Beiträge von straalster

    @Browniex: Es ging mir nicht um die Zeit, die du opferst. Sondern darum, was du in dieser Zeit machst.
    Überfordert und ratlos zu sein ist anfangs normal. Aber es klingt so, als würdest du den Welpen als Schuldigen betrachten. Dabei kann der nun am allerwenigsten für die Situation und allein du kannst Hilfe holen und dich informieren. Das scheinst du deinen Beiträgen zufolge bisher nicht ausreichend getan zu haben - lässt sich aber ändern.

    Ob das zu viel oder zu wenig Beschäftigung und Impulse sind, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht ist er vom Besuch überfordert - weiß ich nicht, da du dazu nur sehr vage Angaben machst.
    Nur Haus und Garten wäre mir für meine Hunde zu wenig. Dafür hab ich sie aber anfangs auch drinnen sehr geschont.

    Sollte dein Hund von dem Trubel drinnen überfordert sein, werden noch mehr Reize zum jetzigen Zeitpunkt nicht helfen. Da es hier im Forum aber keiner sehen kann, kann es auch keiner beurteilen. Daher möchte ich dir ebenfalls und nochmal einen Trainer ans Herz legen.

    Schau vielleicht auch mal, was vor dem "Rasen und Toben" passiert. In welchen Momenten überdreht dein Hund? Was passiert davor? Das könnte zumindest schon mal ein Anhaltspunkt sein.

    @Browniex: Ich finde deine Angaben sehr vage. "Nicht so lange draußen." Was heißt das? Was ist für dich "nicht so lange"?

    "Wiegt so um die 900 g"
    "Besuch immer mal wieder mal sehr viel mal nur ein zwei Leute"... - Was heißt das? Große Party? Komplette Familie?

    Zum Besuch: In zwei Wochen war schon immer mal wieder "viel" Besuch da? Und zudem dann auch nur mal immer nur so ein bis zwei Leute? Das klingt, als wäre jeden Tag was los.

    Was passiert, wenn Besuch da ist? Gibt es da Aufregung, wie verhält sich dein Hund? Hast du dann noch Zeit, auf den Hund zu achten (dass er rauskommt, wenn er muss, z.B.?) Wie verhältst du dich während des Besuchs? Was macht der Besuch mit dem Hund?

    Wenn dein Hund so "durchdreht" solltest du einfach mal auf den Tagesplan schauen und darauf, was du hundegerecht gestaltest.

    Du hast dir ein Hundebaby ins Haus geholt. Das erfordert viel Einfühlungsvermögen und vorübergehende Opferbereitschaft von dir. Der Welpe ist neu in deiner Welt. Er kennt noch nichts. Du unterstellst ihm bereits absichtliches Ärgern (hört und versteht "nein" nur, wenn er will / "möchte" sich nicht beruhigen). Mach dir mal in Ruhe bewusst, auch wenn du dich gerade rat- und hilflos fühlst, dass DU der agierende Part bist. Du hast den Hund ausgesucht und zu dir geholt - der Welpe hatte da kein Mitspracherecht. Du bist der Mensch. Du kannst Bücher lesen, dir einen Trainer suchen, zum Tierarzt gehen, dir die Hundesprache aneignen, in Foren fragen - dein Hund kann all das nicht. Der hat nur die Ventile und Mitteilungsmöglichkeiten, die er eben hat. So ganz ohne Bücher und Internet. Und das heißt eben "durchdrehen" und nicht zur Ruhe kommen können. Dein Welpe kommt mit der Situation nicht klar und reagiert. Der will dich nicht ärgern. Warum sollte er? Was hat er denn davon? Dieses winzige Hundebaby ist von dir abhängig in jedweder Hinsicht.

    Es ist deine Aufgabe und deine Verantwortung, den Hund lesen zu lernen. Der scheinst du bisher eher ausgewichen zu sein. Such dir einen Trainer, ließ Bücher über Hundeverhalten und Hundesprache und versuch es dann noch einmal neu aufzubauen.

    Eine Ferndiagnose kann dir keiner liefern. So wie deine Beschreibungen klingen, solltest du dir dringend einen reflektierten Trainer suchen. Das heißt: keiner, der meint, der Hund macht das aus Dominanz / um die Weltherrschaft an sich zu reißen / dich an der Nase herumzuführen / weil er nicht will. Sondern, weil er in der aktuellen Situation gar nicht anders kann.

