@Nebula: Kann ich dir nicht pauschal beantworten. Ab wann war es denn für die Halter legitim, ihn so zu halten? Oder überhaupt erst als Waffe anzuschaffen?
Lösen auf dem Balkon, schon die Drohung des Haltungsverbots im Raum stehend, Nachbarn einschränken, Hund wird zur Kampfmaschine gemacht? Weil sie Angst hatten? Ist das legitim? Für sie war es das anscheinend. Ich sehe andere Möglichkeiten.
@Helfstyna: Für mich ist das relevant.
Du unterstellst dem Hund gerade eben diese Absicht - töten. Wir wissen beide nicht, ob er die hatte oder das ein Kurzschluss war, ob es vielleicht an Medikamenten oder sonst etwas lag, dass die beiden Menschen ausbluteteten. Ob das aus einer Laune heraus passierte oder er gerade massiv angegriffen wurde (scharf machen). Wir wissen beide nicht ob ein "normales" Hundeleben (das er ja noch gar nicht kennt) möglich ist.
Du unterstellst dem Hund auch "Tötung eines Menschen ist indiskutabel" - hätte er das wissen sollen? Ein Hund, der als Waffe zur Verteidigung angeschafft und gehalten wurde. Von erwachsenen Menschen. Menschen mit Zugriff auf andere Mittel und Wege. Ein Hund, der die Menschensprache nicht versteht.
Mal so ganz offen, wenn Lebewesen in meiner Verantwortung sich eher wehren als sich alles gefallen zu lassen und sowas wie einen ganz natürlichen Selbstschutz haben, hab ich mein Ziel erreicht. Wenn die sich zu Wehr setzen, weil sie Schmerzen leiden - ganz natürlich.
Und in diesem Fall weiß ich das einfach nicht, aber für mich spielt das eine bedeutende Rolle. Wurde der Hund provoziert ohne Ende? Hatte er ewig Schmerzen? Beides Faktoren, die man wirklich einfach abschalten kann. Dann kann ich den Hund sichern und ihm endlich - denn das hatte er scheinbar noch nie - ein schönes Leben mit Bewegung im Freien ermöglichen.