Beiträge von straalster

    @sunshine111: Was genau stört dich an dem "Spielen"?

    Ich frage, weil ich da so richtig noch keinen Ansatz gefunden habe. Es sind eben kurze Ausschnitte - mal ist die eine dominant, mal die andere.

    Was genau stellst du dir unter harmonisch vor?

    Ich könnte jetzt auch Videos von meinen drehen. Würde schlimmer klingen. Würde schlimmer aussehen - wenn es halt nur eine Minute ist. Danach macht entweder eine/r die Ansage "Lass das, ich will das nicht". Dann ist es okay. Oder sie fetzen zusammen los. Auch okay. Aber der Anfang kann gelegentlich von allen Seiten rapiat aussehen. Für sie funktioniert es aber, also sehe ich da keinen Grund, um einzugreifen.
    Sähe bei anderen Hunden anders aus.

    Warum?.

    Weil es nicht darum geht, dass der Hund "zum Zug kommt". Weil es nicht darum geht, dass der Hund eventuell unbefriedigt ist. Sondern darum, dass Hormone die Prostata vergrößern, zur Futterverweigerung, Entzündungen, Katarrh, ständigem Erbrechen, Durchfall usw. führen können. Hab ich beim Jadgtrieb jetzt noch nicht gehört...

    Ich glaube hier kann man schließen! Macht keinen Sinn und führt zu nix. Wen es interessiert ob und wie es uns geht kann ja per pn fragen xD und ob ihr es glaubt oder nicht ich kann besseres mit meinem geld im urlaub anfangen als 140 euro für ein Chip zu bezahlen... Wenn ich und der Tierarzt nicht denken würden das es hilft und er hätte ihn auch ganz kastriert obwohl er sonst dagegen ist so jung. Aber ich investiere mein Urlaub Budget lieber in 6 Monate die zeigen ob es ihm hilft und das obwohl kastrieren fast genauso viel kostet! Bitte close danke

    Ich drück euch die Daumen und wünsche schnelle, gute Besserung!

    Natürlich, genau so ist das.Wenn ein Hund noch nicht mal ein Jahr alt ist, kann man allerdings sehr schwer bis gar nicht beurteilen, in welche Kategorie er gehört.

    Auch da ist es wieder eine Frage der Intensität. Ich hätte meinen Rüden auch so nicht laufen lassen, wie er damals war. Und ich hab das schon sehr lange mitgemacht und "mitangesehen" (reguliert). Einen so jungen Hund leiden lassen ist dann eben auch wieder die andere Seite.

    Ich finde dieses gegenseitige Hochschaukeln gerade ein bisschen absurd. Es gibt durchaus Exemplare bei denen es einfach nicht anders geht. Die massive Probleme haben. Die durch eine vergrößerte Prostata extreme Probleme haben - denn auch zwischen (leicht) vergrößert und (bis hin zum Harnverhalt) vergrößert können Welten liegen. Selbst ein gemischtes Rudel kann über viele Jahre hinweg problemlos laufen und dann gibt es da den einen, bei dem sich mit Erziehung nichts reißen lässt. Bei dem Trennen ungewollte Deckakte verhindert aber der Hund immer noch Stress und med. Probleme hat.

    Nur weil - und damit wird bei persönlichen Erfahrungen hier gerne des Öfteren argumentiert - dass einzelnen Personen in diesem Forum noch nicht passiert ist, heißt das noch lange nicht, dass es das nicht gibt. Diese Fälle gibt es nun einmal. Punkt. Und gerade in einem Forum, wo viele Hunde und Halter in konzentrierter Form präsent sind, gibt es die sogar relativ oft. Das ist nur logisch.

    Für meinen Teil finde ich es nicht artgerecht, Tiere in einer Konstellation zu halten, in denen sie dauerhaft leiden. Das kann sich auch auf den Sexualtrieb beziehen.

