Beiträge von straalster

    Ne das hast du richtig im Kopf. Aber das lief jetzt (seit Anfang Mai glaube ich) ziemlich gut. Wir könnten die Zeiten jetzt nochmal kürzen und ich könnte sehen, dass ich sie häufiger mit zur Arbeit nehmen. Allerdings müssten wir die Zeiten an Tagen an denen sie allein ist recht schnell wieder verlängern und wenn sie läufig ist darf sie bei der Arbeit nicht den Teppich vollbluten.

    Zieh ihr doch eine Schutzhose für läufige Hündinnen an. Zuhause wollt ihr vermutlich auch kein Blut auf dem Teppich, Couch, Kissen usw.

    Wir sind eine pudellastige Familie und daher kann ich mich nur anschließen: Zupfen muss nicht bei jedem Hund sein, bei manchen ist es aber absolut notwendig und anderen tut es wieder gar nicht gut.

    Aktuell hat meine Mutter eine Hündin, bei der aller vier Wochen (spätestens!) gezupft wird. Eine bekommt dadurch Entzündungen - also wird nicht gezupft. Bei dem Rüden muss eventuell mal im Winter gezupft werden, weil da mehr sprießt.

    Schneiden, rasieren, mit einem Nasentrimmer werkeln oder dergleichen bringt nichts. Die Haare sind dann zwar kürzer aber an den Engstellen ja immer noch dicht - denn weder mit Schere noch Trimmer kommt man so weit in den Gehörgang. Außerdem landen dabei definitiv Haarstücke im Ohr und das juckt wie irre.

    Anfangs wurde das Zupfen von einem TA übernommen, dann beim Scheren. Mittlerweile wird Scheren und Zupfen schon seit einigen Jahren von uns selbst gemacht. Wir verwenden eine Rupfklemme.

    Ob es schmerzhaft ist und wie schmerzhaft es ist hängt vom Hund ab - wie alles andere auch. Der eine reagiert kaum bis gar nicht, der andere fiept.

    Du ziehst dir also Schuhe an, nimmst eine Tasche, einen Schlüssel und irgendwann danach gehst du. Das weiß er natürlich. Da spielt die Reihenfolge keine Rolle. Du könntest jetzt:

    1. Das Ritual zig mal am Tag durchgehen und danach einfach demonstrativ zuhause bleiben. Dann eine Sekunde vor die Tür und direkt wieder zurück. Tür auf, Tür zu. Mal ohne Ritual raus usw.

    Bisher kündigst du ihm ja sehr deutlich an, dass er gleich freidrehen kann. Wenn du nach dem Ritual die Tür schließt, ist das der Startschuss. Das würde ich versuchen, wieder zu "verlernen". Ihn also einfach mit deinem Ritual total langweilen und dich nur in diesem Bereich unberechenbar machen.

    2. Eine Kamera anbringen, an die er definitiv nicht rankommt und die live auf dein Handy überträgt. Alternativ ein Babyphone an die Deckenlampe hängen (kein Scherz) Oder einfach so auf Geräusche warten. Dabei draußen vor der Tür warten und sobald er auch nur ansetzt um etwas zu zerstören gehst du rein, und verbietest das, schickst ihn auf seinen Ruheplatz und gehst wieder oder muddelst im Haushalt und gehst dann.


    Da er ja leider schon oft Erfolg mit der Variante: "Mensch geht, ich zerstöre, Mensch kommt wieder" hatte, brauchst du da vermutlich ne Menge Geduld.

    @PGLoui: Erstmal ein herzliches Hallo!

    Wie hast du das denn aufgebaut, mit dem Alleinebleiben? Und woran erkennt der Hund, dass du wirklich so richtig das Haus verlässt und nicht nur mal kurz zur Mülltonne gehst? Also, wie verhältst du dich davor und dabei? Verabschiedest du dich? Ziehst du was anderes an? Föhnst du dir das Haar? Nimmst du eine Tasche mit? Greifst du nach anderen Schlüsseln?
    Oder ist es wirklich nur die Haustür, die dich verrät?


    An irgendwas macht dein Vierbeiner ja fest, dass du dich entfernst und vermutlich so schnell nicht wiederkommst.

    Das würde ich erstmal versuchen, zu erkennen und dann versuchen, diese Verbindung durch Training zu löschen. Filmen könnte dabei helfen. Ebenso aber erstmal Beobachtung von deinen Aktionen und den Reaktionen deines Hundes.

    Macht sie drinnen verlässlich auf die Zeitung? Dann könntest du die mit rausnehmen und auf den gewünschten Löseplatz legen - wird aber auch nicht direkt von Erfolg gekrönt sein und ist nur eine Hilfestellung.

    Außerdem: Pinkelrunde ist Pinkelrunde und nicht Welt-entdecken-Runde. Also (wie hier schon geschrieben wurde) raus und an einem Platz bleiben, bis sie sich löst. (sofern das bei den aktuellen Temperaturen möglich ist) Wenn du danach vielleicht noch fünf Minuten mit ihr rumläufst ist das okay aber erstmal Blase leeren und dann "Aufregung".

