Beiträge von straalster

    Und ich bin da ganz beim TE, ich möchte mir auch nicht vom Hund vorschreiben lassen, wann das Futter jetzt bitte zu wechseln ist.

    Von wem denn sonst? Der Hund ist doch derjenige, der es essen muss. Oder eben nicht.

    Deine Aussage bzw. Perspektive (die ich jetzt exemplarisch nutze, bitte nicht übel nehmen) ist doch ebenso menschlich, wie diejenigen, die Abwechslung bieten (möchten).

    Ich finde es (im Falle des Hundes) widernatürlich, tagtäglich die exakt gleiche Zusammensetzung in exakt der gleichen Menge zu füttern. Ist halt für den Menschen bequem, klar. Aber warum sollte hund das gut finden und mitmachen, wenn er nicht akut Hunger leidet?! Und was haben Geschmacksknospen damit zu tun? Das gleiche Futter schmeckt tagtäglich gleich, ob der Konsument da jetzt 12 Nuancen rausschmecken kann oder 120.

    Meine durch Erfahrung geprägte Meinung ist, dass ein gesundes Lebewesen immer eine Auswahl trifft - sofern es diese Möglichkeit hat (weil es nicht kurz vorm Verhungern oder ein Koala ist, der sich ausschließlich von Eukalyptusblättern ernähren kann). Mal werden lieber eisenreiche Innereien verdrückt, mal lieber Kohlenhydrate, mal lieber Fettiges, mal mehr, mal weniger. Abhängig von Tagesform, Belastungsgrad, Temperatur...

    Warum sollte ich ein Lebewesen zu lebenslanger Monotonie verdonnern, wenn es darauf gar nicht ausgelegt oder angewiesen ist?

    Und warum ist das bei Hunden eigentlich so oft der Supergau, wenn sie "mäkeln"? Es sind Lebewesen und Individuen und keine Maschinen. Die haben nun einmal sowas wie persönliche Vorlieben und variierenden Appetit.

    Meine Hunde dürfen natürlich eine Meinung zu gewissen Dingen haben. ZB liegen sie gern gegen spätem Nachmittag/Abend in meiner Nähe. Wenn ich zufällig in die Küche gehe, laufen sie wedelnd hinter mir her. Das signalisiert mir "Hey, wir haben Hunger". Ich kann jetzt füttern, oder ich kann es ignorieren, weil ihr Futter zB noch nicht aufgetaut ist. Das ist Kommunikation. Mich jetzt anspringen oder bellend oder knurrend Futter einzufordern wäre keine bloße Meinungsäußerung, sondern eine Frechheit. Und da zeige ICH eine Grenze auf.

    Knurren oder gar beißen ist m.E. immer schon das Ende der Bandbreite. Vorher zeigt mir der Hund schon auf ganz andere Weise, dass er mit etwas nicht einverstanden ist. Macht sich steif, starrt mich durchdringend an, schleckt mit der Zunge, winselt vielleicht.
    Hebt eine Lefze an. Knurrt ganz leise, schleckt danach gleich wieder. "Ich find das blöd, aber will keinen Stress."
    Wenn ich als Mensch das nicht checke und entweder darauf eingehe oder den Hund zurechtweise, wird er deutlicher werden. Armer Hund! Er hat sich vor dem Knurren und Beißen sicher Mühe gegeben, aber kein Gehör gefunden. (No offense )

    Unsere Kommunikation hier daheim läuft so ab, dass wir viel leiser kommunizieren. Ich nehme zB meinen Hunden einen Knochen ab, damit sie sich nicht darum streiten. Da wird nur blöd geschaut, nicht geknurrt. Sollte einer meiner Hunde auf diese Idee kommen, stimmt was nicht in unserer Beziehung. Dann habe ich vorher nicht zugehört, oder mein Hund ist grad geistig umnachtet (Scherz).

    Ich wiederhole, es geht um die innere Einstellung. Ich lasse mich nicht anknurren. Basta.

    Genau das erscheint eben schnell als Widerspruch.

    Ich lass mich nicht anknurren. Basta - versus - Aber wenn es so weit kommt, hat der Hund bestimmt vorher schon Kommunikationsversuche gestartet, die leider erfolglos waren.

