Beiträge von straalster

    @Laura1812, vielleicht hilft dir der folgende Tipp noch dabei, dich selbst etwas zu entspannen:

    Versetz dich mal in seine Lage. Für deinen Hund ist das neu. Bisher hast du dein Essen mit ihm geteilt und er bekam leckere Leckerli über den Tag verteilt. Er versteht nicht, dass du ihn nun anders fütterst, um die Reserven abzubauen und ihn gesund zu erhalten. Wenn er bisher gewürztes Essen und aromatische Leckereien bekommen hat, und jetzt ist da so Krümelzeugs in seinem Napf und selbst das Nassfutter kommt halt nicht gegen Gerichte vom Tisch an...

    Stell dir vor, ich mein es richtig gut mit dir. Zuerst bekommst du superduper Gerichte und dann merke ich, dass die in der Menge nicht gut für dich sind. Also stell ich das um und setz dir von nun an Reiswaffeln, Sellerie und Rote Beete vor die Nase. Ohne Erklärung (denn die geht beim Hund ja nun einmal auch nicht).

    Da wärst du wahrscheinlich auch verwirrt. Genauso, wie deine Geschmacksnerven.

    Entfern dich mal von dem "Trotz" und "Rebellieren". Das kreiert nur Unmut und daraus entsteht quasi ein Konkurrenzkampf zwischen dir und deinem Hund. "Wer hat den längeren Atem" und "der will mich ja nur absichtlich ärgern" so nach dem Motto. Das geht für euch beide entspannter.

    Auch bei Trockenfutter und Nassfutter kannst du den Wechsel immer noch angenehmer gestalten. Mal einen Löffel Sauce drüber, über den Tag verteilt aus der Hand füttern, bissl gepulverten Parmesan oder deutschen Käse untermischen.


    Oder - ganz verwegene Idee: Ging es deinem Hund mit dem Füttern vom Tisch gut? Also abgesehen vom Übergewicht?
    Dann könntest du zum Beispiel das Menschenessen einfach noch mit Ballaststoffquellen, wie geraspeltem Gemüse, strecken.

    Bemerkenswerter Satz - aber nicht verbal:

    Madame springt auf einen Schneehügel, der leicht angefroren ist. Tänzelt und schwebt leichtfüssig darüber hinweg.
    Der Dicke will hinterher, springt... und kracht durch die dünne Eisschicht. Nach der ersten Verwirrung hat er sich dann einfach eine Schneise geschlagen.

    Das war so richtig schön Herr der Ringe. Die Chefin schwebte wie Legolas über den Schnee hinweg. Der Dicke quasi verschluckt mit herausschauender Stirn im Schnee versunken hinter ihr her - wie Gimli.

    Hätte so gerne Fotos machen können...

    aber da ist man doch dabei. Nicht alle, und es wird noch Zeit brauchen bis man am Ziel ist, aber ich finde sehr wohl, das die Tendenz zu "gesünder" geht.

    Das hoffe ich wirklich.

    Ich kenn halt leider vermehrt die schwarzen Schafe. Da wird der Pudel mal noch schnell mit Medis vollgepumpt, damit sich der allergische Hautausschlag legt und so mancher bestochen, damit sie ihre Zuchttauglichkeit bekommt. Da werden alle läufigen Hündinnen gedeckt, und dann bei Kontrollen die Welpen der zuchttauglichen Mutter untergejubelt.

    Meine kleine Pflegemaus hat Schlitze als Nasenlöcher. Wir haben gerade -3°C und sie hechelt nach hundert Metern. Sie würde soooo so gerne richtig rennen und toben. Aber sie kann nicht. Zuchthund. 16 Welpen hat sie schon aufgezogen. Mit noch nicht einmal vier Jahren.

    Und die Liste könnte ich noch sehr viel länger machen. Deswegen finde ich Ups-Würfe nicht besser und ich hoffe inständig, das es sich dabei um Ausnahmen handelt.
    Aber die "gesündere" Tendenz hab ich auch bei der WDS nicht unbedingt gesehen...

    @Rübennase: Rassehundezucht aufgeben wollen bestimmt die wenigstens hier - aber eben in eine gesündere Richtung ändern. Das heißt ja nicht automatisch, dass es nur noch Mixe geben sollte. Mischungen können auch richtig übel ausgehen. Ich werf nur mal JRT x Mops in die Runde.

    In meiner Familie gibt es eine Cavalier King Charles Spaniel x Shih Tzu Hündin. Abgabehund, nach einer Woche bei den Käufern. Das Gebiss und die Augen will keiner sehen. (beides wirklich schrecklich)
    Das Gebiss war bei meiner reinrassigen Shih Tzu Hündin, die jedweden gesundheitlichen Mist mitgenommen hat, wollte aber auch keiner sehen. (und das waren gekrönte Elterntiere mit endlos langer Ahnentafel und jedweden Untersuchungen)

    Rassehund ist ebenso wenig eine Garantie wie Mix. Aber bei beiden könnte und sollte halt mal mehr auf die Gesundheit geachtet werden.

    Da werd ich direkt rot, @CH-Troete :ops:

    Ich les' dich auch sehr gerne. :herzen1:

    Leider läuft das nicht immer perfekt. Bei meinem Kater mit Diabetes musste ich z.B. sehr genau darauf achten, was, wann, wie viel. Bei meiner Seelenhündin, Chefin, Herrscherin des Universums, musste ich hingegen zu sonstwas für - teils wirklich ekelhaften - Tricks greifen, damit sie überhaupt isst. Umso mehr weiß ich es zu schätzen, dass ich das mit den Tieren jetzt kann.
    Und umso mehr wundere ich mich, warum sich so viele dieses extreme Managen freiwillig antun. Klar, All you can eat ist halt erstmal Aufwand aber langfristig so viel einfacher - sofern es eben möglich ist.

    Genauso seh ich es auch bei der Auslastung. Es gibt Hunde, die müssen gebremst werden und brauchen Hilfe, um sich zu beruhigen oder abzuschalten. Aber one size fits all - Zeitpläne funktionieren eben nicht. Und langfristig ist es besser, wenn die Lebewesen ihren Bedürfnissen und innerer Uhr folgend möglichst weit selbst entscheiden können, wann sie aktiv sind und wann sie ruhen oder schlafen. Das setzt wiederum voraus, dass sie das lernen konnten. Und dafür muss ich als (erwachsener) Mensch eben die Gelegenheit und Hilfestellung bieten. Genauso, wie du sagst, CH-Troete: Wie bei Kindern. Ihnen dabei helfen, zur Ruhe zu kommen - wenn nötig. Solche Hilfen braucht man auch als erwachsener Mensch hin und wieder auch aber meist sollte man zumindest das Bedürfnis / Problem erkennen können. Sonst wird man knatschig oder ningelig (so heißt das in meiner Gegend)