    Es hat gerade eine Moderatorin gemahnt, die Diskussion über Nachwuchs bei Menschen zu unterlassen.

    Ich wollte den Bogen nur davon wegschlagen, fand es aber wichtig, Verantwortung generell zu erwähnen. Das war in keinster Weise als Stichelei gemeint.

    Falls du mich meinst

    Mein Kommentar bezog sich auf keinen hier. Ich wollte nur sagen, dass es diese Einstellung leider Gottes gibt. Also Menschen, die meinen "meine Hündin soll mal Welpen haben, weil die so toll ist" - piepegal, ob der Hund vielleicht schon sichtbare Probleme hat. Und ich hab schon erlebt, dass sogar egal ist, welcher Rüde dafür sorgt, dass es Nachwuchs gibt. Da wird die Hündin einfach mal in den Stehtagen losgeschickt, irgendeinen wird sie schon finden. Das ist kein Scherz und nicht erfunden, das habe ich schon mehrfach erlebt.

    Begründung auf Einwände wegen gesundheitlichen Aspekten: Ach, passieren kann ja immer was. Deswegen dann mein Beispiel mit über die Straße laufen und betrunken Auto fahren.

    Ging mir wirklich nur um die Verantwortung in meinem Beitrag - und die sollte eigentlich für alle Lebewesen in Menschenhand gegeben sein. Ist sie aber leider nicht immer.

    Um den Bogen mal wieder zurück zu schlagen (obwohl ich den Exkurs interessant finde und dem gerne noch ein bisschen folgen würde):

    In jedem Fall von Nachwuchs bei Menschen und Haustieren, können sich die Menschen entscheiden und tragen die Verantwortung - und alle Beteiligten samt Nachwuchs sind von den Folgen betroffen. Zum Glück und leider zugleich.
    Darüber sollte man sich einfach bewusst sein und ich finde es gerade beim Thema Qualzuchten wichtig, diese Verantwortung anzusprechen und sich das vor Augen zu halten. Aber auch generell bei jedwedem Nachwuchs. Seien es unkastrierte Kater und Katzen als Freigänger, gezielte Hundezucht oder tatsächlich Kinder.

    Dabei die emotionale und die rationale Seite miteinander zu verbinden, ist schwierig.

    Ob ich jetzt unbedingt ein Kind will oder Welpen von meinen tollen Hunden möchte, ich sollte einfach schauen, was das bedeutet und wo die Risiken liegen, womit die Lebewesen, die ich (er)zeuge, eventuell zurechtkommen müssen. Natürlich lässt sich dabei nicht absolut jeder potentiell mögliche Fall abschätzen und einkalkulieren. Aber wir sind doch wissenschaftlich mittlerweile zum Glück in der Lage, Risiken abschätzen und dann schauen zu können, ob wir uns und den von uns erzeugten Lebewesen das Risiko zumuten wollen. Selbst dann können wir natürlich nicht allem vorbeugen. Mutationen wird es immer geben.

    Aber zu sagen: Passieren kann ja immer was, dann kann man ja auch einfach machen.... hm. Dann kann man auch einfach mit verbundenen Augen über die Straße laufen oder betrunken Auto fahren. Denn Unfälle gibt es möglicherweise auch, wenn man aufpasst und nüchtern ist.

    Das klingt vielleicht erstmal weit weg vom Thema Qualzucht. Aber es geht mir um einen Teil der Grundeinstellung dabei. Ob ich jetzt einen Terrier mit einem Mops paare oder einen Hund mit Monsterfell zulasse oder oder oder - kann doch immer Nachkommen geben, die nicht so können, wie sie wollen oder quasi in ihrem Fell ersticken oder einfach krank sind. Selbst bei gesunden und verantwortungsbewusst ausgewählten Elterntieren. Also, warum eigentlich nicht die extremen Mischlinge oder Rassen mit eingeschlagener Nase und Tendenz zum Bandscheibenvorfall?
    Da kann man sich wirklich viel schön reden.

    Wenn man sich hingegen wirklich damit auseinandersetzt und sich sowohl der eigenen Verantwortung als auch den möglichen Risiken, Folgen und dem potentiellen Leiden bewusst ist, sieht das anders aus.

    Und das sollte eigentlich bei allen Lebewesen so sein, die wir als Menschen (er)zeugen (wollen).

    Und deshalb würde ich dem Hund klarmachen, dass er das lassen soll.