    Ich lass mich nicht anknurren. Basta - Das kann jemand, der diese Bandbreite der Kommunikation nicht kennt, ganz schnell falsch verstehen. Als: "Darf ich unter keinen wie auch immer gearteten Umständen durchgehen lassen - da muss ich einen auf dicke Hose oder auf Chef machen / mich rabiat durchsetzen."

    Das ist etwas gänzlich anderes, als: Wenn der Hund knurrt, muss Ursachenforschung erfolgen. Da muss ich als Halter schauen, was passt in der Kommunikation und in der Beziehung nicht?


    Zu klein (den beherrsche ich körperlich) versus groß (körperlich eventuell dem Menschen überlegen) - das Verhalten des Umfeldes und der Hundehalter ist da oft anders. Von Anfang an. Das kann eine Problemquelle sein.

    Der Kleine knurrt - Umfeld meint dazu: Ach, wie putzig. = Hund lernt, da muss ich direkt deutlicher werden.
    Großer muss deutlich seltener knurren, weil die meisten schon ganz automatisch respektvoller sind, mehr Abstand halten, weniger körperlich agieren. Aber wenn er denn doch mal knurrt - Halter / Umfeld reagiert darauf mit: oh oh.
    Halter denken sich, da muss ich mal was machen. Umfeld geht auf Abstand. Hund hat keine Notwendigkeit, Grenzen ständig mit Knurren einzufordern.

    Naja, fährt gerne und gut Auto lässt sich beim Tierschutzhund problemlos testen, das ist nicht etwas, das sich erst nach Monaten im neuen Zuhause zeigt.

    Ich vermute jetzt mal dass man zB über Retriever in Not oder ähnlichen Notvereinen wo die Hunde auf Pflegestellen leben da einen Hund vorraussichtlich geeigneter Rasse mit nachgeprüft den gewünschten Eigenschaften bekommen könnte.

    Ich glaube, selbst hier könnte es immense Unterschiede geben.

    Wie wurde das im Auto denn getestet? Hat das der Vorbesitzer erzählt? War es mal eine kurze Fahrt um den Block? War der Hund unter Umständen total verschreckt und deswegen sehr still, was dann als "fährt gut und gerne Auto" interpretiert wurde?

    Habe bei einigen Tieren schon extreme Wandlungen gesehen. Panisch bei anderen - hier total lammfromm und entspannt. Angeblich aggressiv, bissig und unverträglich - hat nicht einmal mit fremden Tieren ein Problem. Vermeintlich noch nie durch Aggression aufgefallen - beißt bei jeder Gelegenheit. Der Kontext spielt schon eine große Rolle.

    Deine letzte Antwort klingt gänzlich anders als:

    Sollte meinen 2 Hübschen hier bei mir zu Hause jemals in ihrem Erdenleben einfallen, mich anzuknurren, dann wäre aber ordentlich was los... denn der Chef wird NIEMALS, ich wiederhole, NIEMALS angeknurrt


    Für mich klingt das wie - zu mir als Chef darf NIEMALS, NIEMALS jemand nein sagen / mir seine Grenze aufzeigen. "Ich Kuchen, du Krümel"

    Da ist langsames Heranführen und Eingehen auf das Individuum nicht herauszulesen. Anders als bei deiner letzten Nachricht. Wirkt auf mich gerade etwas widersprüchlich.

    hm, eine plausible Erklärung für ein so mieses Verhalten wäre zumindest ein Anhaltspunkt, wie man weiter helfen könnte...Klar, man will sich da jetzt nicht komplett weiter rein hängen. Aber mit der Familie mal reden?
    Ist natürlich nicht deine Aufgabe, aber so als letztes Mittel würde ich es evtl mal probieren...

    Gute Idee. Das versuche ich mal noch, wenn ich sie treffe. Danke.

