Kommt eben drauf an wie leidensfähig du bist.
Ich finde, das trifft es ganz gut und passt nicht nur beim Thema Zweithund.
Zeitlich klingt das bei dir doch gut und du bist noch vom ersten Hund in der Übung.
Es klingt auch so, als ob der Zweithund sowohl für dich als auch den Ersthund ist. Finde ich auch gut.
Dass dein Hund "nur" einmal am Tag Action und Spiele will und das andere eher langweilig ist, finde ich normal.
Und jetzt zu meinem Rudel:
Ich bin mit mehreren Hunden aufgewachsen, es gab eigentlich immer wenigstens drei. Dann nach dem Auszug wurde aus dreien altersbedingt einer plus ein Kater. Da meine Hündin und mein Kater beide gerne Tiere aufgenommen haben, gab es immer wieder Pflegekatzen und -hunde. In der Zwischenzeit waren sie irgendwie bedrückt. Obwohl sich die beiden sehr nah waren und gemeinsam spazieren gingen, waren sie eben mehr "Trubel" gewöhnt. Das konnte ich als Mensch mit noch so viel Zuwendung nicht ersetzen. Also kamen nach und nach mehr Tiere dazu. Mal blieb eine Katze hängen, und dann nochmal, und nochmal....
Schließlich verschwand mein Kater und damit der beste Freund meiner Hündin, dann starben auch noch vertraute Hunde der Familie und in der Nachbarschaft und sie war schlichtweg deprimiert. Also zog wieder ein Zweithund (Welpe) ein, als sie 11 Jahre alt war und schon einige gesundheitliche Baustellen hatte. Davon haben mir viele abgeraten. Die Pflege für meine Seniorin war ja schon so aufwendig und dazu noch ein Welpe, der alle Nase lang rausmuss und viel zu lernen hat.
Hat aber super funktioniert. Klar muss man organisieren und aufpassen und hat mehr Arbeit - dafür sind die Hunde aber auch nie wirklich allein und schauen sich dann und wann auch mal was Positives voneinander ab.
Bei meiner Oma kam zum unsicheren Junghund von 12 Monaten ein 10 Wochen alter Welpe. War eine super Entscheidung, die beiden tun sich richtig gut.
Nicht genug Zeit für jeden Einzelnen zu haben ist bei mir selten ein Gedanke. Ich hätte jetzt aufgrund meiner Erfahrungen eher Probleme damit, nur einen Hund zu haben.
Sie beschäftigen sich untereinander, können aber auch einfach nur Kontaktliegen, jeder hat so seine Stärken und Schwächen und ich kann damit gut arbeiten.
Punkt "Tiermessi": Solange du dich kümmerst und nicht nur sammelst
warum solltest du dann Messi sein?! Wer nicht weiß, dass ich quasi einen Streichelzoo habe und dann mal anfängt zu zählen, wenn er hier zu Besuch ist, ist schockiert. Zum einen, weil die Masse an Tieren gar nicht so sehr auffällt. Zum anderen, weil alle gepflegt sind und doch eigentlich vernachlässigt aussehen müssten durch die schiere Anzahl - oder so. Natürlich ist es mehr Arbeit als nur mit einem Tier. Mehr Haare, mehr Futter, mehr Kot, mehr Dreck, der in die Bude getragen wird. Wenn einer Flöhe, Würmer, Milben, Giardien oder sonstiges hat, müssen alle behandelt werden. Magen-Darm-Grippe ist hier der pure Horror, weil es gestaffelt alle Tiere erwischt. Impfungen und Check-ups, Versicherungen, Steuer sind eben auch nicht gerade günstig. Aber ich finde, das kann sich lohnen.