Beiträge von straalster

    Ich bin heute nach der Arbeit noch schnell in "unseren" Baumarkt, Jin war freilich mit. Blöderweise hab ich dann doch mehr gekauft als Hände vorhanden (Einkaufswagen hab ich natürlich keinen genommen, weil ich dachte, dass es nur ein paar Sachen sein würden...). Daher war dann keine Hand für Jins Leine frei bzw. ich hätte erst alles wieder aus der Hand legen müssen, damit ich die Leinenschlaufe übers Handgelenk bekomme. Aber nachdem Jin praktischerweise nur die kurze Retrieverleine an hatte, hab ich mir das gespart und hab Jin dann mit schleifender Leine mit laufen lassen. Klappte hervorragend.

    An der Selbstbedienungskasse habe ich sicherheitshalber Jin sofort ins Sitz geschickt, damit sie nicht schonmal vor auf den Parkplatz läuft. Lade mein Zeug auf der Kasse ab, dreh mich zu Jin um. Keine Jin. Vierteldrehung weiter dann die Auflösung: die Verkäuferin, die die Aufsicht über die Selbstbedienungskassen hatte, hat eine Tupperdose mit Hundeleckerchen rausgeholt. Jin stand begeistert vor ihr. Ich spreche meinen Gedanken laut aus: "Ach, kein Wunder, dass sie kein Sitz kann..."

    Die Verkäuferin: "Nein, da haben Sie keine Chance!"

    Ja, Erziehung wird völlig überbewertet xD

    Aber war toll: Jin war bei der Verkäuferin aufgeräumt, die total begeistert war, dass Jin Pfote geben kann und ich konnte in Ruhe mein Zeugs einscannen und bezahlen.

    Welcher Baumarkt war das? Krasser Service für eine SB-Kasse...

    Verstehe ich nicht. Will ich jetzt den Hund oder nicht? Das ist doch so eine Prinzipiensache.

    Ich wollte die Rassen ja überhaupt erst einmal kennenlernen und dazu auch realistische Beschreibungen. War bei mir keine aktive Hundesuche - und das hab ich bereits beim ersten Telefonat bzw. Gespräch ganz klar gesagt, damit ich niemandes Zeit verschwende.

    Die Frage, passen Hund und ich zusammen, hat leider keiner der Züchter beantwortet. Beziehungsweise: Jaja, passt scho. Nimm mit. Das habe ich dann erst durch viele weitere Gespräche mit Haltern der Rasse herausgefunden. Kann also nur rückblickend sagen, die eine und der andere hätte vermutlich durchaus gepasst. Aber mir wurde eben nicht die eine oder der andere empfohlen - sondern pauschal vom BC Züchter gesagt, dass BCs zu mir passen (obwohl von mir nichts bekannt war, außer ich hab Hundeerfahrung). RRs passten laut Züchter voll toll zu mir. Iren auch. Salukis erst recht. Und warum hab ich eigentlich noch keine Bracke.

    So ein paar Welten liegen da ja schon dazwischen.

    Ich wollte damit auch nicht pauschal Züchter verunglimpfen. Aber ich kenne halt zahlreiche Beispiele, wo ich exakt aus diesem Grund Abstand genommen habe, obwohl die Rasse oder ein Individuum gepasst hätte - weil halt wirklich null Fragen kamen. Also kein Interesse daran bestand, wo der Hund hinkommt. Da waren die Hunde Einkommen. Nicht mehr.

    Geld auf den Tisch und gut.

    Hatte ich auch schon auf Ausstellungen. Zum ersten Mal live eine Bracke gesehen. (Tiroler Bracke)

    Find die optisch schön. Kurzes Gespräch mit der Züchterin - rein aus Interesse aber auch direkt klar gemacht, dass ich keine will - na also bei ihr zum Preis von... kann ich direkt heute mitnehmen. Die kannte mich ne Minute, und mir wurde ein Hund vorgeschlagen, der vermeintlich zu mir passt :ka:

    Irischer Wolfshund, Chihuahua, Saluki - hätte ich alle direkt noch am gleichen Tag mitnehmen können.

    Sowas gibt es eben auch. Genau wie in dem Bereich des TS, wo man den Hund nach Foto bestellt.

    Bei einem Kauf geht es lediglich darum, ob ich das Geld habe und meine Unterschrift auf einem Vertrag gültig ist.

    Da kauf mal so nen Hund vom Züchter, der schiebt dir lachend dein Geld zurück.

    Erfahrungsgemäß tut er das nicht.

    VDH Border - ich wollte mich lediglich über die Rasse informieren. Erstgespräch: Für Summe xy darf ich mitnehmen, wen ich will.

    VDH Rhodi - gleiches Spiel, wollte die Rasse kennenlernen, mehr nicht. Hab ich klipp und klar so gesagt. Hätte da auch gerne mit mehreren rausspazieren können. Noch an diesem Tag.