    Ich verstehe Dich gut und es ist wirklich arg schlimm. Ich denke halt, dass Selbstschutz extrem wichtig ist und solche Gedanken helfen :ka:
    Sie wissen es nicht besser, sie kennen es nicht anders.
    Das ist wie bei Hunden wo man ein Alternativverhalten aufbauen muss ;)

    Alternativverhalten aufzubauen habe nicht nur ich bei ihr mehrere Jahre versucht. Wir hatten auch gehofft, dass sie nach dem überfahrenen Hund mal "aufwacht". Danach hatte sie ja nicht mehr die Ausrede, dass schon nichts passiert.
    Deswegen ist es einfach arg frustrierend.

    Danke für eure lieben Worte und die Vorschläge!

    Ich verstehe solche Leute nicht. Wenn ich doch eigentlich gar keine Lust/ kein Interesse habe, mich zu kümmern, dann hole ich mir kein Tier...! So etwas ist einfach mies

    Da kenn ich leider noch ganz andere Sachen und die Einstellung - Hauptsache man hat Tiere aber drum gekümmert wird sich nicht - ist recht weit verbreitet. Eine der krassesten Sachen, die ich bisher erlebt habe, lief ausgerechnet in der Ex-Schwiegerfamilie ab. Da bin ich immer noch nicht drüber weg.


    @CH-Troete: Ich versuch mal, das so zu sehen aber das wird schwierig... Jetzt gerade bin ich aber auch einfach wütend und hoffe, dem Kleinen geht es gut. Der muss ja völligst unterkühlt gewesen sein.

    War auch schon mein Gedanke aber dann bekommt sie ihn ja auch nur wieder. Ich hab früher wirklich versucht, freundlich mit ihr zu reden. Andere auch schon zur Genüge. Aber sie ist absolut beratungs- und verantwortungsresisten und anscheinend interessiert sie ihr Hund nicht sonderlich. War mit ihrer Katze das gleiche. Das arme Tier wurde selbst bei einem angekündigtem Hochwasser draußen gelassen. Das war so schlimm, dass das Wasser einen Teil einer Hauswand eingerissen hat, als es vom Feld aus reingeschwemmt wurde. Die Katze saß solange bei mir in der Wohnung und war ohnehin Dauergast auf dem Balkon. So wie die immer aussah, hat die Frau wohl auch "vergessen" sie ab und an mal zu füttern.

    Vielleicht bring ich den Hund jetzt wirklich einfach jedes Mal ins Tierheim, dadurch dürfte dann ja auch auffallen, wie oft er "vergessen" wird.

    Gerade könnte ich explodieren. In der Gegend hier gibt es ja viele Hundehalter, über die man nur den Kopf schütteln kann aber eine hat heute Nacht ihre lange Liste an verantwortungslosen Verhaltensweisen nochmal um einen krönenden Punkt erweitert.

    Die Frau hat ihren Hund schon:

    • diverse Male draußen "vergessen", einmal hab ich ihn im Winter im Nachbarort aufgegabelt (sie wohnt ihm zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses, kann den also nicht mal eben in den Garten lassen und dann da vergessen)
    • an ihr völlig fremde Kinder "verliehen", von denen ich den Hund erstmal wegholen musste, weil sie anfingen ihn zu bewerfen und zu zerren
    • an der ausgezogenen Flexi an eine Laterne gebunden, weil sie mal schnell auf Toilette musste und nicht auf die Idee kam, dass sie ihren 5kg Hund unter den Arm klemmen oder eben mitlaufen lassen könnte - der Hund wurde dabei überfahren

    Jetzt hat sie wieder einen Hund, kleiner Pekinesen-Mischling. Der Hund ist lieb, hört aber null. Natürlich läuft der ebenso wie ihre Hunde davor entweder an der ausgefahrenen Flexi oder gleich komplett ohne Leine - damit er überall hinmachen kann und sie das nicht wegräumen muss.
    Als ich vorhin auf Hunderunde war, hab ich einen Hund wimmern und wuffen gehört. Hat n bisschen gedauert, bis ich das orten konnte, kam von ihrem Balkon. Sie hat vergessen, dass sie ihren Hund zum Fressen auf den Balkon gesperrt hat!!! Bei verdammten -11°C!!!! Die Frau hat eine Einraumwohnung, hat ihren Hund also sehen und hören müssen. War dann noch unfreundlich zu mir, weil ich bei ihr Sturm geklingelt und sie damit so unsanft geweckt habe....