    Ich bin ja in einem Hundeverein tätig und du kannst dir gar nicht vorstellen was da für Ideen auftauchen.
    - Ich hol mir einen zweiten dann ist der erste nicht so viel alleine (ähm, wenn ich schon für den ersten keine Zeit hab, warum dann noch einen zweiten dazu, da wäre doch keiner besser |) )
    - ich hol mir einen zweiten dann können die miteinander spielen und ich muss nicht immer
    - ich hol mir einen zweiten,dann laufen die miteinander und dann muss ich nicht so viel spazieren gehen

    Das sind aussagen die du wirklich regelmäßig im Alltag hörst! ich bin immer wieder so schockiert wie die Leute denken!!! :ka:

    Der Unterschied für mich ist bei sowas: In diesen Fällen wird der zweite Hund nicht wirklich für den ersten angeschafft.

    Sondern als Arbeitserleichterung für den Halter. Es wird halt nur netter und weniger arschig-egoistisch ausgedrückt.

    1. Dann ist der Erste von mir nicht so alleingelassen (eventuelle Übersetzung: Ich lasse meinen Hund aller Nase lang allein und will das noch viel öfter tun können - dabei aber nicht ein ganz so schlechtes Gewissen haben)

    2. Dann können die miteinander spielen und ich muss nicht immer (eventuelle Übersetzung: Ich hab keine Lust, mich mit meinem Hund zu beschäftigen)

    3. Dann laufen die miteinander?! Hä? Der eine hält die Leine vom anderen und die führen sich gegenseitig? Wie ist das zu verstehen?


    Ich kenne ja nun genug Ausreden. Die schärfste bisher kam von einer Frau, die überhaupt gar keine Lust auf die Verantwortung hat, die Tiere so mit sich bringen. Futter und Wasser hinstellen ist schon zu viel. Aber sie schafft sich immer wieder Tiere an, weil... die so putzig sind. Anfangs.
    Letzter Coup war ein Akita, weil sie Hatchiko gesehen hat. Die ganze Familie war dagegen. Ihr Argument: Dann ist der erste Hund nicht so alleine. Sie meint es doch nur gut und der zweite Hund wird natürlich nur für den ersten Hund angeschafft (um den sich keiner kümmert und den auch keiner leiden kann).

    Natürlich wurde der zweite Hund definitiv nicht für den Ersthund angeschafft. Sondern weil er schick ist und sie da gerade Lust drauf hatte.

    Darauf zielt meine Frage aber nicht ab. Nicht auf Ausreden, nicht auf Unüberlegtes. Sondern darauf, warum das - unter Beachtung von Verantwortung und Umständen - nicht positiv sein sollte, sich einen Hund für den ersten anzuschaffen.

    @bordy: ich hab da mal eine allgemeine Frage: Mit welchen Hunderassen hast du zu tun?

    Ich frage, weil ich da vor allem zwischen groß und klein extreme Unterschiede erfahren habe und erfahre.

    Mir fällt das wieder und wieder auf: Bei den Großen und Rassen mit starkem WTP geht das tendentiell eher leichter vorüber und auch wenn man als "Fremder" die Hunde für eine kurze Zeit hat, geht das einfacher. Aber Rüden kleiner Rassen schein es schwerer zu erwischen.

    Ich würde das mit den Millisekunden bei kleineren Hunden sofort unterschreiben. Meiner durfte weder lecken noch schnuppern - tja, der hat trotzdem geklappert, ausgeschachtet, nicht mehr gefressen, dafür aber in einer Tour gekotzt. Gab dann einen Chip. Der hielt zwei Jahre. Ich ließ ihn auslaufen - gleiches Spiel von vorne. Der zweite Chip lief aus und nach ein paar Wochen pendelte sich das ein. Allerdings ist er mittlerweile fast sechs.

    Rüde meiner Oma ließ sich auch super kontrollieren - von mir. Für ein paar Tage. Danach war er angekommen und die Hormone hatten wieder die Überhand.

    Ja. Da bin ich auch nach wie vor der Meinung, dass ein Shih Tzu prinzipiell zu Newton passen würde. Nur wüsste ich eben nicht genau was anzufangen mit einem Shih Tzu. Dazu die Nasenproblematik. Deswegen wird es jetzt keiner.

