Und wie habt ihr dann die Chipkontrolle gemacht?
Beiträge von Gandorf
-
-
Man geht auch nicht los und kauft sich ein Dressurpferd und stellt das hinters Haus und meint, jetzt lerne ich erstmal reiten.
Der Vergleich mit dem Dressurpferd trifft nicht so ganz, glaube ich. Diesem würde ziemlich sicher nicht viel fehlen, wenn es auf einer ausreichend großen Weide mit einigen anderen Pferden leben dürfte, ohne dass der Mensch mit ihm arbeitet.
Oder trifft er doch?
Nein, du hast schon Recht:
In der Herde auf die Koppel ist für alle Pferde das Schönste und geht immer und reicht.
Aus Kostengründen wachsen Sportpferde die ersten drei Jahre in Gruppenhaltung und Weide auf.
(Lässt man mal die seltenen, fehlgeprägten oder Erkrankten Fälle raus.)
Der Anteil an Leistungslinien ist bei Freizeitpferden aber sehr viel höher, als bei Freizeithunden.
Bezahlbare Pferde sind der Hauptteil der Zucht, die auf Spitzenpreise abzielt, aber viele Fohlen, Jährlinge und Jungpferde produziert, die immernoch toll sind — aber dann für etwas weniger tausend Euro an privat gehen.
Oder später Second/Third-Hand verkauft werden.
Sehr, sehr viele Reiter haben für 2-3 mal die Woche reiten ein Pferd, dessen Eltern und Vorfahren 2-3mal AM TAG bewegt wurden um sich in der Zucht einen Namen zu machen.
Und ja: das macht vielen Reitern sehr viele Probleme.
Das Zuchtziel: „Anspruchslos bei wenig Auslastung“ gibt es bei Warmblütern nicht.
-
@Lockenwolf
Mulder hat Treppchenplätze auf den Landesmeisterschaften in Klasse 1 und 2 und schon einige Starts in Klasse 3.
Alleine trainieren geht 1a.
Klar, ich leg mir mit der Zange die ID Hölzchen selber, auch die Apportel — meistens gleich mehrere Sets.
Vorteil: wenn der Hund abgelenkt war und dem Stewart beim Auslegen nicht zugeschaut hat, ist er schon gewohnt, die Apportel an den erwarteten Stellen zu finden.
Bei mehreren Übungen und Gesamtdurchläufen liegt dann richtig viel Kram auf der Wiese. Ist dann gleich Ablenkungstraining, dass der Hund auch wirklich zuhört und darauf achtet welches Gerät vor uns ist — und nicht einfach nur in Sichtweite.
Wenn du mit dem Pudel nicht auf Augenhöhe bist, müsstest du von leicht oben schon sehen, ob er näher kommt. Zumindest ob er auf gleicher Höhe mit Markierungen am Rand des Platzes ist.
Ich möchte dir deine Art zu trainieren gar nicht madig machen.
Aber wenn man möchte und es einem liegt, dann reicht gelegentliche Unterstützung.
Man ist zeitlich flexibler und kann die Zeit statt mit Autofahren mit dem Hund verbringen.
Ist ja auch ein Umweltaspekt.
Mantrailing geht alleine wirklich nicht. Irgendwer muss ja gesucht werden

-
Man kann sich filmen. Und den Hund sieht man selbst eigentlich nur in der Fußarbeit nicht.
Bei allen anderen 9 oder 10 Übungen schon.
Trainiert man nicht immer mit Stewart, sondern nur gelegentlich, muss man den Hund weniger gegen Stewart Abweisungen desensibilisieren, weil er nicht so gewohnt ist, dass es nach „Hund schicken“/ „Kommando“ etc. losgeht.
Ich bin absolut für Verein, weil es riesig hilft und Spaß macht, wenn man Leute findet, die zu einem passen.
Aber Obedience und Rally Obedience kann man sehr gut allein trainieren, wenn man ein Händchen dafür hat oder bisschen Erfahrung. Da reicht gelegentlich Unterstützung— vor allem wenn es dann an Prüfungen geht.
Das ist bei Schutzdienst, Mantrailing, Flächensuche etc nicht so.
-
Ich bin frisch Mami geworden— und jetzt kurz danach meine Eltern Pflegefälle. Da geht Familie erstmal vor.
Obwohl ich viel-viel weniger, aber planvoll weitertrainiere. Erst, nur um Mulder eine Freude zu machen. Jetzt aber auch, weil es unheimlich Kraft gibt, mal an was ganz anderes zu denken.
Weiß nicht, was dieses Jahr noch alles passiert, aber diese Saison hab ich schon abgehakt.
Herzlichen Glückwunsch zu eurem atemberaubenden Aufstieg. Ihr seid ein außergewöhnliches Team und ich bin gespannt, was da in Zukunft noch kommt!
-
Hunde sind keine Maschinen, sondern Lebewesen.
Insofern wird KEIN Hund jemals völlig „fertig“ sein.
Und du, kannst nicht wissen, wer vielleicht sonst Trainingsweltmeister ist, was an dem Tag mit dem einen Team los ist — und welches Team vielleicht auch mal Glück hatte.
Ich finde es herablassend und unsportlich so aus der Ferne zu verurteilen, und bin froh, dass ich trotz sehr, sehr vieler Turniere noch nie in so einem vergifteten Umfeld starten musste.
Die wenigen Male, wo jemand außerhalb der Anonymität des Internet sich so geäußert hat, waren diese Leute nach ihrem eigenen verkackten Start plötzlich sehr viel leiser

-
Doch! Man kann in FCI Prüfungen einem Hund helfen, wenn er verunsichert ist.
