Beiträge von straalster

    Ich kenn das aus beiden Perspektiven. In der Familie und dem Freundeskreis die Ärzte-/Krankenschwester-/Pflegerin-Seite, wo man meinen könnte, einige Patienten verwechseln das mit All-inclusive-Urlaub, erwarten Wunder, wollen aber nicht mitmachen und sind generell extrem respektlos.

    Selbst als Patient sah es aber schon ganz anders aus. Komplizierte und versemmelte Zahn-OP, eine Woche Krankenhaus im Hochsommer: Ich musste um jede Schmerztablette, um jede Kühlkompresse betteln gehen und wurde vertröstet, weil gerade Privatgespräche geführt wurden und wurde dann vergessen. Es wurde über Patienten in Hörweite gelästert. Mir ist der Zugang auf dem Handrücken, der schon gar nicht mehr nötig war, rausgeeitert. Ich hab immer wieder gesagt, dass ich da eine Infektion habe und ob der nicht entfernt werden kann - als er dann endlich rauskam wurden mir Vorwürfe gemacht, dass ich ja schon mal eher hätte Bescheid sagen können...

    Erste Schwangerschaft, abends plötzlich Beschwerden. Die reguläre Praxis hatte keine Sprechstunde mehr, also ab ins KH. Da wurde dann erstmal darüber debattiert, dass das ja zum eigenen Gyn gehört, was will ich eigentlich da, was denke ich denn, was ich habe und was sollen sie da jetzt machen. Wartezimmer war leer. Es wurden Privatgespräche geführt und wir saßen fast eine Stunde, bevor sich mal was tat.
    Da ist mir dann auch rausgerutscht, wie leid es mir doch tut, sie während ihrer Arbeitszeit mit Arbeit zu belästigen.

    Das erinnert mich gerade an einen Vortrag, den ich mal erhielt. Beim Essen, die Hunde lagen in der Gegend rum, haben aber in Richtung Tisch geschaut. Das wurde bereits als "Betteln" gewertet und ging ja mal gar nicht. Es folgte ein Monolog darüber, dass er sowas aber nicht einreißen lassen würde, die Tiere rein gar nichts vom Tisch zu bekommen haben, würde er ja nieeee machen usw. Währenddessen leckte eine Katze von seinem Schoß aus sehr selbstverständlich seinen Teller ab.... xD Ist ihm angeblich gar nicht aufgefallen. Hmhm.

    Macht die bei mir nie. Wenn ich esse, habe ich keine Tiere auf mir. Nach dem Essen gibt es vielleicht mal ein Leckerli vom Tisch für alle aber das wissen sie bei mir auch und halten solange Abstand.

    Ob dein Freund jetzt tatsächlich mal was gegeben hat oder ihm öfter was runterfällt - auf jeden Fall scheint er das schwächere Glied zu sein.

    Ich würde bereits vor Essen dafür sorgen, dass der Hund gar nicht erst an den Tisch kommt (also gar nicht erst anfängt zu bellen). Auf den Platz oder auf jeden Fall vom Tisch weg verweisen und wenn er sich daran nicht hält, aufstehen und zurück delegieren, dabei den Platz wie ihr es ja bisher schon tut, schmackhaft machen.
    Am Anfang ist das natürlich nervig und erfordert Geduld.

    @Anna-1984: Vielleicht könntest du anstelle eines Tierheims auch bei entsprechenden "Rasse in Not" Vereinen schauen. Die nehmen manchmal auch Mischlinge an bzw. helfen bei deren Vermittlung. So hat Betty vielleicht eine bessere Chance auf einen (im Vorfeld von dir rundum informierten) und passenden Halter.

    Bis dahin (und ich will dir die Abgabe nicht ausreden), hast du schon mal natürliche Mittel zur Beruhigung ausprobiert? Wenn sie häufig unter Stress steht und schwer zur Ruhe kommt, könnte das vielleicht euer beider Nerven gut tun.