    VDH Pudel, VDH Goldie...

    Bekannte der Familie VDH Pudel: super angesehen. Fragen beim Kauf gibt es nicht. Dafür aber schon mehrere Welpen, die noch auf dem Weg vom Züchter unter die Räder kamen.

    Fragen wurden mir von keinem Züchter gestellt, außer, wie bin ich den auf die Rasse gekommen? Das war's. Kein, wie lebt der Hund. Kein hab ich Rücklagen. Kein, welche Erfahrung ist bei mir vorhanden. Nada. Also nur weil VDH und Züchter draufsteht, sind die durchaus nicht das Maß der Dinge.

    Bisher hätte ich bei jedem einen Hund bekommen. Ob der passt oder nicht. Ob ich dem auch nur im Ansatz gerecht werden kann, war den Züchtern vollkommen egal.

    Warum empfindest du es denn als schräg, wenn der gleiche Vorgang - Überantwortung eines Lebewesens verbunden mit Bezahlung - auch mit der gleichen Begrifflichkeit versehen wird?

    Weil es spannenderweise fast nur für Hunde verwendet wird.

    Wie - ich glaube Langstrumpf - schon angesprochen hat, ich habe es noch nie erlebt, dass jemand davon gesprochen hat, dass er ein Pferd adoptiert hat (da wurde maximal gerettet) oder einen Kanarienvogel oder einen Aquariumfisch oder eine Kornnatter.

    Diese Vorstellung von "Adoption" ist irgendwie nur Hund und Katze (und vielleicht noch Kaninchen und Meerschwinchen) vorbehalten.

    Würde ich jetzt einfach als Anfang einer Entwicklung sehen. Was an Tieren am nächsten steht, am nächsten lebt (in der Wohnung), womit man sich am meisten beschäftigt.

    Ich hab aber auch noch nie jemand gehäuft oder betont "hab ich adoptiert" sagen hören. Kenne in der Mehrzahl "Kommt vom Züchter/hab ich aus dem TH/hab ich übernommen" :ka: Andersrum kenne ich es genauso wenig, dass GEKAUFT betont werden würde. Dann schon eher "hab ich angeschafft, geholt" wie auch immer.

    Ok, weil das in einem anderen Land normal ist, soll ich das für mich in diesem Land irgendwie nicht als nen bissl schräg empfinden dürfen?

    Spannend.

    Warum empfindest du es denn als schräg, wenn der gleiche Vorgang - Überantwortung eines Lebewesens verbunden mit Bezahlung - auch mit der gleichen Begrifflichkeit versehen wird?


    --------------

    Noch ein Punkt, warum ich den Begriff Adoption gerade bei TS/TH verstehen kann, ist eben dieser Vorgang. Es gibt Vorkontrollen, Nachkontrollen, es werden teils unbequeme Fragen gestellt, die Eignung überprüft etc.

    Bei einem Kauf geht es lediglich darum, ob ich das Geld habe und meine Unterschrift auf einem Vertrag gültig ist. Also auch komplett nüchtern und rational betrachtet, gibt es da erhebliche Unterschiede. Daher könnte man bei TS schon eher von Adoption sprechen und bei einem Züchter, der wenn überhaupt ein paar Fragen stellt halt, eher von Kauf.

    --------

    Für mich hat der Begriff "Kauf" etwas degradierendes gegenüber einem Lebewesen - vollkommen unabhängig von der Herkunft des Lebewesens oder seiner Spezies. Passt nicht dazu, wie ich emotional zu ihnen stehe. Die sind meine Familie. Hab ich nicht auf die Welt gebracht, nicht angeheiratet oder bin ansonsten irgendwie mit ihnen verwandt - aber gekauft wie den Wasserkocher oder Toaster hab ich sie in dem Sinne eben auch nicht.

    Verwaltungsgebühr ist aber nun was völlig anderes als wenn ich einer Organisation oder einem Eigentümer oder wem auch immer Geld für ein Lebewesen übereige. ;)

    Es gibt aber auch Adoptionen, wo deutlich mehr Geld fließt, als Verwaltungsgebühren. Beispiel: USA. Da erhält die Mutter für Abgabe des Kindes einen festen Betrag. Gegebenenfalls werden medizinische Kosten übernommen. Sofern!: bereits während der Schwangerschaft eine Adoption vorgesehen ist, das Paar ausgesucht ist und genug Kohle in der Kasse ist.

    Das ist auch ein Kauf.

    Adoptionen in anderen Ländern: Ebenfalls mit reichlich Geldwechsel verbunden. Aber einfach. Gibt nicht umsonst so viele, die im Ausland adoptieren, weil da halt Geld auf dem Tisch reicht. Im Prinzip Menschenhandel.

