Beiträge von straalster

    Also mal abgesehen davon, dass ich das sowieso nicht entscheide, wie es mit Chico weitergeht:

    Manche Tiere müssen für Untersuchungen tatsächlich sediert werden. Bei manchen Untersuchungen ist das sogar bei allen Tieren Standard. Sicherungen, wie Maulkorb, sind auch noch möglich. Inwiefern ist das jetzt bei diesem Tier anders?

    Schon mal gesehen, wie Zootiere untersucht werden? Da werden die Untersuchungen nicht unterlassen, weil der böse Bär/ Gorilla / Löwe / Tiger / Wolf könnte ja. Da werden entsprechende Maßnahmen ergriffen.

    Und der jederzeit wieder auftreten kann, den man aber bei einer Untersuchung vielleicht nicht rausfindet ?
    Würdest Du ernsthaft die Verantwortung auf Dich nehmen und entscheiden, ja, Chico darf weiterleben ohne Maßgabe der absoluten Sicherungsverwahrung ?
    Auch, oder gerade dann, wenn man bei einer Untersuchung nichts Auffälliges feststellt ?

    Es geht mir darum, dass ich keine Entscheidung treffen möchte, bevor es überhaupt eine Ursachenforschung gab. Weder in die eine Richtung, noch in die andere. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt absolut gegen das Einschläfern ausgesprochen - eben weil ich keine Ahnung habe, was dazu geführt hat, dass diese Tragödie passiert ist.

    Ich bin einfach für eine Abklärung der Gründe, bevor etwas entschieden wird. Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

    Mal unabhaengig davon, was ich von Blutrausch, Rauschzustand, Beisstrieb, .. halte.
    Selbst wenn der Hund ueber Jahre was in sich reingefressen hat und dann explodiert ist: Wenn sich alles ueber Jahre hinweg anstaut/ansammelt, dann kann (fuer mein Verstaendis) der Umgang von den Haltern mit dem Hund nicht so schlimm sein wie es manche wohl gerne haetten...

    Oder es kam einfach noch ein anderer Faktor dazu, für den weder Hund noch Halter etwas konnten.

    Nehmen wir an, Schmerzen sind die Ursache. Der Hund wird behandelt. Vorerst keine Schmerzen mehr und verhält sich normal (was ich mir nicht vorstellen kann, wenn der Hund bereits mit einem Jahr auffällig war, dass jetzt plötzlich nur Schmerzen schuld sind).Und dann hat der Hund wieder Schmerzen, warum auch immer. Dieses mal vielleicht an anderer Stelle, vielleicht sticht ihn eine Biene, er klemmt sich die Pfote in der Tür... Und dann tickt er wieder so aus?
    Selbst wenn der Hund Schmerzen hatte, finde ich das Verhalten nicht tragbar.

    Die einzige Erkrankung die so ein Verhalten für mich "rechtfertigen" würde, wäre ein Hirntumor der sich entsprechend auswirkt. Wäre das der Fall bleibt aber auch nur noch eine Möglichkeit: den Hund erlösen.

    Gehen wir mal von einigen gesundheitlichen Fällen aus:

    Hirntumor - operabel oder inoperabel? Lässt sich was ändern oder nicht?
    Schildddrüse - kann er medikamentös eingestellt werden oder nicht?
    Demenz?
    Akute Schmerzen, chronische Schmerzen?
    Infektion?

    Ein Urteil fällen würde ich nach wie vor erst, wenn das untersucht wurde.
    Jeder kann jederzeit austicken. Ob das händelbar ist oder nicht, ob das wieder auftreten kann oder nicht, hängt auch von der Ursache ab.

    Ja, der sollte irgendwo für JEDEN Ankläger, Nörgler, Besserwisser etc. gut leserlich aufgehangen werden!!!
    Denn da sprechen die WAHREN Fachmänner!

    Fachmänner? Ich hab da gerade nach Angaben zu Qualifikationen und dergleichen gesucht, aber nichts gefunden. Inwiefern sind das die wahren Fachmänner / -frauen?

    Was ich mich gerade frage:
    Wäre es denn wirklich das Risiko wert, wenn dieser Hund aufgrund einer Ursachenforschung eine zweite Chance bekommt und es wann auch immer, wie auch immer oder warum auch immer zu einem weiteren Zwischenfall kommt, der im schlimmsten Fall wieder ein Todesopfer fordern würde.
    Liegt es tatsächlich noch in einer realistischen Relation, ein solches Risiko einzugehen nur um des Rettens willen?
    Jeder darf ja seine Meinung haben, aber man sollte manchmal einfach auf dem Boden der Tatsachen bleiben und eine vernünftige Sichtweise zulassen. Das Gefahrenpotential bei diesem Hund ist doch unabstreitbar wirklich sehr hoch und wer will denn letztlich mit allen Konsequenzen damit leben, dass der Hund jederzeit wieder jemanden erheblich verletzt oder schlimmeres? Wäre es dann wirklich wert gewesen zu sagen:“Ich wollte aber unbedingt die Ursache ergründen und gucken ob es klappt“ oder „Ich habe es wenigstens versucht.“
    Es wäre in diesem Fall einfach nur Vernünftig, den Hund einzuschläfern. Alles andere finde ich in diesem speziellen Fall verantwortungslos.