    Stell sie dir als Kind in einem Spielzeuggeschäft, beim Spielen oder in einem Pool vor. Die Kinder merken durch die ganzen Ablenkungen, die Aufregung und den Spaß nicht, dass sie eigentlich Hunger haben, müde sind und mal dringend aufs Klo müssten. Für deinen Welpen ist das lange Spazierengehen Spielzeuggeschäft, Spielen, Pool und Fernsehen zusammen. Viel zu viele Reize, um genau auf die eigene Blase zu hören oder entspannt genug zum Pinkeln zu sein.

    Hallo @Retriever888!

    Mir hat mal jemand den Tipp gegeben, eine Liste anzufertigen - mit all den Sachen, die das Tier liebt. Leckereien futtern, kuscheln, schmusen, gestreichelt werden, in der Gegend rumschnüffeln, draußen andre begrüßen, einfach in der Sonne liegen... Wenn davon noch was klappt und das Tier mit Freude dabei ist, ist das Leben lebenswert.
    Natürlich musst du dabei die Gesamtheit betrachten. Klappt irgendwas seit einem Tag oder einer Woche nicht, weil das Wetter gerade noch reinhaut? Oder hat der Hund dauerhaft Schmerzen?

    Das Leben und Altern ist bei allen Wesen relativ gleich: Es verläuft in Wellen. Es gibt Hochs und Tiefs. Du kannst drei Wochen die größte Krise deines Lebens haben und danach geht es wieder bergauf. Das kannst bei deinem Hund nur du bestimmen.

    Stört es deinen Hund, ob er mal Kot verliert? Viele fressen den sogar. Also ist das für deine Fellnase eventuell nicht schlimm.
    Kannst du sie vielleicht mit Schmerzmitteln behandeln, damit sie einfacher pinkeln kann?

    Kann die aktuelle Verlangsamung am Wetter liegen? Meine jungen, fitten Hunde hängen auch tagsüber in den Seilen.

    ich will dir keine unnötige Verlängerung einreden. Aber du solltest das große Bild betrachten. Das sieht keiner hier. Das kannst nur du. Hat sie noch Spaß - zumindest dann und wann? Oder hat sie andauernd Schmerzen?

    Vielleicht kann dir die individuelle Liste ja helfen.

    Hey @Audrey II - das fände ich auch interessant und würde das gerne nachverfolgen.
    Also nicht, weil ich zweifle, sondern weil ich in meinem Umfeld eigentlich nur immer die gleichen Seiten sehen kann:

    - Trockenfutter ist das Nonplusultra
    - Nassfutter wird seltener gekauft und wenn dann lieber Billigmarken im Supermarkt
    - wer ein supertoller Hundehalter sein will, kauft mal ein bis drei Dosen vom "Teuren" dabei wird aber auch nicht auf die Zusammensetzung geachtet
    - wer für den Hund kocht verzieht die Vierbeiner oder es ist ein netterer Ausdruck für "Hunde bekommen den Abfall"


    Und das hat sich in meinem Umfeld nicht geändert. Seit ein bis zwei Jahren treffe ich mal ab und an auf jemanden, der Barfen versucht hat. Das war's dann an neuen Einflüssen.

    Immer mehr schaffen sich Hunde an aber aus meiner Perspektive gibt es bei der Fütterung höchstens mal kurzlebige Trends aber im Grunde immer die gleiche Verteilung.

    Warum willst du das deinem Hund und dir noch länger zumuten? Wenn es sich wirklich um Harnträufeln handelt, dann benötigt der Schließmuskel entsprechende Unterstützung. Die kommt nicht vom Abwarten.

    Die Medikamente brauchen dann meistens auch ein bisschen Zeit, bis sie anschlagen.

    Davon abgesehen kann es auch etwas sein, wo schnelles Handeln mehr als sinnvoll wäre und Schlimmeres verhindern kann.

    Heute aus der ersten eigenen Zucchini-Ernte vom Balkon:

    • (gelbe) Zucchini-Pommes mit reichlich Kräuterdips (Kräuter dafür ebenfalls vom Balkon geerntet) und gefüllte Zucchiniblüten (die männlichen, aus denen eh keine Früchte werden)
    • Paprika und Tomaten aus dem Ofen (beides Balkonanbau)
    • Burger mit und ohne Fleisch

    An deiner Stelle würde ich so schnell wie möglich zum Tierarzt gehen und eventuell auch eine zweite Meinung einholen.
    So wie das klingt, handelt es sich um Harnträufeln - dagegen gibt es Medikamente.
    Ich würde mit der Ursachenabklärung und der eventuellen Medikamentengabe nicht ewig warten. Meisten gilt: Je früher die Behandlung erfolgt, desto größer ist die Chance auf einen Therapieerfolg.