften kennen?

    Züchtest du, oder betreibst du eine Hundeschule?

    Ich überlege gerade, ob ich überhaupt 17 Hunde *noch* besser als von gemeinsamen Gassigängen her kenne. Das würde ja bedeuten, ich müsste bei Ihnen zuhause gewesen sein, mit Ihnen auf Ausflügen oder sie als Sitter betreut haben.

    @Sorano25

    Jede Übung im Obedience beginnt und endet in der Grundstellung. In der Prüfung sagt der Stuart „Danke“ oder „Übung beendet“ und danach darfst du loben und ein bisschen streicheln.

    Der Hund wird zwar nicht ständig ermuntert, aber eine Übung dauert auch nicht so lang wie ein ganzer Ralley Parkours.

    Ich würde mit ganz kurzen Zeiten ohne Ermunterung anfangen. Vor allem beim Fuß lieber nur ein korrektes Loslaufen oder nur 3 Schritte, als die Gefahr zu haben, dass der Hund nachhängt oder schräg läuft.

    Diese Zeiten langsam länger werden lassen und immer auch mal wieder nach kurzen Zeiten oder Kleinigkeiten belohnen, damit es spannend bleibt.

    Die größte Kunst für mich als Mensch beim Obedience ist mir zu überlegen wann und wie ich am Geschicktesten belohne und was dem Hund so richtig Spaß macht.

    Mulder bekommt im Alltag und für Spaßtricks sein Trockenfutter. Das mag er.

    Für Fußarbeit, Distanzkontrolle und die kniffligen Sachen wie Box Schicken, pack ich die „Schatzkiste“ aus und bin immer auf der Jagd nach neuen Hits.
    Pfannkuchenstückchen, Spätzle, Fischstückchen, Hackfleischbällchen, gegartes Fleisch besonders Hühnchen, Delibest Fleischrolle, Nassfutter in Wurstform
    Oder an Spielzeug: Ball, Frisbee, Zerrspielzeug

    Wo viele sagen würden „Damit wäre mein Hund übermotiviert und kann nicht mehr nachdenken.“
    Aber die Energie, die er aus dieser Belohnung zieht muss halt auch reichen, dass er 1-2-3 später fast 10min konzentriert und dynamisch bei der Sache ist.

    Das ist harte Arbeit, da darf man nicht knausrig sein ;)

    Mir macht es Mut, wenn ich sehe, dass viele Hunde ein ganzes Mittagessen lang sabbernd und bettelnd ihre Menschen anstarren können— ohne, dass die zwischendrin ermutigt werden.
    Eigentlich eine tolle Konzentrationsleistung.

    Man müsste Ihnen nur zeigen, dass man statt sitzen und starren auch etwas anderes tun kann und dann sogar etwas abbekommt. Aber das Durchhaltevermögen ist ja da ;)