Alles anzeigenDas klingt aber vollkommen anders. Wie schon erwähnt wurde, du weißt nicht, was sonst bei den Betreffenden abläuft. Vielleicht ist das die einzige Zeit, die sie (nicht einmal richtig) wirklich für sich haben. Du lässt dein Kind zu Hause. Eventuell haben sie diese Möglichkeit nicht. Und wer weiß, was sie von dir denken. Du hörst dein Kind ja nicht einmal, wenn es schreit und sich nicht beruhigen lässt, weil es Hunger hat. Urteilst aber über "außerhalb meiner Sichtweite allein unter Fremden" bei anderen... Während das Kind sich im selben Raum wie die Mutter befindet...
Und selbst wenn dein Partner dich anruft, weil der Kleine weint - bist du dann schneller bei ihm als zehn Minuten?
Da könnte man jetzt meinen, du bist ne Ecke egoistischer. Schließlich könntest du einen derartigen Kurs auch online machen, wenn dein Sohn nicht gerne draußen und unter Fremden ist. Machst du aber nicht. Nein, du nimmst dir die Stunde plus Fahrtzeit komplett kinderfrei. Wenn das für dich so in Ordnung ist, sollte es bei anderen zumindest für die letzten zwei Übungen auch in Ordnung sein, oder?
Ich bin hier nun wirklich raus.
Was bitte ist daran egoistisch, wenn das Baby beim eigenen Papa bleibt, während die Mama den Rückbildungskurs macht?
Da hilft auch die Konjunktiv-Formulierung "man könnte meinen" usw. nicht - das finde ich schon einen echt verletzenden Angriff.
Ich bin echt fassungslos, wie man das jemanden an den Kopf werfen kann.
Und mittlerweile hat sich auch aufgeklärt, dass sich das Kind über mehrere Minuten nicht beruhigt hat - da nehme ich es auf den Arm und lasse es nicht in einer fremden Umgebung alleine liegen - Punkt.
Kann man anders sehen, okay (ich bin da einfach zu sensibel und würde mich um mein Baby kümmern) - aber demjenigen dann vorwerfen, dass er ja selbst egoistisch oder sogar egoistischer sei, weil er sein Baby beim Papa gelassen hat...
Was ist denn das für eine Argumentation?
Und warst nicht DU es, die es vor ein paar Seiten noch so schlimm fand, dass es angeblich Mamas gibt, die ihre Kinder nicht beim Vater lassen, weil sie es ihm nicht zutrauen?
Dann sind wir wieder beim Thema, dass man es als Mama sowieso nie richtig machen kann.
Entweder opfert man sich auf - oder man ist egoistisch, wenn man mal 2-3 Stunden etwas macht, bei dem das Kind beim eigenen Papa bleibt.
Ich arbeite übrigens schon wieder knapp 1 Jahr an 1-2 Vormittagen pro Woche im Homeoffice, während mein Sohn bei meinem Mann ist.
Es gab noch kein einziges Mal die Situation, dass mein Mann meinen Sohn nicht beruhigen konnte.
Im Gegenteil - die haben dann Papa-Sohn-Zeit und genießen diese Zeit zusammen.
Aber vielleicht bilde ich mir das aus lauter Egoismus auch nur ein
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Ja, ich habe angemerkt, dass ich es komisch finde, wenn das Kind nicht mit dem Vater allein gelassen wird. Das finde ich nach wie vor.
Das was ich geschrieben habe, war lediglich ein Perspektivwechsel. Vielleicht haben die anderen Mütter diese Möglichkeit einfach nicht, müssen deswegen die Kinder mitbringen und wollen dann diese Stunde einfach mal für sich bzw. eben noch die paar Minuten die Übungen machen, bevor sie wieder voll und ganz für ihr Kind da sind. Das kann ich genauso gut verstehen, wie das Kind zuhause lassen.
In jedem Fall ist es wichtig und richtig, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Aber deswegen muss ich andere nicht verurteilen, wenn ich selbst andere Möglichkeiten habe, das anders umzusetzen.