    Warum ist es dann also bei Tieren ein Problem, für den gleichen Vorgang den gleichen Begriff zu verwenden? Damit werte ich weder Kinder noch Tiere ab.

    Ich finde "adopt don`t shop" nicht verkehrt. Weil es um ein Lebewesen geht. Ob ich das jetzt vom Züchter, vom vorigen Halter oder aus dem TH/TS adoptiere, ist doch egal. Aber der Fokus verschiebt sich von "gekauftes Produkt" zu "Lebewesen in die Familie aufnehmen".

    Ich verstehe darunter auch, dass es eine Gegenbewegung zum Modehund ist. Würden Menschen sich vor der Anschaffung wirklich eingehend mit den Besonderheiten befassen, gäbe es das nicht. Da aber viele Menschen Hunde als Deko, für das Image oder schlicht als Objekt sehen, finde ich den Hinweis darauf nicht verkehrt. Ist nunmal kein Auto oder eine Handtasche.

    Was mich wirklich irritiert obwohl ich das aus dem Bereich Vegetarier/Veganer als Vorurteil bereits kenne: Dass manche sich so derartig darüber aufregen, wenn jemand adoptieren/ Familienmitglied sagt. Angeblich wollen sich soooo viele damit über sie stellen. Ebenso, wie Vegetarier oder Veganer. Ich kenne bisher kaum jemanden, der das tatsächlich macht. Aber das Vorurteil ist da. Da komm ich manchmal schon ins Grübeln, warum so viele daran Anstoß nehmen und direkt anderen unterstellen, sie würden sich damit... elitär/besser/als Gutmensch fühlen wollen. Spricht eher Bände darüber, wie sich der Empfänger fühlt und andere runterziehen will.

    Oder das als Vermenschlichen betrachtet. Meine Tiere sind Familie. Haariger. Andere Spezies. Andere Bedürfnisse. Andere Kommunikation. Aber nichtsdestotrotz Familie. Ich zwinge sie damit nicht in ein Menschenmuster. Ich muss deswegen aber auch nicht permanent darauf rumhacken, dass es doch NUR Hund sind und ich als Mensch einen anderen Wert habe.

    Klasse, dass es das bei Hunden auch gibt, dass einen irgendwelche Passanten über das elgene Tier aufklären. Ich hatte das schon beim Pferd (da hat mir eine Spaziergängerin vehement versichert, dass meine damalige Islandstute, übrigens ein Rappe und sehr zierlich gebaut, ganz eindeutig ein Fjordpferd sei, sie kenne sich da nämlich aus und würde das auf den ersten Blick sehen) und besonders bizarr bei meinem Sohn (wo mir eine endlos lange Fahrstuhlfahrt lang eine ältere Dame erklärte, dass dieses Baby ganz sicher ein Mädchen ist und kein Junge sein kann, "weil es so freundlich lächelt" - auch nachdem ich ihr versichert hatte, dass ich die Mutter bin und dass das wirklich mein Sohn ist).

    Gibt es aber auch umgekehrt. Hab vor Jahren einen Nachbar getroffen, der immer mal den Hund seines Sohns gesittet hat.

    Hund eins war ein Havaneser. Der verstarb leider recht früh.

    Dann kam ein Welpe. Für mich sah das auf den ersten Blick aus wie Bolonka. Frag also nach, ob das zutrifft.

    Der Herr im Brustton der Überzeugung: "Das ist ein Kaukasischer Owtscharka!"

    Auch auf meinen Hinweis, dass ein Owtscharka nun ja, größer ist, komplett anders aussieht und auch im zarten Alter von 12 Wochen schon mehr auf die Waage bringt als zwei/drei Kilo mal ganz abgesehen von Fell, Nase, und Schulterhöhe, beharrte er darauf, dass aus so einem Hund:

    https://images.app.goo.gl/D4EX1eYM2vZmHwta6

    so einer wird:

    https://images.app.goo.gl/YHMMMFwJDBvJJJd7A

    Mein Dackel-Igel-Terrier-Mix braucht einfach mal ein Make-over. Aktuell rockt sie schon eine seltsame Bartfrisur...

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    zumindest kurz nach dem Aufstehen, wenn der Bart noch nicht liegt xD

    Jetzt aber mal Butter bei die Fische. Rein von dem Bild von der Farbe und vom Kopf her, finde ich Rauhaardackelmix gar nicht sooo unwahrscheinlich. Aber drauf bestehen, wenn ich korrigiert werden würde, würde ich nicht 😄

    Ich find das bei ihr auch verständlich. Langer Rücken, kurze Beine, dann diese Nase und die Farbe - die Vermutung liegt nahe. Aber wenn man dann schon aufklärt - nee, nee, das muss ein Dackel sein! xD