Warum denkt man, dass ein Hund, der in der ersten Sekunde nicht getötet hat, nicht töten will?
Vielleicht übt der noch und das erste Mal dauert länger?
Bei dem Beispiel mit dem Hund und den Amseln hat die erste Amsel überlebt. Aber nicht weil der Hund sie nicht töten wollte.
Alle weiteren waren dann tot.
Man kann auch nicht von Kleinhundebesitzern erwarten körperlich und fortbildungsmäßig in der Lage zu sein, fachmännisch einen fremden, großen Hund von seiner Beute zu trennen.
Das können und wissen haben nichtmal die meisten Besitzer großer und wehrhafter Hunde.
Es ist auch Unsinn zu sagen, wenn der Hund das erste Ziel ist, wäre kein Kind oder Mensch jemals gefährdet worden.
Wenn die nun „angemessen“ versuchen zu trennen und der Hund sichert vehement seine Beute? Oder verliert in dem Handgemenge den Überblick?
Wenn jemand mit der Hand an kämpfende Hunde fasst und verletzt wird, bekommt er sogar eine Mitschuld an den eigenen Verletzungen.
Selbst wenn es nur um Rettung eines Menschen aus einer Gefahrensituation geht, darf von den Rettern nicht erwartet werden sich selbst in Gefahr zu begeben.
Dann sicher nicht von dem Halter des Chi.
Wenn jemand seinen Kleinhund zu Großhunden hinrennen lässt, oder seinen Hund in ein Mali Rudel rennen lässt, oder zu Wildschweinen rennen lässt, oder über eine Bundesstraße rennen lässt—- ist eindeutig blöd.
Der muss ja wissen, dass das gefährlich ist.
Was man aus dem Vorfall lernen kann: Wer seinen großen Hund auf einen kleinen Hund zu rennen lässt, ist auch blöd.
Denn es könnte gefährlich sein, wenn der Besitzer Angst bekommt.