Beiträge von straalster

    Bei dem Problem würde ich schon vor dem Termin zum Fädenziehen beim TA wieder vorstellig werden.

    Macht er wirklich im Schlaf unter sich? Oder kann es sein, dass er raus will und du ihn nicht hörst? Zwischen im Schlaf die Blasenkontrolle komplett verlieren und rausmüssen aber nicht können liegen medizinisch ja nochmal einige Welten.
    Größere Mengen Harn abzusetzen ist für Blasenentzündungen nicht typisch. Da kommt eher ganz oft "Kleckerkram" sozusagen, weil bereits kleinste Harnmengen in der Blase ein starkes Druckgefühl erzeugen.

    Wie alt ist der Rüde? Wie verhält er sich ansonsten seit der OP? Und was heißt "tagsüber und abends ist dir das Problem nicht so massiv aufgefallen"? Kann er da auch schon in den Body uriniert haben?

    Hättest du denn die Möglichkeit, mal zu einem anderen Tierarzt oder in eine Tierklinik zu gehen? Nicht im Notfall - sondern für eine zweite Meinung jetzt aktuell.

    Vielleicht ließe sich ja unterstützend noch was machen. Mit Entwässerungsmitteln hab ich bisher gute Erfahrungen bei den Hunden. Eventuell muss die Dosis angepasst werden, um den gewünschten Erfolg zu erzielen aber angeschlagen haben sie immer.

    Darf ich noch fragen, wieso ihr nicht gleich alle Zähne gezogen wurden, die rausmüssen?

    Nachtrag: Mir geht und ging es bei der Fellpflege noch nie darum, dass das Tier für andere gepflegt aussieht. Sondern darum, dass es sich wohlfühlen kann, bewegen kann und ich das Risiko für Parasiten, unbemerkte Verletzungen und Hautkrankheiten reduziere. Und das will ich für meine Nasen in jedem Alter und bei jedweder anderen Einschränkung. Also finde ich halt jeweils angepasst Wege und Möglichkeiten, das abzusichern.

    Wenn Menschen gesundheitlich bedingt oder im Alter z.B. nicht mehr unter der Dusche stehen können, werden auch andere Mittel und Wege gefunden. Da käme keine auf die Idee zu sagen: "Tja, kann nicht stehen? Dann wird der Mensch halt nicht mehr gewaschen."

    Genauso, wie ich mir angepasste Hilfestellung für mich wünsche, wünsche ich mir das für Tiere. Und das geht sehr, sehr oft, wenn man denn will.


    P.S.: Entschuldigt - das Thema ist bei mir ein wunder Punkt. Mir sind mehr als einmal Maden aus dem Fell entgegengekommen, weil "lässt sich nicht bürsten / hält nicht still / steht nicht lange genug". Ich habe eitrige Abszesse, Tumore und Geschwüre unter "sind ja nur Fellknoten" gefunden. Katzen und Hunde, die ihre Beine vor Filzsträngen nicht mehr richtig bewegen konnten und erstmal aus ihrem Gefängnis geschnitten werden mussten. Teils mit Nagelscheren oder der Schere von meinem Mini-Taschenmesser in Millimeter-Arbeit und vielen Stunden. Ich hab kein Verständnis mehr für "Ich bürste aus dem und dem Grund nicht".

    Natürlich kann ich kämmen bis es ihm die Beine wegzieht

    Ich hab jetzt nicht komplett alles gelesen aber warum, wieso, weshalb muss ein Hund dabei (lange) stehen? Viele Bereiche lassen sich im Sitzen oder Liegen problemlos bearbeiten. Wenn ein Tier daran gewöhnt ist oder weitestgehend entspannt, kann ich es dabei auch für alle Beteiligten bequem in die gewünschte Position drehen, durch Kissen und Decken entsprechend lagern / einzelne Körperteile erhöhen usw.
    Für meine Großen hatte ich einen XXL-Sitzsack, der mit Styroporkugeln gefüllt war. Darauf ließen sie sich wunderbar ausrichten und ich kam sowohl an Bauch als auch Rücken, Hosen, Brust - einfach überall sehr gut dran. Stehen war nicht nötig. Bei den Kleinen nehm ich einfach ein normales Kopfkissen.

    In diesem Kontext finde ich es immer... schwierig zu sagen "bei anderen mangelt die Fellpflege in dem Alter ja auch, weil die Hunde nicht mehr stehen können - die haben alle die gleiche Erfahrung". Da isses mir auch ziemlich wurscht, wie viele diese Erfahrung/ dieses "Wissen" haben. Irgendwann haben auch mal echt viele "gewusst", dass die Erde eine Scheibe ist, Stöckchenwerfen kein Risiko darstellt, man Rudelführer sein muss, man ohne Fleisch zu essen als Mensch nicht gesund sein kann, frau während des Stillens nicht schwanger werden kann usw. Nur weil es viele zu wissen meinen, heißt das noch lange nicht, dass es nicht falsch ist / anders besser geht. In diesem Fall, ganz ohne dem Hund die Beine beim Bürsten wegzuziehen.

    Falls er da noch reinpasst, einen Babybody ohne Ärmel kaufen - Schwanzloch reinschneiden und anziehen. Ist bei Wärme doof, daher würde ich den Body in kühlem Wasser einweichen, auswringen und dann so feucht anziehen.

    Wenn der Juckreiz anhält oder immer wieder auftritt, er sich aufknabbert oder sich etwas anzündet - ab zum Tierarzt.


    Und statt anpflaumen: Versuch dich mal, in seine Lage zu versetzen. Deine Haut juckt wie verrückt. Dann schmiert dir da jemand "Essen" drauf. Juckreiz wird davon eventuell ein bisschen weniger aber er ist nicht weg und jetzt schmeckt das Kratzen auch noch gut.

    Mit anderen Worten: Du verlangst von dem Hund mehr Selbstdisziplin und Beherrschung, als viele erwachsene Menschen aufbringen können - und meckerst ihn auch noch dafür an, dass er die gar nicht haben kann. Also entweder anderes Mittel verwenden, Milben meiden oder den Bereich so schützen, dass er sich nicht aufknabbern kann.

    Ich drücke dir die Daumen, dass es nur läufigkeitsbedingt ist. Auch wenn es natürlich seltsam ist, wo sie doch angeblich kastriert sein soll. Nach Narben tasten finde ich sehr unsicher. Ich hab hier diverse kastrierte Tiere und bei keinem fühlt oder sieht man eine Narbe - weder am Bauch noch an den Hoden. Ein Kater ist kastriert und sieht intakt aus. Soll heißen, es sieht immer noch so aus, als hätte er gefüllte Hoden.

    Klingt genauso wie bei meiner Hündin in der Läufigkeit. Sie hat den Spitznamen "Chefin" und manchmal auch "ADHS-Eichhörnchen". Aber in der Läufigkeit ist sie ein Häufchen Elend mit großem Ruhebedürfnis. Kein Appetit, keine Lust wirklich rauszugehen. Sie will eigentlich nur kuscheln und schlafen. Muss dafür allerdings häufiger pinkeln.