    Die Frage ist doch dabei, wie das klargemacht wird und was danach folgt, um der Ursache auf den Grund zu gehen und die Ursache zu lösen.

    Das steht nicht im Widerspruch dazu, die eigenen Grenzen und die eigene körperliche Unversehrtheit zu bewahren.
    Wenn mir ein Hundekiefer im Bein hängt, werde ich nicht in dem Moment anfangen zu hinterfragen, was zu dem Biss geführt hat. Logisch. Da befrei ich mich erstmal von dem Kiefer und schaffe Abstand.

    Hab ich weiterhin Kontakt zu dem Hund, sollte ich aber schauen, wo der Hase im Pfeffer liegt.

    Hat er Schmerzen? Ist er unsicher und ängstlich und ich hab ihn versehentlich in eine Ecke getrieben und er wusste sich dadurch nicht mehr anders zu helfen?
    Sendet er Signale, die ich übersehe und damit seine Grenzen überschreite?
    Hat er gelernt, dass er sich überhaupt nicht mehr anders verteidigen kann? Weil - wie auch du schreibst "geht ja um einen Shih Tzu" - da haben die meisten sehr wenig Respekt dem Hund gegenüber. Da wird schon mal ohne Ankündigung hochgerissen, dran rumgezupft, Körperkontakt aufgezwungen, der Hund zum Püppchen gemacht und auf eine sehr negative und schädliche Art und Weise vermenschlicht beziehungsweise zum "geliebten" Kuschelobjekt.
    Interaktives Plüschtier, sozusagen. Die kann man nämlich körperlich wunderbar beherrschen.

    Natürlich ganz gut gemeint, weil der Hund ja so putzig ist...
    Oder eben aus fehlendem Respekt, weil der Hund so putzig und so klein ist.

    Ich denke, in dem beschriebenen Fall, sieht der Jungrüde die Nachbarin nicht als Hauptbezugsperson - sondern als seinen Job, der ihn komplett überfordert. Er ist kein ausgebildeter Therapiehund. Er wird von ihr offensichtlich als Objekt behandelt (unnötiges Anziehen, ständig hochnehmen, klatschen, besäuseln). In der Zeit, wo er Zuhause ist und sich eigentlich regenerieren können sollte, werden dann Erziehungsversuche gestartet. Vielleicht sind die Methoden für ihn nicht ganz so geeignet. Vielleicht wird dann versucht, ihm "auszutreiben" was von der Nachbarin an ihm "verzogen" wird. Vielleicht kommen die Regeln zu spät und sind jetzt einfach zu viel. Vielleicht kommt da noch das Hormonchaos obendrauf. Für mich klingt das so, als wäre er mit den Nerven komplett durch und das verständlicher Weise.

    @yamms: Ich schreib dir mal, was ich in deinem Fall machen würde und hoffe, du nimmst mir die deutlichen Worte nicht übel.

    Du schriebst "euer geliebter Leo". Tatsächliche Liebe sehe ich hier nur von dir. Denn du informierst dich und möchtest etwas ändern. Würdest den Hund sogar zu dir nehmen. Deine Eltern hingegen verleihen ihn an eine Frau mit psychischen Problemen, der er dann alleine und hilflos ausgesetzt ist. Würden sie hoffentlich mit anderen geliebten Wesen nicht so machen. Ich bezweifle nicht, dass das gut gemeint ist. Aber sie helfen damit weder der Frau noch dem Hund und der Hund muss das "gut Gemeinte" von allen Seiten ausbaden.
    So groß kann die Liebe zum Hund auch nicht sein, wenn der Mieterin diese Verhaltensweisen und die Forderungen durchgehen gelassen werden (Pullover anziehen, sonst ist sie traurig, z.B.) - ganz egal, was das für den Hund bedeutet.
    Meine Schwester, Mutter, Katze würde ich definitiv nicht verleihen oder ihnen auch nur einen Pullover anziehen, weil sonst irgendjemand traurig wird. Auch wenn ich noch so viel Mitleid mit der fordernden Person habe.

    Ich würde ganz klipp und klar sagen, dass die Frau Hilfe braucht und deine Eltern da auch was machen können, sofern sie möchten - aber das Überlassen des Hundes hilft ihr nicht. Hilft dem Hund nicht. Deine Eltern lassen sich emotional von der Mieterin erpressen und am meisten leidet Leo, der dann aber bitteschön zuhause funktionieren soll.
    Das Überlassen des Hundes befähigt die Frau nur, sich ihren eigentlichen Problemen nicht zu stellen.