    Das kommt für mich erstmal ganz darauf an, was bei der Ursachenforschung rauskommt. Denn davon hängt ja ab, ob es eine zweite oder eigentlich erste Chance überhaupt geben kann. Sind vielleicht Schmerzen die Ursache? Lassen die sich abstellen oder nicht?
    Das wäre für mich eine ganz andere Geschichte, als wird von weiß der Geier was getriggert.

    Dazu müsste es aber eben erst einmal eine Ursachenforschung bzw. Untersuchung des Hundes geben. Was dann dabei rauskommt, ist doch überhaupt erstmal die Basis auf der man irgendwas entscheiden kann/sollte. Bisher hab ich davon aber noch nichts gelesen in den Medien.

    @Moosmutzel:
    Auf die (von jemandem anders aufgebrachte) Absicht bin ich bereits viele Seiten zuvor eingegangen und habe unter anderem angemerkt, um darüber zu sprechen und damit es eine Auswirkung auf meine Einstellung und mein Vertrauen gegenüber einem Lebewesen hat, muss der Begriff "Absicht" erst einmal definiert und situationsbedingt geklärt werden.
    Ich habe kein Problem damit, etwas zu akzeptieren. Wenn es denn eben so ist. Was wir aber nicht wissen und vielleicht nie erfahren werden.

    Ich bin nun mal eben daran interessiert, Motivation, Gründe, Ursachen und Wirkung zu verstehen. Damit spreche ich niemandem seine Meinung ab. Hier erscheint es aber gerade so, als würden das manche gerne bei mir machen. Lediglich weil ich sage "wer weiß / ich könnte mir vorstellen, dass... / ich würde gerne die Motivation dahinter kennen, bevor ich mir ein Urteil bilde"

    Nochmal ganz klar: Damit nehme ich niemandem etwas weg. Ebenso wie alle hier teile ich einfach meine Meinung mit und stelle Fragen.

    Mein Weltbild ist schlicht und einfach: Ich möchte etwas gerne verstehen, bevor ich darüber ein Urteil habe. Und dazu muss ich mir eben bei Lebewesen die Motivation und eventuell bestehende Probleme anschauen. Ansonsten kann ich ja auch keine Lösung finden oder sehen, ob es überhaupt eine Lösung gibt. Wenn mich ein Hund anknurrt oder gar schon jemanden gebissen hat, dann schau ich nach dem Warum (jetzt mal ganz generell) - hat der Schmerzen, wurde seine Grenze überschritten, krank... kann ich daran was ändern oder nicht?

    Das ist selten zu 100 Prozent so möglich. Aber wenn ich erst gar nicht versuche, die Wurzel, die Ursache zu finden, dann kann ich nur ein Pflaster draufkleben, deckeln, managen. Und das ist manchmal nötig aber mein Ziel ist es, das ursächliche Problem zu lösen - sofern das denn geht.

    @QueenyQ: Ich hab doch jetzt wirklich zur Genüge erklärt, warum es mir nicht "wumpe" ist. Jetzt immer wieder anzuführen, was bereits bekannt ist und mehrere Male wiederholt wurde, ändert meine Ansicht nicht. Und wenn du meine Ansicht verstehen möchtest, müsstest du mehr als den letzten Beitrag lesen.

    straalster - hier schreibt niemand was von “mit Absicht“ gemacht, weil diese Kategorie ist irrelevant, das ist ein Hund!
    Das von dir beschriebene Szenario ist ja im Grunde noch schlimmer, da es davon ausgeht, dass es sehr wenig Grund benötigt, um den Hund in der Form austicken zu lassen, dass er tötet!
    Es ist und bleibt ein Unterschied, ob ein Hund mal abschnappt oder droht, oder ob er wirklich tötet!

    Doch, von Absicht wurde gesprochen. Sowohl in Bezug auf den Hund als auch auf das Vertrauen gegenüber anderen Menschen, die z.B. schon mal jemanden absichtlich die Treppe runtergeschubst haben. Hab ich aber schon zitiert und ausgeführt.

    Und welches Szenario meinst du? Hab ja nicht nur eins hier geschrieben. Dass es "wenig" braucht, damit der Hund ausrastet kam aber in keinem vor.

    Im Endeffekt auch egal, denn wir sind da einfacher verschiedener Meinung.