    Hallo ihr Lieben, :winken:

    mein Freund scheint seit gestern auf den Spleen gekommen zu sein, dass ja ein Aquarium mit Meerwasser "ganz cool" sei!. Manchmal ist er wie ein kleiner Junge, genau wie die Playstation, die uuunnbedingt gekauft werden musste, aber dann nach 3 mal spielen nicht mehr benutzt wird. Habe ihm schon deutlich gesagt, dass ich da keine Lust drauf habe, wenn ihn die ganze Sache mit den Fischen nach einem halben Jahr wieder langweilt. Nun will er sich erstmal rein lesen,was ja auch okay ist. Nun habe ich absolut GAR keine Ahnung von Fischen und kann nicht mit/bzw. dagegen reden. :roll:
    Es fielen gestern so Sätze wie , ja wir können nur ein kleines Becken mit 60 L nehmen.. So Anemomenfische brauchen ja nicht so viel Platz usw. ICH bin mir da aber nicht so sicher, ob das alles schon gut durchdacht ist. Wie gesagt, er will sich weiter rein lesen. Aber ich hinterfrage gerne mal, die "normalen" Aussagen, von Zoofachgeschäftsleuten oder das was im Netz so allgemein über Haltung jeglicher Tierarten steht. Wenn so ein kleines Becken "artgerecht" sein soll, dann hätte ich das gerne von Leuten gewusst, wie Euch. Die sich mit den Tierchen und ihren Bedürfnissen auskennen.

    Also meine Frage: WER kann mir mehr dazu erzählen? Die Kosten, der Aufwand, die Haltung der Fische darin usw.

    Lg Steffi

    Mein Bruder hat mit einem noch kleineren Becken angefangen. So ein Nano Cube Dingens. Fachleute haben ihm sofort gesagt, dass er es entweder lassen kann oder sich vergrößern muss. Jetzt hat er ein eins mit mehr als 300 (oder 400?) Litern. Becken, Technik, Unterschrank, neuer Fußboden, das Wasser (das wöchentlich zum Teil gewechselt werden muss)... joah. Wäre auch n Auto gewesen. Die Bewohner sind im Vergleich nicht sehr teuer. Dafür aber sehr anfällig. Manche Lebewesen verschwinden in dem Becken einfach und das ist wohl normal.

    An deinen Freund: Je kleiner das Becken, desto schwieriger ist es, die Wasserqualität zu erhalten. Wenn in 60 Litern was stirbt oder ein Wert außer Kontrolle gerät, kann er quasi nochmal von vorne anfangen. In größeren Becken ist es leichter, das Gleichgewicht zu halten. Wöchentliche Teilwasserwechsel sind Pflicht. Dafür muss er entweder jede Woche Wasser aus dem Fachhandel holen oder das selbst vorbereiten und auf den richtigen Salzgehalt spindeln. Das kostet Zeit, Geld und erfordert Platz.

    Sämtliches Zubehör ist wirklich teuer. Selbst wenn Filter, Abschäumer und Co. gebraucht gekauft werden, geht das richtig derb ins Geld.

    Mir reicht es schon, wenn ich mal in der Abwesenheit meines Bruders alles kontrollieren, füttern und ein bis zwei mal Wasser austauschen muss. Aber jeden Tag und jede Woche....puuh. Da wäre auch der nächste Punkt: In einem Süßwasserbecken kann man einen Futterautomaten anbringen oder selbst wenn jemand vorbeikommt, wirft der eben einfach was Fressbares rein und gut. Das Meerwasseraquarium muss auch in Abwesenheit von jemandem versorgt werden, der sich damit auskennt / wenigstens eine Einführung hatte.

    Wir haben hier in Leipzig zwei Meeresbiologen, die einen kleinen Fachhandel betreiben und wirklich von vorne bis hinten ehrlich beraten. Vielleicht habt ihr ja auch sowas, dass er sich mal ganz direkt informieren kann und hört, was alles damit verbunden ist.

    @CozyAutumn: Ich musste meine Seniorin übrigens mit 11 Jahren kastrieren lassen. Vorher hatte sie immer Probleme nach der Läufigkeit aber eben nicht so schlimm, dass das für mich die möglichen Komplikationen aufwog. Im Nachhinein hätte ich sie deutlich früher kastrieren lassen. Hätte ihr viel erspart.

    Aber man weiß es eben nie vorher...

    Soweit ich weiß ist zumindest Inkontinenz bei kleineren Rassen nicht so weit verbreitet.

    P.S.: Mach dich nicht fertig, weil es zur Trächtigkeit kam. Natürlich ist das besch***en. Aber du scheinst ja daraus gelernt zu haben und rückgängig machen geht eben nicht.