    Schau vielleicht mal auf die Bedürfnisse von allen. Deine Eltern möchten helfen. Wie könnten sie das ganz persönlich, ohne den Hund dafür einzusetzen? Sich eventuell über eine Beratungsstelle informieren, mit ihr reden, mit ihr spazieren gehen. Blöder Vergleich, aber: Wie würden sie einem Alkoholiker helfen? Da würden sie ja auch nicht ihre Alkoholvorräte hinbringen, sondern andere Wege finden.

    Die Nachbarin will scheinbar etwas zum "Liebhaben", das sie kontrollieren kann, aber Verantwortung übernehmen will oder kann sie nicht. Sie geht nicht mit dem Hund raus, sie geht nicht auf seine Bedürfnisse ein und ein eigenes Tier hat sie auch nicht (mehr). Wie könnte sie das Bedürfnis nach Kontakt und "Liebhaben" anderweitig erfüllen? Vielleicht mit Tierheimhunden spazieren gehen oder generell im Tierheim aushelfen? Sich mit anderen Leuten treffen (Gruppe, Hobby)?

    So direkt kannst du aber wahrscheinlich nur mit deinen Eltern reden und versuchen, ihnen dabei zu helfen, anders mit dieser Situation umzugehen. Meiner Meinung nach muss da nicht beim Junghund angesetzt werden, sondern an den Einstellungen der erwachsenen Menschen, die ihn gerade als Hilfsmittel einsetzen.

    Wie stehen die Schüsseln denn? Können sie verrutschen, wenn sie daraus trinkt?

    Das klingt vielleicht nach einer komischen Frage aber wir haben eine TS Hündin in der Familie, die trinkt nicht wenn:

    - es ihr nicht aktiv erlaubt wird (man muss sagen, "geh trinken" und an schlechten Tagen muss man auch mitgehen und daneben stehen bleiben)
    - das Material spiegelt oder transparent ist (Glas, Porzellan, Metall, glänzender Kunststoff)
    - der Wasserstand zu hoch ist
    - die Gefäße verrutschen kann und das Wasser dadurch schwappt

    Aktuell ist es ja zum Glück nicht so warm aber Sorgen sind ja trotzdem da, wenn keine Flüssigkeit aufgenommen wird. Das find ich auch gut, dass du da nachfragst. Tierarztbesuch würde ich persönlich vom Gesamtbild abhängig machen. Wirkt sie insgesamt abgeschlagen, ist auffällig warm oder kalt, nimmt sie wirklich gar nichts auf, wie sehen Kot und Urin aus?
    Das kann man ja so nebenbei checken und muss sie dafür erstmal nicht unter Dauerbeobachtung stellen.

    Als weitere Alternative fällt mir dann neben dem, was von anderen schon genannt wurde, noch Brühe ein. Also vielleicht ne Rinderkraftbrühe oder Hühnerbrühe. Oder eventuell auch eine Suppe, wie eine Karottencremesuppe. Macht Appetit, ist einfach zu schlabbern und man sieht in der Schüssel sehr gut, bis wohin man eingefüllt hat und ob der Vierbeiner vielleicht doch mal probiert hat.

    Katzen hab ich schon in der Küchenspüle gebadet. Mit Hunden des öfteren in der Wanne oder Dusche zusammen aber ohne, dass das Wasser stehen bleibt. Find ich rückenschonender und für die Fellnasen ist es auch angenehmer, wenn ich direkt dabei bin und sie sicher festhalten kann.
    Versteh das Problem, den Gedankengang hinter der Trennung auch gar nicht... :ka: Ich streichle sie, teil mir mit denen die Wohnung, die Couch und das Bett. Warum dann nicht die Wanne, die ich problemlos reinigen kann?

    Genauso beim Abwasch. Entweder wasche ich so ab, dass danach das Geschirr wirklich sauber ist - dann ist egal, was davor drauf war. Oder ich würde mich insgesamt vor dem Geschirr ekeln, denn Reste find ich generell nicht lecker.

    Mir ging es jetzt im ersten Moment nur um die Nase (Bekannte haben sich einen Hund aus dem Wurf geholt) - und da war ich zumindest bei dem Welpen positiv überrascht. Wie sich das noch verwächst, mal schauen.

    Bei Lupa find ich es auch wieder... und das soll jetzt gesund sein? Aber sie wird ja auch nicht in der Zucht eingesetzt.