Diese eine Übung ist dann halt 0 Punkte.
Die Richter sagen sogar „Dann hilf ihm!“ oder „Mach eine Übung draus!“
Dann läufst du halt schnell gemeinsam mit dem Hund in die Box oder um die Pylone— und weiter geht’s!
Passierte bei jedem Turnier auf dem ich war irgendwem, manchen 2-3 mal. Ist ganz normal und keiner hat hinter vorgehaltener Hand getuschelt oder so.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Richter in anderen Bundesländern so anders sind.
Wobei —- ich bin bei meinem ersten Start in Klasse 3 mal extra von einer routinierteren Starterin gelobt worden dafür. Hat mich gewundert, aber wenn ich soetwas hier lese, dann wird mir das klar...
Fakt ist: Es kann IMMER etwas sein, was man vorhersieht und was es dem Hund schwer macht.
Wenn der Hund dann nachhaltig verstört ist, weil er nicht weiterkommt, dann frag ich mich - wieso? Was befürchtet er?
Mulder versucht es dann entweder etwas mehr „Verflixt, das muss doch so...“ - oder er steht und überlegt halt, was jetzt das beste wäre.
In beiden Fällen reicht ein kurzer Hinweis von mir, der ihm hilft oder dass wir lieber etwas anderes machen - und gut ist.
-
Ach so, damit man das nicht verwechselt:
Meine Halteübungen („fest!“) sind nicht im Vorsitz und schon gar nicht mit reinlegen und Maul zuhalten.
Der Hund lernt selber aufzunehmen und das konstante Halten prüfe ich im Gegenteil dadurch, dass ich an dem Apportel ziehe oder mal zupfe. Der Hund muss sich also aktiv drum bemühen, dass nichts wackelt.
Schon faszinierend, wie unterschiedlich Hunde sind. Whyona, du startest mit nem Mali, oder?
Berichte auf alle Fälle, was für euch funktioniert hat.
Ich hab schon Hunde vor dem Apportel stehen und frustriert aufheulen hören, weil sie wollten so gern die Belohnung— aber es tat wohl zu weh.
Eine süße, aber sehr traurige verzweifelte Lösung war ein BC, der mit der Nase das Metall so weit wie möglich vor‘s Hindernis schob, um den kürzeren Trageweg zu haben.
Ich hab zwei Freundinnen, der BC und Aussies auch Agility gehen und die nie ein Problem mit der Übung hatten.
Das hat mich darauf gebracht, was der Unterschied sein könnte— und so hab ich die perfekte Lösung für Mulder gefunden.
-
Metallapport war in Klasse 2 unser V-Garant.
Viel geduldige Grundlagenarbeit:
1. Normale Apportel richtig fest halten, damit es beim Sprung nicht wackelt und gegen die Zähne schlägt.
Kommando dafür einführen zB „fest!“ und etwas dran ziehen — aus Reflex schließen die meisten Hunde den Kiefer fester.
Laufen und springen kleinschrittig üben, ohne dass der Griff jemals locker wird. Ist eine Herausforderung für das Koordinationsvermögen.
2. Sprungtraining auch mit niedrigen Gymnastikreihen.
Mit Metall von ganz niedrig anfangen.
Jeder Hund kann mit etwas im Maul über ein Hindernis springen. Aber ohne, dass sich im Maul etwas bewegt, ist schwieriger.
Solange es noch klappert, kannst du soviel Trieb und Erwartungshaltung draufpacken, wie du willst: du arbeitest immer gegen den Zahnschmerz an.
Wenn der erste Versuch im Training immer der beste ist, und dann wird es schlechter: dann klappert es noch.
Ich wollte den Metallapport erst grundsätzlich nullen. Dann ein V und ab in Klasse 3.
Aber mit dem Grundlagentraining war‘s dann einfach nur ne geile Übung. Weil so viele gute Teams dran scheitern, aber ohne Zahnschmerzen ist ein Apport über ne Hürde, ne simple Sache.
-
Es gibt viele Hunde denen ein Wechsel und viel Austesten überhaupt nicht gut tut. Man muss bedenken dass sich der Verdauungsdtrakr bei Fertigfutter
nicht nur immer wieder auf neue Futterkompoenete umstellen muss sondern auch auf eine Vielzahl an verschiedenen Zusätzen (Vitamine ect.).
Damit provoziert man im Zweifel Unverträglichkeiten bishin zu Allergien.
also ist es eigentlich sinnvoll, bei einer Futtermarke zu bleiben?
Mal davon abgesehen, dass es eine recht „wilde“ Theorie ist, dass der Wechsel zwischen Futtersorten zu Allergien und Unverträglichkeiten führt (Davon les ich zum ersten Mal, und man hat schon VIELE Theorien hier gelesen),
kann es sein, dass dein Futterhersteller seine Inhaltsstoffe ändert.
Dann hast du
1. auch einen Wechsel
2. das bei einem Hund, dessen Verdauungssystem und Immunsystem vielleicht seit Jahren nichts anderes mehr kennt
3. und auch keine erprobten Alternativen, falls die Änderung zum schlechteren war.
Wenn du jetzt nach langem Suchen endlich eine Kombination hast, die dein Hund verträgt, dann bleib dabei.
Aber die Aussage, dass man bei einem Futter bleiben muss/soll, ist einfach Unsinn.
Lass erstmal Ruhe einkehren.
Aber grundsätzlich spricht mehr dafür verschiedene Futter (wenn sie vertragen werden) zu geben, als nur eines.