    Meine 2,5 bis 3 (eine ist ja eigentlich nur Pflegefell) finden Agility super. Und es sind tolle "Mitläufer". Nur halt nicht im Sommer... die absichtlich Ausgewählten haben aber gute Nasen und fetzen mit ihren Kühlwesten jetzt auch bei 25°C noch durch die Gegend. Das Pflegefell hat leider keine Nase abbekommen... :( die würde gerne aber kann leider nicht lange rennen.

    Dass man sich in gewisser Weise absichern muss, ja. Ich habe auch einen guten Betreuungsplatz für meinen Hund/meine Hunde. Im Notfall kümmert sich der jeweilige Züchter um die Neuvermittlung. Ein ausgefeilter, wasserdichter Plan B demotiviert mich allerdings immens. Dann gebe ich mir für Plan A nicht genügend Mühe. Kommt halt auf den Menschen und die Lebenssituation drauf an.

    Das stimmt und ist halt wie gesagt auch von der Anzahl und den Tieren abhängig. Ich hab halt größtenteils Tiere aus schlechter Haltung und mit entsprechendem Trauma - da ist nix mit "gehen zum Züchter zurück". Und dazu dann noch das Gefüge. Der eine kann nicht ohne die beiden anderen. Der da drüben darf nicht raus usw. Das ist eben die Crux, wenn man Tiere hat, die nur hängengeblieben sind, weil sie woanders nicht klarkommen :ka:

    @RafiLe1985 Und du warst mal beim Shih Tzu als Zweithund, oder? :D

    Ginge es absolut nur um mich und würde die Wohnsituation passen: Irische Wolfshunde. Und gäbe es da nicht die gesundheitliche Problematik...

    Aber um wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen und deine Aussagen aufzugreifen:

    Ich finde den Grund "Zweithund für Ersthund" absolut valide - WENN bedacht und durchdacht vorgegangen wird. Wenn es für alle passt. Wenn der Zweithund nicht als "der löst jetzt all unsere Probleme" angeschafft wird. Aber eben auch nicht nur alleine für den Menschen.
    Ob man das Ganze jetzt als Familie, Hunde und Halter oder als Rudel bezeichnet - es ist halt ein soziales Gefüge auf einem mehr oder weniger kleinen Raum. Und obwohl man Liebe und Zuneigung nicht erzwingen kann, kann man doch entsprechend und passend auswählen, heranführen und an dem Miteinander arbeiten.


    Zu den Horrorszenarien: Ich hab gerne einen Plan B, C, D. Das ist aus meiner Sicht keine Schwarzmalerei, sondern einfach eine Absicherung und entspannt mich und hält mir vor Augen. dass ich immer noch Alternativen habe. Hätte ich das nicht, sollte und könnte ich nicht so viele Tiere halten. Ein bis zwei Tiere lassen sich ja noch problemlos unterbringen aber 10? Zwei Tiere bei Bedarf trennen? Kein Ding. Aber zehn? ich muss Szenarien durchspielen, Alternativen und Absicherungen finden.

    Beim Dicken und der Chefin war es eben: Ich wusste ganz genau, dass mein Rüde keine Welpen mag. Aber mir war es wichtig, dass sie von Anfang an eine ruhige Dominanz mitbringt, dass ich noch viel selbst prägen kann und sie in diesem Gefüge aufwächst. Also musste er da für eine absehbare Zeit durch. Deswegen hab ich aber dennoch einen Hund ausgewählt, der mit großer Wahrscheinlichkeit zum Dicken passt. Ziel war und ist immer "Win-Win". Deswegen würde ich nie nur einen Hund für mich auswählen, wenn es schon andere Tiere gibt, die aktiv mehr Zeit mit diesem verbringen werden, als ich. Und das, obwohl ich zuhause arbeite und dadurch deutlich mehr mit den Vierbeiner zusammen bin, als das bei vielen anderen der Fall ist.