    Oh wow, da habt ihr ja wirklich voll in den Topf gelangt. Von den Risiken hatte ich auch gelesen... aber so wie du dachtest, habe ich auch gedacht: das wäre ja wohl unglaubliches Pech, wenn es passieren würde.Naja gut, das lässt mich an meiner Entscheidung doch wieder zweifeln. Ich werde mich definitiv noch von meiner Tierärztin beraten lassen.
    Mal sehen was wir dann machen. Im Grunde genommen, ist die Gefahr bei uns zu Hause auch nicht so groß. Während der Läufigkeit hat sie immer eine alte, große Socke an. Damit wäre sie ja auf jeden Fall geschützt, aber ich habe auch Angst, dass Louie dann in der Zeit komplett abdreht. Sie ist jetzt gerade auch läufig, aber bisher hat er kein Interesse an ihr.
    Ich bin ziemlich verunsichert. :muede:

    Lass dich mal nicht von vermeintlichen Schutz (Socke, Body, Schutzhöschen) in falscher Sicherheit wiegen. Du glaubst gar nicht, wie schnell Rüden das ausziehen oder zumindest so verschieben können, dass es für den Akt reich. Entweder wirklich unter Aufsicht oder getrennt. Alles andere ist auf Risiko gehen.

    Mir ist es einmal passiert, dass mein (jetzt Ex-)Partner aufpassen sollte, während ich das Zimmer verließ. Tja. Hat nicht so gut geklappt mit dem Aufpassen... Trotz Schutzhose bei ihr und Body bei ihm. Ich war keine 30 Sekunden weg und die beiden hingen und meine Hündin schrie wie am Spieß. Passiert mir nicht nochmal. Dank Chip hat nichts gefruchtet.

    Ich würde ebenfalls eher zur Hündin tendieren, da älter und Probleme nach Läufigkeit vorhanden. Ansonsten eben wirklich knallhart trennen. Mögliche Komplikationen gibt es bei beiden und die Entscheidung ist immer schwer. Aber bei dem Rüden solltest du eben mal noch ein paar Jahre warten - was wieder auf Risiko gehen ist.

    Wir wissen es nicht, weil er wirklich von heute auf morgen damit angefangen hat. Eventuell ein zu lieber Umgang mit unserem Hund, wovon wir jetzt die Quittung bekommen? Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht erklären.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist dein Hund noch jung - wird also erwachsen. Was sich eben auch auf das Verhalten auswirkt.

    Wenn ihr ihm etwas aus dem Maul nehmen wollt, wird das gerade bei kleinen Rassen schnell übergriffig und bedrohlich - man will es als Mensch raushaben und setzt dafür eben auch die eigene Kraft ein (könnte ja z.B. auch ein Giftköder oder etwas anderes gefährliches sein). Aus menschlicher Sicht verständlich und gut gemeint. Versteht der Hund aber nicht. Für den Hund ist das - da nimmt mir jemand gerade was weg, was voll toll ist. Und irgendwann kommen manche Hunde an den Punkt, dass sie sich das nicht mehr "bieten" lassen.

    Deswegen auch hier, üben, in Ruhe und mit Belohnung. Mal ein Spielzeug tauschen, mal einfach so ans Maul fassen und dafür belohnen und dann könnt ihr das mit "Pfui" verbinden. Einfach wegnehmen kann tausend Mal gut gehen und irgendwann hast du halt ein Gebiss in der Hand.

    Das hat übrigens auch nichts mit "zu liebem Umgang" zu tun. Das ist ein Kommunikationsproblem.

    @pherano: Was für euch lieb und ruhig ist, kann für den Hund durchaus "übergriffig" sein. Das ist kein Vorwurf an euch. Das ist bei allen Lebewesen sehr unterschiedlich und auch noch situationsbedingt.

    Egal ob im Korb oder Maul etwas liegt, was er nicht haben soll oder gerade gebrochen hat - ihr könnt das über Tauschen aufbauen. Ruft den Hund mal ab, wenn er gerade im Korb nichts zu verteidigen hat (also wenn es für ihn einfach ist, rauszukommen) und belohnt ihn dafür. Wenn er was zu verteidigen hat, ist das Abrufen quasi die Kür. Und das müsst ihr eben erst einmal aufbauen. Langsam und allmählich. Erst in der Situation nach dem Erbrechen oder wenn er etwas hat, was er nicht haben soll damit anzufangen, wird euch nicht weiterbringen.

    Ein Hund der einfach nur zieht, trabt in der Regel nicht, sondern fängt irgendwann an zu passen oder baggern.

    Das sind leider für mich wieder (auf den Hund bezogen) unverständliche Begriffe. Wie gesagt, ich hab echt keine Ahnung davon.

    Dieses trainierte Ziehen auf Dauer ist also ein Ausdauertest? Hab ich wenigstens das richtig verstanden?
    Für mich ist dieses Ziehen an der Leine und auch noch am Halsband so kontraintuitiv...